Keine Zerrung, keine schwere Muskelverletzung

Götze reist mit Pferdekuss in die USA

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Mario Götze.

München - Nach Gibraltar ist vor den USA. Zumindest für Mario Götze. Nach zwei Wochen auf Ibiza steht für ihn ein Trip in die Staaten an, und das Gute ist, dass sein Oberschenkel ihm nicht beim Sightseeing in die Quere kommen dürfte.

Beim 7:0-Ballerfestival gegen den Fußballzwerg aus Gibraltar sorgte Götze in Minute 35 nämlich für einen kleinen Schreck. Der 23-Jährige musste verletzt raus, bereits nach der Partie gaben der Bundestrainer und Götze selbst jedoch Entwarnung. „Mario hat einen Pferdekuss bekommen, da ist einer in seinen Oberschenkel reingelaufen. Bluterguss, keine Zerrung, keine schwere Muskelverletzung. Es ist einfach eine Prellung, er konnte sich irgendwie nicht mehr bewegen“, sagte Löw bei RTL. Götze fügte an: „Alles gut. Ich habe einen Schlag bekommen, der Muskel ist ein bisschen fest geworden, aber es ist nicht dramatisch. Keine schwere Verletzung, nur eine Vorsichtsmaßnahme.“

Welche Maßnahmen Ilkay Gündogan demnächst ergreift, erscheint bis dato noch nicht so klar. Fakt ist, dass der Noch-Borusse mit Vereinen wie Barcelona, Manchester United und den Bayern turteln soll, was ihm den Vorwurf eingebracht hat, er würde sämtliche Parteien gegeneinander ausspielen. Kein Wunder also, dass der Nationalspieler sich in Faro der Presse stellte und diese Anschuldigungen von sich wies. „Wir sind im ständigen Austausch mit dem BVB“, so Gündogan. „Die sind über alle Schritte informiert. Man muss sich jetzt sehr reif überlegen, was als Nächstes kommt. Da werde ich mir in den nächsten Tagen und Wochen intensive Gedanken machen“, so der 24-Jährige, der mit Manchester United und, dann ab Januar, mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht wird.

In jedem Fall ließ er wissen: „Ich halte niemanden hin oder bin gierig oder versuche, jemanden abzuzocken. Im Gegenteil. Was pressetechnisch immer ans Tageslicht kommt, kann man nicht immer beurteilen.“ Was man in Faro hingegen relativ gut beurteilen konnte, war, dass Bastian Schweinsteiger lieber seine Finger von Elfmetern lassen sollte. In Minute zehn trat der Kapitän zu einem Strafstoß an, der die Mannschaft bereits früh hätte in Führung bringen können, scheiterte jedoch kläglich an Gibraltar-Goalie Jordan Pérez. Das Tor hätte einiges einfacher machen können, so stand es zur Halbzeit nur 1:0. Und das auch, weil für Löw die Chancenverwertung „an der Grenze zur Arroganz“ stand.

So kam es, dass der Trainer zur Pause in der Kabine „etwas deutlicher werden musste“. Auf der anderen Seite war die Freude über Hälfte eins und vor allem den vereitelten Strafstoß riesig. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich einen Elfmeter von Schweinsteiger halten kann“, so der Keeper aus Gibraltar, der von Beruf Feuerwehrmann ist. „Er hat zunächst in die andere Ecke geschielt, aber ich bin bei meiner Ecke geblieben und einfach draufgegangen.“ Schweinsteiger selbst versuchte es mit Humor zu nehmen. „Ich bin froh, wenn Thomas Müller zurückkehrt und die Elfmeter schießt“, so der Münchner nach der Partie. „Er hat jetzt auf jeden Fall einen Konkurrenten weniger.“ Dürfte auch Müller selbst nicht anders sehen. Und sollte nichts dazwischen-kommen, ist er Anfang September gegen Polen auf jeden Fall dabei!

lop

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