Viele Namen werden gehandelt

FC Bayern in der Transferzange - Kovac stellt klare Forderung

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Wünscht sich auch fertige Spieler unter den Zugängen: Bayern-Trainer Niko Kovac hofft auf echte Verstärkungen.

Während Niko Kovac seine Spieler auf die Rückrunde vorbereitet, bastelt Hasan Salihamidzic an Transfers. Nun äußert sich auch der Trainer - Talent allein sollen die Neuen nicht mitbringen.

Doha - Im Wüsten-Trainingslager von Doha läuft die Telefonleitung von Sportdirektor Hasan Salihamidzic heiß: Während der Einheiten der Bayern-Stars hat Brazzo permanent das Handy am Ohr. Kein Wunder, das Winter-Transferfenster ist geöffnet und an Namen, die aktuell mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht werden, mangelt es nicht. Spätestens im Sommer, am liebsten schon jetzt, startet der deutsche Rekordmeister seine Transfer-Offensive. Niko Kovac forderte in Katar: „Wir müssen schauen, nicht nur talentierte, sondern auch fertige Spieler zu holen.“ Bayern in der Transfer-Zange!

Die Beispiele von Callum Hudson-Odoi (18/talentiert) und Lucas Hernandez (22/fast fertig) zeigen, wie schwer der Spagat zu bewältigen ist. Auf der einen Seite gibt es mit Hudson-Odoi das Talent aus Chelsea, das sich trotz wenig Spielzeiten bei den Londonern einen Namen bei Top-Klubs gemacht hat und die Transferkasse (ca. 30 Millionen) nicht all zu sehr sprengen würde. Auf der anderen Seite steht mit Hernandez ein gestandener Champions-League-Spieler, amtierender Weltmeister - und obwohl er kein Superstar ist, beträgt seine stolze Ausstiegsklausel 80 Millionen Euro.

Juventus fordert für Dybala dreistellige Millionensumme

Man kann sich ausrechnen, was ein fertiger Superstar kosten würde. Juventus-Sportdirektor Fabio Paratici stellte gegenüber Tuttosport klar, dass sein Verein bei einem Transfer von Paulo Dybala ab Minimum 100 Millionen Ablöse verhandeln würde. Gleich mehrere Spieler dieser Kategorie zu verpflichten, wie es Manchester City oder Paris Saint-Germain in der Vergangenheit getan haben, kann und will sich der FCB nicht leisten.

Thomas Müller sagt: „Wenn lauter junge Spieler kommen, ist die Frage: Gibt man den jungen Spielern auch die Zeit, zwei, drei schwächere Spiele hintereinander machen zu dürfen - ohne dass das ganze System wieder infrage gestellt wird? Die Frage ist, ob du mit 18 die Leistung konstant gut abrufen kannst, wie du es vielleicht mit 24 kannst. Da bin ich dann gespannt, ob die Leute, die den Umbruch proklamieren, geduldig genug sind uns mal zwei, drei schlechte Ergebnisse der Entwicklung zuzugestehen.“

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Müller setzt auf „dieses Unerfahrene, Unerschrockene“

Ähnlich wie für seinen Trainer, ist für den Parade-Bayer die Mischung der zukünftigen Bayern-Mannschaft entscheidend: „Manchmal kann es ja gut sein, dieses Unerfahrene, Unerschrockene - vor allem im Offensivbereich. Wenn du dir nicht Gedanken machst, was passiert bei einem Ballverlust. Wenn es natürlich acht von neunmal in einem Ballverlust endet und wir in einen Konter laufen, ist das anders. Deswegen: Man kann nicht pauschal sagen das und das ist richtig.“

Für Müller ist es selbstverständlich, dass junge Spieler einfach auch Zeit brauchen, um sich zu entwickeln. „Ich stelle es mir nicht leicht vor, als 18-Jähriger bei einem Top-Klub gleich durchzustarten in der jetzigen Phase. Weil die Top-Klubs sind alle doppelt und dreifach besetzt auf allen Positionen. Deswegen ist das für die Vereine und Trainer so eine Herausforderung“, meint der Bayern-Angreifer. Eine Phase ohne Titel kommt an der Säbener Straße nicht infrage.

Kovac versucht den vermeintlichen Jugend-Boom in München so zu erklären: „In der heutigen Zeit sehen Sie ja selbst, was für astronomische Summen man für einen fertigen Spieler zahlen muss. Dann versucht man eben, schon frühzeitig Spieler zu sichten, um sie dann für relativ kleines Geld zu verpflichten.“

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Manuel Bonke

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