Rückennummer wurde schon neu vergeben

Paris Saint-Germain möchte einen DFB-Star loswerden - wird er jetzt ein Bayern-Kandidat?

Julian Draxler Thilo Kehrer
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DFB-Verteidiger Thilo Kehrer (Mitte) könnte Paris offenbar verlassen.

Bei Paris Saint-Germain hat ein DFB-Star nach dem Transfer von Sergio Ramos und Achraf Hakimi wohl keine Zukunft mehr. Schlägt der FC Bayern jetzt zu?

Paris - Mit dem Transfer von Sergio Ramos sendete Paris Saint-Germain jüngst nicht nur ein Zeichen an die Konkurrenz, sondern auch an seine Stars. Der Kampf um die Stammplätze in der Defensive wird immer enger, weshalb Thilo Kehrer aktuell keinen einfachen Stand hat. Der deutsche Nationalspieler hatte bereits in der vergangenen Saison keinen Stammplatz im Star-Ensemble der Franzosen, nun steht er auf dem Abstellgleis.

Thilo Kehrer: Muss er vor der Konkurrenz bei Paris-Saint Germain fliehen? Ein Klub ist bereits interessiert

Sergio Ramos übernahm nach seinem Wechsel sogar die Rückennummer des Tübingers und läuft fortan mit seiner 4 auf dem Trikot auf. Kehrer bekam stattdessen die 24, beim Vorbereitunggspiel gegen den FC Augsburg am Mittwoch trug er diese bereits. Die Pariser holten zusätzlich zum Routinier Ramos auch den Ex-Dortmunder Achraf Hakimi für stolze 60 Millionen Euro, womit Kehrers Nebenposition auf der rechten Abwehrseite ebenfalls mit einem Weltklassespieler besetzt ist.

In der Saisonplanung des französischen Pokalsiegers spielt Kehrer lokalen Medienberichten zufolge somit keine große Rolle. Wie die L´Équipe schreibt, ist PSG nicht abgeneigt, den Defensivspieler ziehen zu lassen, sollte eine angemessene Offerte eintreffen.

Allerdings liegt die Schmerzgrenze des Champions-League-Finalisten bei 20 Millionen Euro, eine vergleichsweise angebrachte Summe. Die Hauptstädter blätterten im Sommer 2018 noch 37 Millionen Euro für den damaligen Schalke-Profi hin. Der Sportzeitung zufolge hat ein Klub bereits seine Fühler ausgestreckt, der FC Arsenal beschäftigt sich demnach mit dem Schwaben, dessen Vertrag bei Paris noch bis 2023 läuft.

Thilo Kehrer: DFB-Star soll PSG wohl verlassen - FC Bayern hätte in möglichem Poker einen Vorteil

Unter den aktuellen Umständen dürften auch die Bayern zumindest die Ohren gespitzt haben. Ein 24-jähriger deutscher Nationalspieler, der über internationale Erfahrung verfügt – das klingt nach dem Anforderungsprofil der Münchner.

Vereinspräsident Herbert Hainer bekräftigte kürzlich erneut, dass man im Sommer keine großen Transfersummen investieren werde. Zuletzt sollen sich die Bayern beim FC Barcelona über Leih-Optionen verschiedener Verteidiger informiert haben. Das kostengünstigere Modell könnte möglicherweise auch im Fall Kehrer funktionieren.

Sollten die Bayern in Erwägung ziehen, den DFB-Spieler zu holen, hätte man bereits einen kleinen Vorteil. Denn Kehrers Berater Roger Wittmann ist bei den Bayern keineswegs ein Unbekannter. Einer der vielen prominenten Klienten seiner Firma ROGON ist Eric Maxim Choupo-Moting, der erst im Oktober vergangenen Jahres aus Paris zum Rekordmeister wechselte, allerdings ablösefrei. (ajr)

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