Bayern-Trainer legt Fokus auf Bundesliga

Ancelotti: Gladbach jetzt wichtiger als Real Madrid

Der Blick geht nach Mönchengladbach: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti will in der Bundesliga den nächsten Schritt Richtung Titel gehen.
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Der Blick geht nach Mönchengladbach: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti will in der Bundesliga den nächsten Schritt Richtung Titel gehen.

München - Die Freude über das Traumlos Real Madrid muss beim FC Bayern erstmal hintenanstehen. Denn bei den Roten wird erstmal nur auf Borussia Mönchengladbach geschaut.

Ja mei, die Bundesliga gibt es halt auch noch! Natürlich drehte sich beim FC Bayern nach der Champions-League-Auslosung alles um das Hammer-Duell gegen Real Madrid. Das Bundesliga-Duell am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach (17.30 Uhr/ hier im Live-Ticker) geriet da schon schwer in den Hintergrund. Aber nicht für Carlo Ancelotti. „Mein Thema ist jetzt nicht Real Madrid, sondern Borussia Mönchengladbach“, ließ der Mister wissen.

Mit diesen Worten dürfte der Italiener den Geschmack von Karl-Heinz Rummenigge getroffen haben, der die Meisterschaft regelmäßig als „Brot-und-Butter-Geschäft“ bezeichnet - trotz des internationalen Glanzes, den die Königsklasse versprüht.

Ancelotti warnt vor „sehr guter Mannschaft“

Also, was gibt es zu wissen über die Gladbacher - außer, dass sie am Donnerstagabend unglücklich gegen Schalke 04 aus der Euro League ausgeschieden sind? „Gladbach hat in den letzten Monaten gut gespielt. Sie haben eine sehr gute Mannschaft“, so die gewohnt kurz gehaltene Gegner-Analyse von Ancelotti.

Der sportliche Erfolg ist seit der Verpflichtung von Trainer Dieter Hecking nicht von der Hand zu weisen: Seit seinem Amtsantritt haben die Gladbacher in acht Bundesligaspielen 16 Punkte geholt, sind zweitbeste Rückrunden-Mannschaft hinter dem FC Bayern.

Szene aus dem HInspiel: Renato Sanches (l.) überspringt seinen Gladbacher Gegenspieler Nico Schulz.

Thema Eberl kocht erneut hoch

Das Sportliche rückt am Sonntag aber ohnehin in den Hintergrund. Der Grund ist bekannt - Max Eberl. Der Gladbach-Manager wird seit Monaten als künftiger Sportdirektor des deutschen Rekordmeisters gehandelt. Bis jetzt hielt sich der 43-Jährige bei dieser Thematik stets zurück. Um kein Fass vor dem Kräftemessen zwischen aktuellem und künftigem Arbeitgeber aufzumachen?

Am Freitag äußerte sich Eberl erneut zu den Gerüchten und zeigte eine klare Kante - für die Borussia: „Es gibt kein Angebot. Ich habe einen Vertrag in Mönchengladbach und nichts ist passiert. Es braucht kein Ultimatum, es gibt nichts, das sage ich zum x-ten Mal. Der Stand ist jetzt, dass ich im Sommer in Mönchengladbach bin.“ Er habe auch keinen Entscheidungsdruck vom Präsidium Borussias. „Der Vorstand weiß über alles Bescheid“, sagte Eberl. Mal schauen, ob sich diese Töne nach dem Aufeinandertreffen zwischen Gladbach und Bayern ändern ...

Für welchen Klub arbeitet er in der kommenden Saison? Gladbachs Sportdirektor Max Eberl steht beim FC Bayern hoch im Kurs.

Douglas Costa verletzt sich im Training

Carlo Ancelotti kann der Sportdirektoren-Posse ohnehin nur ein müdes Augenbrauen-Zucken abgewinnen. „Ich bin glücklich mit einem Sportdirektor und ohne Sportdirektor. Für mich ist es das Gleiche“, sagte Carletto am Freitag. Weniger glücklich war der Italiener nach dem Training: Tempo-Dribbler Douglas Costa musste die Einheit wegen einer Verletzung am linken Knie vorzeitig abbrechen und fällt am Sonntag aus.

Eine genaue Diagnose soll im Laufe des Tages folgen. Der Brasilianer kann deswegen auch nicht an den beiden WM-Qualifikationsspielen mit der Nationalmannschaft gegen Uruguay und Paraguay teilnehmen. Neben Costa fehlt auch Vidal (Gelbsperre) bei den Fohlen. Jerome Boateng steht laut Ancelotti übrigens nicht in der Startelf.

Manuel Bonke

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