Fußball-Professor adelt Neuzugang

„Absolutes Ausnahmetalent“: Wird ein Super-Schnäppchen von Salihamidzic der nächste Bayern-Star?

Der FC Bayern trennt sich zum Saisonende von zwei renommierten Innenverteidigern. Wer soll das Duo beerben? Ein Experte erläutert die Lösung - und bereitet RB Leipzig Sorge.

  • Die Zeichen zwischen dem FC Bayern München und dem Duo David Alaba/Jerome Boateng stehen auf Trennung.
  • Gerät der Triple-Sieger 2020 personell unter Zugzwang? Mitnichten, meint „Fußball-Professor“ Ralf Rangnick.
  • Der Experte sieht im Kader des FCB einen jungen Spieler, dem die Zukunft gehört: Tanguy Nianzou Kouassi.
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München - Mit der klaren Ansage an David Alaba und dessen Berater statuiert der FC Bayern München ein Exempel, das in Zeiten der Corona-Krise als bedeutungsvolles Zeichen gewertet werden kann. Mit Jerome Boateng wird ein weiterer Abwehrspieler den deutschen Rekordmeister nach dem Ende der laufenden Saison verlassen.

Von einer Kurzschlussreaktion darf man nicht ausgehen: Die sportliche Führung um Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat erfahrungsgemäß längst Pläne in der Schublade, um den Personalverlust in der Defensive abzufangen. Im „Doppelpass“ von SPORT1 analysierte Experte Ralf Rangnick, der bis Sommer 2020 für Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig tätig war, wie sich der FCB für die kommende Saison in diesem Mannschaftsteil wappnen wird.

FC Bayern: Alaba und Boateng gehen? Tanguy Nianzou Kouassi „ein absolutes Ausnahmetalent“

Wenn es nach dem Mann geht, der selbst schon mit einem Engagement in München in Verbindung gebracht wurde, wird Neuzugang Tanguy Nianzou Kouassi ein mehr als würdiger Ersatz - und „innerhalb eines Jahres Stammspieler“. Voraussetzung laut Rangnick: dass der Franzose, der im Sommer ablösefrei von Paris St. Germain verpflichtet wurde, verletzungsfrei bleibt.

Auf Abschiedstournee mit dem FC Bayern: die CL-Sieger Jerome Boateng und David Alaba.

Der 62-Jährige tätigt seine Einschätzung nicht von ungefähr: „Ich war selber zwei Jahre mit dem Spieler und den Eltern in Kontakt, das ist ein absolutes Ausnahmetalent“, schildert Rangnick. Für den Schwaben, der 2020 ein kurzes Techtelmechtel mit dem AC Mailand hatte, ist Nianzou einer der besten Innenverteidiger „der nächsten zehn Jahre“. Rangnick befürwortet die Strategie des FC Bayern: Die Verjüngung des Kaders muss vollzogen werden, neben dem 18-jährigen Franzosen könnte der Klub von Trainer Hansi Flick noch einen weiteren Defensivstrategen für die nächste Saison verpflichten.

FC Bayern München: Wird bei RB Leipzig gewildert? „Fußball-Professor“ sieht zwei Kandidaten

„Fußball-Professor“ Rangnick vermutet, dass der FCB Hunderte Kilometer nordöstlich in Leipzig wildern könnte: Dayot Upamecano gilt schließlich schon länger als Schwarm des deutschen Serienmeisters: „Rein physisch haben die Bayern auch in den direkten Duellen schon gesehen: Weglaufen tut ihm niemand.“ Allerdings habe er ab und an im Spiel nach vorne noch einen Risikoball drin, „was er aber sicher noch lernen wird“, so Rangnick. Zudem wurde vergangene Woche über ein Interesse an einem weiteren Leipziger berichtet.

Allerdings bringt TV-Experte Rangnick nun noch einen weiteren RB-Leipzig-Spieler ins Gespräch: „Wenn Ibo Konate wieder fit ist, sehe ich ihn auf dem gleichen Level“, so der 62-Jährige weiter. Ibrahima Konaté wurde in Paris geboren, ist ebenfalls Franzose und steht bereits seit 2017 im Kader von RB Leipzig. Muss sich der CL-Halbfinalist also große Sorgen um seine Innenverteidigung machen?

Nicht zu vergessen: Mit Niklas Süle, Senkrechtstarter Lucas Hernandez und Weltmeister-Kollege Benjamin Pavard hat Bayern München weitere potenzielle Innenverteidiger von Weltformat im Kader. (PF)

Rubriklistenbild: © Stefan Matzke / sampics

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