Beide Note 4

Chance verpasst! Zwei Bayern-Stars konnten gegen Atletico nicht überzeugen

Konnte beim Spiel gegen Atletico nicht überzeugen: Leroy Sané.
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Konnte beim Spiel gegen Atletico nicht überzeugen: Leroy Sané.

Für Niklas Süle und Leroy Sané wäre das Spiel gegen Atlético Madrid eine Chance gewesen, sich für den A-Kader des FC Bayern zu empfehlen. Sie haben sie nicht genutzt.

  • Der FC Bayern ließ im Spiel gegen Atlético Madrid eine B-Elf auflaufen.
  • Für Niklas Süle und Leroy Sané eine Chance, nach Verletzungspech und Formschwäche wieder zu Glänzen.
  • Die beiden Nationalspieler riefen aber nur das Pflichtprogramm ab.
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München - Chance vertan! Mit Leroy Sané (24) und Niklas Süle (25) standen gegen Atlético Madrid zwei Stars in der Bayern-Mannschaft, die sich in einer besseren B-Elf eigentlich nicht wiederfinden sollten. Viel schlimmer für die beiden deutschen Nationalspieler: Beim 1:1 in der spanischen Hauptstadt lieferten weder Süle noch Sané Hansi Flick Argumente dafür, sie zukünftig in die erste Elf zu befördern.

FC Bayern: Offensiv gelang Leroy Sané nicht viel im Spiel gegen Atlético Madrid

Sané etwa brachte es auf lediglich einen Torschuss, er lieferte seinen Teamkollegen keine Torschussvorlage und gewann nur etwa ein Drittel seiner Zweikämpfe – mit diesen Werten war der Flügelflitzer sogar in der Münchner Not-Elf einer der schwächsten. Flick bemühte sich merklich um eine diplomatische Bewertung des 50-Millionen-Mannes. Sowohl Sané als auch Juventus-Leihgabe Douglas Costa hätten zuletzt „die Spiele gefehlt“. Gegen Atlético sei „Douglas fast 90 Minuten gegangen und Leroy die vollen 90. Von daher war ich mit dem Tag sehr zufrieden“, meinte Flick.

Die reine Spielzeit als Bewertungsmaßstab? Für einen Fußballer kein gutes Zeichen. Die zuletzt von Flick bemängelte Defensivarbeit habe Sané aber „sehr gut gemacht“ – zumindest als er in der letzten halben Stunde vom Rechtsaußen zum linken Mittelfeldspieler vor der Dreierkette wurde. Flick: „Er ist mitgegangen und hat nach hinten nachgesetzt.“ Auf gut Deutsch: Das Mindeste, was man erwarten kann. Dafür gab’s die tz-Note 4 – genau wie für Süle.

FC Bayern: Süle war bester Defensivspieler in Reihen des Rekordmeisters

Zuletzt hatte der Innenverteidiger mit einem Trainingsrückstand in Form von etwas zu viel Körpergewicht zu kämpfen. Nach einem halbstündigen Einsatz in Stuttgart (3:1) durfte Süle in Madrid von Anfang bis Ende mitwirken. So richtig frisch kam der 25-Jährige dabei nicht rüber, beim Gegentreffer ließ er im Zentrum Joao Felix entwischen. Sonst aber waren die Zahlen von Süle gut: 117 Ballkontakte – Bestwert bei den Bayern, dazu die beste Pass- und Zweikampfquote der Münchner Defensivspieler.

Bei Süle und Sané gilt: ruhig Blut. Letzterer riss sich im August 2019 das Kreuzband, fiel kürzlich mit einer Kapselverletzung aus. Süle zog sich im Oktober 2019 einen Kreuzbandriss zu, es folgten ein Knie-Ödem und jüngst die Corona-Quarantäne. Beide brauchen dringend Spielpraxis – zur Not in der B-Elf.

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