Junger Franzose ein Lichtblick bei Mainz-Niederlage

Boateng und Alaba vor Abschied: Nächster Abwehr-Star steht längst bereit - er ist erst 18 Jahre alt

Bei den Glanzleistungen des Flick-Teams wird das jüngste Match gegen Mainz garantiert nicht vorkommen. Doch mit dem Auftritt des 18-jährigen Talents Nianzou war ein echter Lichtblick zu erleben.

Mainz/München – Die Vorschusslorbeeren waren enorm für Tanguy Nianzou (18). Fußball-„Professor“ Ralf Rangnick attestierte dem jungen Franzosen vor einiger Zeit, einer der besten Innenverteidiger der nächsten zehn Jahre werden zu können. Und Zsolt Löw, der als Co-Trainer von Thomas Tuchel bei Paris Saint-Germain täglich mit Nianzou arbeitete, urteilte: Das größte Talent, das er je gesehen habe. Seine Fähigkeiten ließ der Youngster nach seiner Einwechselung in Mainz nun auch im Trikot des FC Bayern* aufblitzen. Nianzou war beim 1:2 der Beste im ansonsten schwachen Münchner Team.

FC Bayern verliert gegen Mainz: Doch Nianzou wird von Flick gelobt

Ein Blick auf seine Statistik in der zweiten Halbzeit: In 45 Minuten gewann Nianzou fünf von fünf Kopfballduellen und elf von zwölf Zweikämpfen. Mit einer Passquote von 88 Prozent sorgte er zudem für Sicherheit im Spielaufbau. Dabei ging Nianzou oftmals erst ins Dribbling, um sich die nötigen Räume für ein mutiges Passspiel zu schaffen. „Er hat eine sehr schwere Phase mit seinen zwei Verletzungen gehabt und es heute sehr souverän gemacht. Das freut uns alle“, lobte Bayern-Trainer Flick* seinen jungen Abwehrmann.

Starker Auftritt: Der 18-jährige Tanguy Nianzou (l.), hier gegen den Mainzer Quaison.

Nianzou hat mit seiner höflich-zurückhaltenden Art die Herzen an der Säbener Straße im Sturm erobert. Während seiner langen Verletzungspause lernte er fleißig Deutsch und beherrscht die Sprache jetzt schon besser als so mancher Teamkollege, der schon länger in München unter Vertrag ist. „Am Anfang war es sehr schwer, aber mittlerweile verstehe ich viel mehr“, erklärte er in einem Interview auf der Internetseite des Vereins. Wegen seiner Verletzungen habe er sich besonders das Wort „Untersuchung“ eingeprägt. Die überwundene Sprachbarriere erleichtert die Integration auf und neben dem Platz.

Der Nachwuchs-Nationalspieler hat bei seinen wenigen Auftritten bewiesen, dass er nach den anstehenden Abgängen von David Alaba* und Jerome Boateng* bereits nächste Saison mehr sein kann, als ein talentierter Ersatzspieler in der neu formierten Bayern-Innenverteidigung um Lucas Hernandez*, Niklas Süle* oder Bald-Bayer Dayot Upamecano.  bok

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Rubriklistenbild: © epa/Alexander Scheuber

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