Jetzt fehlt auch noch Rodriguez

Taktik und Personal: So will Heynckes in Leipzig bestehen

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Steht vor einer schwierigen Aufgabe: Jupp Heynckes muss mit den Bayern bei RB Leipzig antreten.

Mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig wartet die derzeit wohl höchste Pokal-Hürde auf den FC Bayern. Trainer Jupp Heynckes hat einen Plan für die knifflige Aufgabe.

München - Feuer frei für den Pokal-Kracher zwischen Bayern und Leipzig! Selten lag vor einem Zweitrunden-Duell im DFB Pokal (Anpfiff 20.45 Uhr, hier im Live-Ticker) so viel Anspannung in der Luft. Kein Wunder: Im Falle einer Pleite in der RB-Arena haben die Bayern den ersten Titel der Saison so früh verspielt wie lange nicht. Jupp Heynckes ist überzeugt: „Es wird sicher ein dramatisches, sehr intensives Spiel mit fußballerischen Leckerbissen. Wir müssen eine Top-Leistung bringen, um im DFB Pokal zu bleiben!“

Aber wie will Don Jupp die pfeilschnellen Sachsen ausbremsen? Wer hat nach dem K.o. von Thomas Müller das Kommando auf dem Feld? Und wie sieht es mit den verletzten Spielern aus? Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Bayern setzt auf Pressing

Was plant Heynckes? Der Erfolgstrainer will Feuer mit Feuer bekämpfen. Heißt: Die Bayern setzten am Mittwoch selbst voll auf Pressing - eigentlich die Paradedisziplin der Leipziger. Das ließ Heynckes am Dienstag im geheimen Abschlusstraining üben. Unter den lautstarken Anweisungen von Co-Trainer Peter Hermann mussten Robert Lewandowski und Arjen Robben die Abwehrspieler anlaufen.

Interessant: Auch Corentin Tolisso war ins Pressing mit eingebunden, im Geheimtraining übernahm er den Part des verletzten Thomas Müller hinter Lewy. Javi Martinez und Thiago bildeten die Doppelsechs. Auf die Zehner-Position angesprochen meinte Heynckes am Dienstagmittag: „Ob James Rodriguez oder Thiago - man muss ein ausgewogenes Mittelfeld zusammenstellen. Man hat in Hamburg gesehen, dass auch Corentin Tolisso Szenen in der Offensive haben kann.“ James Rodriguez ist allerdings mittlerweile keine Alternative mehr. Der Kolumbianer kann wegen Rückenproblemen nicht auflaufen und flog nicht einmal mit nach Sachsen. Das teilte der FC Bayern am Dienstagabend mit.

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Heynckes: „Müssen sehr konzentriert und aufmerksam reagieren“

Gut möglich also, dass der Franzose als Müller-Ersatz aufläuft. In jedem Fall erwartet der 72-Jährige von seiner Mannschaft, dass sie taktisch sehr diszipliniert agiert. „Wenn man gegen starke Mannschaften wie Leipzig spielt, muss man sehr konzentriert und aufmerksam reagieren. Natürlich haben wir einen strategischen Plan, aber unser Spiel nach vorne wird sich nicht verändern“, kündigt der Coach an.

Wer übernimmt Müllers Führungsrolle? „Natürlich ist Thomas Müllers Verletzung ein herber Ausfall, aber so etwas gibt es immer wieder, das muss man kompensieren“, meinte Heynckes gestern. Trotz des Müller-Schocks ist der Triple-Trainer überzeugt, dass er heute genügend Spieler auf dem Platz hat, die voran gehen: „Der FC Bayern hat fast nur Nationalspieler und Spielerpersönlichkeiten. Ich denke, dass ein Mats Hummels oder ein Jerome Boateng in diese Rolle schlüpfen können. Jetzt ist Arjen Robben erstmal der Kapitän.“

Bereit zum Training: Mats Hummels hat seine Wehwehchen überstanden.

Hummels wohl in der Startelf

Sind Hummels und Martinez fit? Ja! Beide treten die Reise nach Leipzig auf alle Fälle mit an. „Mats Hummels hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, aber das hat keine allzu große Bedeutung. Mats kann auf die Zähne beißen, aber die Verletzung ist nicht so schlimm, als dass er nicht in der Startelf stehen könnte.“ Martinez habe ganz gut trainiert, aber eine Wettkampf-Situation sei etwas ganz anderes. Ob Heynckes bei ihm Risiko gehe, wisse er aber noch nicht: „Ich bin ein Trainer, der seine Spieler schützt. Er muss mir signalisieren, dass es geht - und dann muss ich überlegen. Er wird auf jeden Fall im Aufgebot stehen, ob er spielt, entscheide ich dann am Spieltag.“

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Mehr Sorgen bereitet da schon Kingsley Coman. Unter Jupp blüht der junge Franzose auf, zeigte in Hamburg eine herausragende Leistung und wurde von seinen Gegenspielern dementsprechend hart attackiert. Die Folge: Knieprellung! Am Abschlusstraining nahm er nicht teil. „Er wird noch weiter behandelt. Aber ich gehe davon aus, dass er von Anfang an spielen wird.“

Manuel Bonke, Jonas Austermann

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