Veränderungen in der Winterpause?

Diese Spieler stehen bei Bayern auf der Abschussliste

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Beim FC Bayern könnte es in der Winterpause den ein oder anderen Abgang geben.

München - Der Kader des FC Bayern gehört zu den besten in ganz Europa - klar dass deswegen bestimmte Spieler nicht zum Zug kommen. Wir sagen Ihnen, welche Spieler beim Rekordmeister im Winter auf der Streichliste stehen könnten.

Es ist nicht so, dass FC-Bayern-Trainer Pep Guardiola zur Zeit über einen breiten Kader verfügen kann. Der Katalane muss auf sieben Leistungsträger verzichten - darunter Mario Götze, David Alaba, Arjen Robben, Douglas Costa, Franck Ribéry, Juan Bernat und Medhi Benatia. Thiago Alcantara feierte erst vergangene Woche sein Comeback.

Lange Verletztenliste beim FC Bayern 

Die Verletztenliste der Münchner ist lang und gerade in den letzten Partien vor der Winterpause ist den Bayern durchaus anzumerken, dass sie personell auf dem Zahnfleisch gehen. Der Zustand der Spieler ist nicht perfekt, wir konnten wenig rotieren in den letzten Wochen", meinte Mannschaftskapitän Philipp Lahm nach dem zähen 1:0-DFB-Pokal-Erfolg über Darmstadt.

Der FC Bayern dominiert die Liga

Keine Frage: Auch wenn sich in den letzten Wochen ein paar schwächere Spiele eingeschlichen haben - ein großer Leistungsabfall innerhalb der Mannschaft ist nicht zu beobachten. Die Bayern dominieren nach wie vor in nahezu jedem Spiel. Teilweise mag es einem vorkommen, als hätte Pep Guardiola vor jeder Partie personell die Qual der Wahl. Dabei ergibt sich die Startaufstellung zur Zeit mehr oder minder von selbst.

Trotz dem Verletzungspech kann der FC Bayern auf eine rundum erfolgreiche Hinrunde zurückblicken: Frühzeitige Herbstmeisterschaft, Gruppensieger in der Champions League mit einem neuen Torrekord (19:3) und der souveräne Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Dass die Bayern-Maschine trotz der zahlreichen und häufigen Ausfälle dennoch durch die Wettbewerbe pflügt, ist einer guten Kaderzusammenstellung und natürlich einem guten Stammpersonal zu verdanken. Dennoch sind bestimmte Spieler in der gesamten Hinrunde nahezu gar nicht zum Zug gekommen. Wir sagen Ihnen, wer das ist und warum diese Spieler bei den Bayern auf der Streichliste stehen.  

FC Bayern: So könnte die Streichliste aussehen

Julian Green: Der 20-jährige Stürmer befindet sich in einer kniffligen Situation. Nach dem gescheiterten Leihgeschäft und einer mehr als verkorksten Saison beim Hamburger SV, setzte Julian Green alles auf die Karte FC Bayern. Bereits zur Winterpause lässt sich jedoch sagen, dass der in Florida geborene Green beim FC Bayern vorerst und wohl auch in der Zukunft keinen Platz haben wird. Seine ernüchternde Leistungsstatistik der Hinrunde zählt einen Champions-League-Einsatz über 61 Minuten.

Green wurde primär in der Regionalliga Bayern eingesetzt. Dort konnte er in 19 Partien acht Treffer erzielen und vier Tore vorlegen. Green ist mit seinen 20 Lenzen zwar noch jung - für einen Spieler mit seiner Qualität ist die Regionalliga jedoch auf Dauer zu schwach. Ein weiteres Leihgeschäft scheint die richtige Lösung - ein dauerhafter Wechsel kommt ebenso in Frage.
Wahrscheinlichkeit eines Wechsels im Winter: 70 %

Jan Kirchhoff: Der mittlerweile 25-Jährige kam zur Saison 2013/2014 ablösefrei vom FSV Mainz 05 zu den Bayern und wurde bereits in darauffolgenden Winterpause an Schalke 04 ausgeliehen. Doch auch in Gelsenkirchen konnte Kirchhoff keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, was jedoch größtenteils seinem Verletzungspech geschuldet war. Seit seiner Ankunft auf Schalke fiel der gebürtige Frankfurter sage und schreibe 430 Tage aus.

Hartnäckige Verletzungen (Syndesmosebandriss, Innenbanddehnung im Knie, Sehnenreizung und Achillessehnenreizung) ließen ihn nie richtig in Tritt kommen. Seit der aktuellen Saison ist Kirchhoff wieder in München und bestritt seitdem ein Spiel in der Regionalliga über 90 Minuten und wurde im DFB-Pokal gegen Darmstadt in der Nachspielzeit eingewechselt. Seine Tage beim Rekordmeister scheinen gezählt. Ein Wechsel im Winter gilt als sehr wahrscheinlich.
Wahrscheinlichkeit eines Wechsels im Winter: 90 % 

Gianluca Gaudino: Der Sohn des ehemaligen Fußballers Maurizio Gaudino kommt aus der Bayern-Jugend und arbeitete sich bis zu den Profis hoch. Vergangene Saison schien der 19-Jährige einen großen Entwicklungsschritt gemacht zu haben. Pep Guardiola setzte den Youngster in acht Bundesligaspielen ein. Hinzu kamen ein Auftritt im DFB-Pokal und sogar sein Champions-League-Debüt gegen ZSKA Moskau. Nicht nur sein Vater sprach davon, dass er den Durchbruch beim FC Bayern schaffen werde.

Viele Experten hielten ihn für das neue Mittelfeldjuwel. Seitdem ist es jedoch um Gaudino ruhig geworden. In der aktuellen Spielzeit stand der 1,74 Meter große Mittelfeldspieler lediglich für die zweite Mannschaft in der Regionalliga auf dem Platz. In 18 Partien kam Gaudino auf eine Torvorlage - eine eher magere Ausbeute. Gaudinos großes Talent ist unbestritten, doch um seine Entwicklung weiter voranzutreiben, braucht es Spiele mit den Großen. Zur Zeit scheint im A-Kader der Bayern jedoch kein Platz zu sein. Ein Verkauf steht wohl aber nicht zur Debatte - ein Leihgeschäft wäre sinnvoll.
Wahrscheinlichkeit eines Wechsels im Winter: 50 %

Sinan Kurt: Was ist nur aus Sinan Kurt geworden? Zur Saison 2014/2015 wechselte der Linksaußen für 2,5 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu den Bayern. Der Abgang von der Borussia und die Entscheidung, den Schritt nach München zu wagen, wurde vielerorts kritisch beäugt. Viele Experten waren der Auffassung, ein Wechsel käme zu früh. Bisher sollten sie Recht behalten.

In seinem ersten Jahr bei den Bayern kam er auf einen Einsatz bei den Profis. In der zweiten Spielzeit lief er ausschließlich für die Amateure auf und konnte dabei einen Treffer erzielen und drei Torvorlagen geben. Noch im Sommer schloss sein Berater ein Leihgeschäft aus - ein fester Wechsel scheint sowieso ausgeschlossen. Vielleicht setzen sich Kurt und der FC Bayern im Winter noch einmal zusammen und erörtern die Möglichkeiten einer Leihe. Ein Abgang scheint aber eher unwahrscheinlich.
Wahrscheinlichkeit eines Wechsels im Winter: 40 % 

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