Gnabry mit Dreierpack

Historischer Saisonauftakt: Bayern zerlegt Schalke in seine Einzelteile - Sané und Gnabry überzeugen

Die Bayern zerlegten die Schalker nach allen Regeln der Kunst.
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Die Bayern zerlegten die Schalker nach allen Regeln der Kunst.

Der FC Bayern schenkte dem FC Schalke 04 ganze acht Tore ein und kassierte keinen Gegentreffer. Eine denkwürdige Saisoneröffnung.

München - Die neue Spielzeit beginnt beim FC Bayern ähnlich glanzvoll wie die alte zu Ende ging. Beim Auftakt in die 58. Bundesliga-Saison düpierte der alte und neue deutsche Meister über weite Strecken überforderte Schalker mit 8:0 (3:0) und präsentierte damit eindrucksvoll seine Kandidatur auf die neunte Meisterschale in Folge.

Der zu keiner Zeit gefährdete Kantersieg war zugleich das Debüt des bayerischen Neuzugangs Leroy Sané, der zwei Assists und einem Treffer überzeugte. Im Mittelpunkt stand jedoch einmal mehr die geschlossene Mannschaftsleistung des FCB, der seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2016 (6:0 gegen Werder Bremen) brach und den höchsten Auftaktsieg der Ligageschichte feierte.

FC Bayern mit Kantersieg gegen Schalke: Gnabry und Goretzka eröffnen den Torreigen

Der Schalker Hochmut hatte nicht länger als eine einzige Minute Bestand. Der königsblaue Neuzugang Goncalo Paciencia prüfte FCB-Schlussmann nach sehenswerter Anfangsphase zweimal, ehe der Triple-Sieger aus München seinen Gästen aus dem Ruhrgebiet zeigte, wer Herr in der menschenleeren Allianz Arena war.

Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick, ohne die fehlenden David Alaba, Tanguy Nianzou und Kingsley Coman, nutzte die erste Annäherung an das von Ralf Fährmann gehütete Gästetor, um in Führung zu gehen. Joshua Kimmich, der nach Thiagos Abschied bereits mit der Rückennummer sechs auflief, fand in der Tiefe Serge Gnabry. Ein feiner Hackentrick reichte, um Verteidiger Benjamin Stambouli ins Leere laufen zu lassen und per linkem Innenrist zu vollenden.

Die Gäste offenbarten insbesondere im Zentrum zu viele Räume, die die Münchner zu nutzen wussten. Bereits nach fünf Minuten hätte es 2:0 stehen können, Robert Lewandowskis Schuss aus kurzer Distanz wurde jedoch von Sebastian Rudy entscheidend geblockt. Auch Leroy Sané hatte sich zu dieser Zeit bereits des Öfteren im Schalker Strafraum blicken lassen, für das zweite Tor der neuen Bundesliga-Spielzeit sorgte jedoch ein anderer ehemaliger Knappe. Kimmich verlängerte eine Gnabry-Hereingabe von der rechten Außenbahn, Thomas Müller legte auf den freistehenden Leon Goretzka auf, der das Leder nach knapp 20 Minuten platziert und mit einem strammen Rechtsschuss in der linken unteren Ecke des Tores unterbrachte.

FC Bayern sorgt für Schalker Debakel: Lewandowski zieht an Rummenigge vorbei

Kam die Elf von Trainer David Wagner in der Folge über die Mittellinie, war die Bayern-Abwehr – am Freitag mit Lucas Hernández statt Alphonso Davies auf der linken Außenverteidiger-Position – zur Stelle. Allzu oft kam es allerdings nicht dazu. Das Geschehen spielte sich vielmehr auf der gegenüberliegende Seite ab, wo die Hausherren an einer möglichst raschen Entscheidung der ersten Saison-Aufgabe interessiert waren – und diese angesichts der Schalker Passivität fanden.

Ozan Kabak brachte Lewandowski nach einer halben Stunde im eigenen Strafraum zu Fall, der die Ausführung des folgerichtigen Elfmeters direkt übernahm und Fährmann per platziertem Schuss in die untere linke Ecke überwand. Damit war der polnische Torjäger zum sechsten Mal in Folge am ersten Bundesliga-Spieltag erfolgreich und zog am zweitplatzierten Karl-Heinz Rummenigge (162) in der ewigen Ligatorschützenliste des Klubs vorbei.

Bayern schlachtet Schalke ab: Gnabry schnürt Dreierpack - Sané mit premieren-Treffer

S04, das seine Reise nach Fröttmaning mit einer Negativserie von insgesamt 16 Ligapartien ohne Sieg antrat, war bereits nach 30 Minuten um Schadensbegrenzung bemüht, doch auch dieses Unterfangen scheiterte an den inexistenten Schalkern. Das Kollektivversagen der Gäste nutzte nach der Pause Gnabry, der sich mit zwei weiteren Toren zum Mann der Partie hervortat. Beide Assists lieferte Sané, der nach dem 6:0 durch Müller seinen Einstand im neuen Dress selbst noch krönte. Zur vollkommenen Demütigung für Schalke kam es jedoch erst, als das eingewechselte Talent Jamal Musiala zum Endstand von 8:0 traf.

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