Sechs Spieler vorübergehend abgegeben

Fein, Früchtl, Cuisance und Co.: So laufen die Leihen der Bayern-Talente

Adrian Fein jubelt nach einem Tor.
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Jubel nach dem Premierentor: Adrian Fein im Trikot der PSV Eindhoven.

Der FC Bayern hat im Sommer einige Nachwuchstalente verliehen - in der Hoffnung, dass die sich weiterentwickeln. Die tz blickt auf Adrian Fein und Co.

  • Gleich sechs Spieler hat der FC Bayern im Sommer an andere Klubs ausgeliehen.
  • Vor allem Christian Früchtl und Sarpreet Singh haben beim 1. FC Nürnberg zu kämpfen.
  • Mehr Hoffnung macht der Blick in die Niederlande zu Adrian Fein und Oliver Batista Meier.

München - Serge Gnabry hat es vorgemacht. Der Offensivspieler war vor drei Jahren der letzte Bayern-Spieler, der nach einer Ausleihe in München so richtig durchgestartet ist. Heuer hat der FC Bayern sechs Nachwuchskräfte vorübergehend abgegeben, die tz beleuchtet die Münchner Leihspieler.

Christian Früchtl (20, 1. FC Nürnberg): Der letztjährige Stammkeeper der Bayern-Amateure zog aus, um Spielpraxis oberhalb der 3. Liga zu sammeln. Das klappte bislang allerdings gar nicht. Früchtl ist hinter Christian Mathenia (28) nur die Nummer zwei, wartet noch auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz. Das dürfte dem Rekordmeister missfallen. Nürnbergs Sportvorstand Dieter Hecking sagte der Bild dazu: „Das mag sein. Aber wir müssen zuerst auf uns schauen.“ Nicht das erste Mal, dass der FC Bayern und der Club bei einem Leihgeschäft unterschiedliche Vorstellungen haben. Schon bei Timothy Tillman in der Saison 2018/2019 hatten sich die Münchner viel mehr Spielzeit für ihr Talent versprochen.

FC Bayern: Reift Adrian Fein an der Seite von Mario Götze?

Sarpreet Singh (21, 1. FC Nürnberg): Auch die Ausleihe des neuseeländischen Nationalspielers läuft bisher nicht wie erhofft. Mittelfeldmann Singh wollte in Nürnberg „ein besserer Fußballer“ werden. Nach zwei Startelf-Einsätzen zu Saisonbeginn fand sich Singh, der körperlich Probleme hat in Liga zwei, nur noch auf der Bank wieder. Im November musste der Neuseeländer aus privaten Gründen für drei Wochen in die Heimat reisen. Immerhin: Singh stand am 20. Dezember gegen Aue (1:0) wieder in der Startformation.

Adrian Fein (21, PSV Eindhoven): Gemeinsam mit Mario Götze verstärkte Fein im Sommer die deutsche Kolonie bei der PSV. „Wir sind davon überzeugt, dass Adrian eine Führungsrolle übernehmen und seine Qualitäten weiter ausbauen wird“, hatte Hasan Salihamidzic, Sportvorstand des FC Bayern, erklärt. Diese Hoffnung ist bislang nicht erfüllt worden. Fein stand kein einziges Mal in der Startelf, meist reicht es nur zu Kurzeinsätzen. Im Dezember ging’s allerdings aufwärts: Als Joker schoss Fein sein Premierentor und legte drei Treffer vor.

FC Bayern: Cuisance scheitert mit Marseille in der Champions League

Michael Cuisance (21, Olympique Marseille): Das Ziel des Franzosen in der Heimat: mehr Spielzeit. Bisher kam der Mittelfeldmann auf 15 Einsätze (null Tore, eine Vorlage), vor allem in der Champions League war Cuisance beim Gruppenletzten Marseille allerdings nur Ergänzungsspieler.

Da geht‘s lang: Marseille-Coach Andre Villas-Boas (rechts) mit Michael Cuisance.

Oliver Batista Meier (19, SC Heerenveen): Der Offensivmann gehört fest zur ersten Elf der Niederländer, erzielte bisher ein Tor und steuerte zwei Vorlagen bei. Die Eredivisie erweist sich als guter Schritt für den 19-Jährigen.

Lars Lukas Mai (20, SV Darmstadt): Egal, ob Dreier- oder Viererkette: Der Innenverteidiger spielt immer. Nur ein Mal musste Mai nach Gelb-Roter Karte aussetzen.

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