Personalprobleme beim FC Bayern

Jungspund oder der „60-Sekunden-Neuzugang“? Geheimnis um Flicks Not-Aufstellung gegen Salzburg

Die Bayern gehen mit Personalsorgen in das Champions-League-Match gegen RB Salzburg gerade auf der Sechs und auf der LInksverteidigerposition drückt der Schuh.

  • Der FC Bayern München spielt am Mittwoch in der Champions League in der Allianz Arena gegen RB Salzburg.
  • Trainer Hansi Flick macht ein Geheimnis um seine Not-Aufstellung. Vor allem in der Defensive sieht es kritisch aus.
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München - Das Problem beim FC Bayern derzeit: Die Reihen lichten sich, und die Optionen in diesem vierten Spiel der Champions-League-Gruppe A am Dienstagabend gegen RB Salzburg sind überschaubar. Während sich die Offensivabteilung bester Gesundheit erfreut, herrscht Alarm vor der Abwehr und links hinten. Flick wollte am Tag vorher „nicht mit offenem Blatt spielen“, sagte aber schmunzelnd: „Sie können gerne spekulieren – es gibt ja nicht allzu viele Möglichkeiten.“ So ist es.

Außenverteidiger Bouna Sarr fällt aus. Lucas Hernandez wird nicht von Beginn an auflaufen können, immerhin aber hofft man beim eigentlichen Linksaverteidiger darauf, dass er „auf der Bank sitzen kann“ (Flick).

Die Startelf müssen andere füllen, zwei Optionen bieten sich an. Entweder Chris Richards (20), zuletzt schon zwei Mal in der Bundesliga im Einsatz, ersetzt Hernandez positionsgetreu. Oder aber David Alaba rutscht aus der Abwehrzentrale nach links und überlässt seinen Platz Javi Martinez.

FC Bayern München: Aufstellungs-Puzzle gegen Salzburg

Der Spanier hatte bereits beim 1:1 gegen Bremen nach Hernandez’ Auswechslung innen verteidigt, während Leon Goretzka als alleiniger Sechser gefordert war. Gegen Salzburg allerdings erwartet Flick „kein einfaches Spiel“. Goretzka wird also einen Nebenmann bekommen, weil Corentin Tolisso ebenfalls noch nicht fit ist (Seite 28): Entweder Martinez – oder Marc Roca, der bisher eine einzige Minute im Bayern-Trikot gespielt hat.

Niklas Süle wird nicht berücksichtigt: Er hat Trainingsrückstand

So oder so ist die Aufstellung eher aus der Not geboren. Die Lage verschärft sich zusätzlich, weil Niklas Süle nach wie vor nicht berücksichtigt wird, sondern seinen Trainingsrückstand aufholen soll. Nach acht Tagen Corona-Quarantäne und einer Reise zum DFB-Team sei der Fitnesszustand des 25-Jährigen keine Überraschung. „Wir nehmen ihn bewusst raus, um ihn für die letzten Spiele bei 100 Prozent zu haben“, sagte Flick. Zwischen Regeneration und Abschlusstraining – also im derzeit normalen Rhythmus – biete sich „keine Möglichkeit, ihn auf das nächste Level zu heben“. Frühestens am Samstag in Stuttgart oder erst am Dienstag bei Atletico soll Süle wieder dabei sein.

Von seinen Zielen rückt Flick nicht ab: „Wir werden das lösen, um den Achtelfinaleinzug perfekt zu machen.“ Dafür reicht sogar ein Unentschieden, wenn Moskau nicht in Madrid gewinnt. Hanna Raif

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa-Pool/dpa

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