Französische Schauspielerin Danielle Darrieux gestorben

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Vor dem Spiel gegen Juve

Auch Pogba staunt über die Bayern

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Geht schon, Franck! Alaba muntert Ribery beim Abschlusstraining auf.

Turin - Beim FC Bayern soll offensive Wucht gegen Juventus Turin die defensiven Defizite überdecken. Die Spieler haben indes Vertrauen in das Duo Alaba/Kimmich.

Die Sprache der Bilder ist international. Als sich vor einer Woche Mario Mandzukic, der nicht ganz pflegeleichte Stürmer von Juventus Turin, im Kostüm des Batman-Widersachers Joker ablichten ließ, wurde das zurecht als Kampfansage an seinen Ex-Klub FC Bayern und besonders seinen alten Freund Pep Guardiola interpretiert. Großen Eindruck hinterlassen hat das Bild aber nicht. Solche Inszenierungen mögen Fans und Medien gefallen, doch Fußballer lächeln darüber. Ernster nahmen die Bayern die Aufnahmen vom Wochenende: Mandzukic auf dem Trainingsplatz, den Ball am Fuß. Der Mann, der vor anderthalb Jahren die Bayern unter nicht ganz harmonischen Umständen verließ, hat seine Wadenverletzung vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League überwunden. An seiner Entschlossenheit besteht nicht erst seit dem Joker-Foto kein Zweifel.

Karl-Heinz Rummenigge: "Die Situation im Kader entspannt sich langsam"

Eine Sorge der Italiener könnte sich damit gerade noch rechtzeitig in Luft auflösen. Es bleiben aber genug andere. Während in München die Blessuren der kompletten Innenverteidigung ausgiebig beklagt wurden, ging die ähnlich gravierende Personalmisere des Gegners beinahe unter. Auch bei Juve fehlen diverse Abwehrspieler (Chiellini, Caceres, Alex Sandro), und so treffen sich beide Teams in einer ähnlichen Situation. So richtig unversehrt sind sie nur in den vorderen Reihen.

Weil dort ohnehin die große Stärke der Bayern liegt, blickt der Rekordmeister verhalten optimistisch auf die zwei Partien, die für den weiteren Saisonverlauf eine Schlüsselrolle spielen. Sie wissen, dass sie es schwerer als mit Juve nicht hätten erwischen können. „Idealerweise“ solle man in Turin „nicht verlieren und selbst ein Tor schießen“, sagt Karl-Heinz Rummenigge. „Das wäre ein sehr gutes Ergebnis.“ Bei aller Bescheidenheit weist der Vorstandsboss aber auch darauf hin, welcher Umstand ihm Hoffnung macht: „Die Situation im Kader entspannt sich langsam.“

Genau genommen gilt das nur für die Offensive, wo Franck Ribery am Samstag wieder erste Akzente setzte und Mario Götze zumindest als Reservist wieder zur Verfügung steht. Aber die Abteilung Torschuss definiert halt das Spiel der Bayern. In der Liga üben sie eine erdrückende Dominanz aus, die auch jenseits der Alpen respektvoll registriert wurde. Paul Pogba gestand bei Sky, sich viele Spiele der Münchner anzusehen und „wirklich begeistert“ zu sein: „Sie haben viele Spieler, die zu jedem Zeitpunkt den Unterschied ausmachen können.“ Besonders Thomas Müller („unfassbar effektiv“) hat ihm imponiert.

Kimmich: "Kopfzerbrechen bereitet mir gar nichts"

Allen Nöten zum Trotz ist es die Hoffnung der Bayern, dass die offensive Wucht schwerer wiegt als die Defizite vor dem eigenen Tor. Müller hätte zwar in manchen Situationen gerne „einen Zwei-Meter-Mann“ zur Schadensbegrenzung zur Verfügung, aber im Rahmen der geschrumpften Möglichkeiten sind die Bayern mit dem Duo Alaba/Kimmich ziemlich zufrieden und loben es bei jeder Gelegenheit. Der junge Kimmich hat das mit Genugtuung registriert und kontert mit dem Hinweis: „Kopfzerbrechen bereitet mir gar nichts.“

Die Gäste sind darauf eingestellt, dass sie heikle Momente werden überstehen müssen. Aber das ist auch ein Reiz dieses Duells. Matthias Sammer kalkuliert, dass „zweimal die Tagesform entscheidet“, fügt aber gleich hinzu: „Ich freu mich drauf.“ Riberys Rückkehr war für ihn am Samstag Anlass zu der Feststellung: „Große Spieler sind in großen Spielen sehr wichtig.“ Und große Spieler sieht er im Kader immer noch reichlich.

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