Interview mit Mail on Sunday

Thomas Müller scherzt mit der englischen Presse - und spricht plötzlich über Zombies

Thomas Müller
+
Thomas Müller hinterließ im Interview mit der englischen Mail on Sunday Eindruck.

Bayern-Star Thomas Müller gibt der englischen „Mail on Sunday“ ein launiges Interview, in dem über seine Spielphilosophie, Pep Guardiola und Jamal Musiala plaudert.

München - Thomas Müller sorgt auf der Insel für Schlagzeilen - zur Abwechslung abseits des Rasens. In einem Video-Interview mit der englischen Zeitung Mail on Sunday gibt der Bayern-Star den Spaßvogel und trifft damit den Geschmack der Leser. Diese loben das „großartige Interview“ und den „bescheidenen“ und „witzigen“ Spielmacher in den Kommentaren. Sind Müllers kurzweilige Interviews in Deutschland legendär, kommen nun auch die Engländer auf den Geschmack von „Radio Müller“.

Thomas Müller: Verteidiger schauen wie „Zombies“

Im Gespräch mit Rob Draper gibt der Bayern-Star tiefe Einblicke in seine Spielphilosophie. Vor allem seine Erklärung des „Raumdeuters“ sorgt für Schmunzeln. „Im Fußball gibt es viele Schlüsselmomente“, holt Müller aus. „Der Ball ist auf der linken Seite, der linke Angreifer dribbelt, aber es gibt keine Möglichkeit vorbeizugehen, deshalb passt er nach hinten. Vielleicht zum defensiven Mittelfeldspieler oder Verteidiger. Jeder gegnerische Verteidiger schaut dann auf den Ball wie ein Zombie.“ Der 31-Jährige rückt daraufhin nahe an die Kamera, zieht eine Grimasse und ruft „Urrrghhhh“. Eine Zombie-Imitation, die für Lacher sorgt.

Dass „Radio Müller“ nicht nur Comedy im Programm hat, zeigt der Mittelfeldspieler anschließend. Anschaulich erklärt er, wie die gegnerische Verteidigung mit einem Querpass ausgehebelt werden kann, um so zu einer Torchance zu kommen. Die Analyse beeindruckt, sodass Rob Draper im Anschluss die Erfolge des Bayern-Stars hervorhebt. Ohne eine „göttliche Gabe“, wie Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi sie hätten, sei Thomas Müller ein „Seriensieger“, so Draper.

Thomas Müller plaudert über Ex-Coach Guardiola und verteidigt Musiala-Entschluss

Der Weltmeister und zweimalige Champions-League-Sieger Müller feierte auch unter Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola große Erfolge. Zwar verpassten die Münchner unter der Amtszeit des Katalanen den angestrebten Königsklassen-Titel, in der Bundesliga stellten die Bayern jedoch Rekorde auf. Guardiola ist inzwischen beim englischen Top-Club Manchester City an der Seitenlinie tätig und feierte mit den „Skyblues“ zweimal die englische Meisterschaft. In seiner Bayern-Zeit habe der Katalane den Spielern „bei jedem Training in den Hintern getreten“, so Müller. Ein mögliches Aufeinandertreffen der Bayern und Manchester City in der Champions League wird auf der Insel mit Spannung erwartet. Besonders ein Spieler auf Seiten der Münchner würde dann im Rampenlicht stehen.

„Ich weiß nicht, ob wir ihn gestohlen haben!“, protestiert Thomas Müller in Bezug auf Jamal Musiala scherzhaft. Sein Bayern-Teamkollege feierte am jüngst sein Debüt für die DFB-Auswahl, zuvor war er in der englischen U21 im Aufgebot. Müller sei „sehr glücklich“, dass Musiala sich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden habe. Das 18-jährige Supertalent im Diensten des Rekordmeisters hätte auch für die „Three Lions“ auflaufen können.

Mit seiner Expertise hinterlässt Thomas Müller im Interview Eindruck. Für einen Fan steht in den Kommentaren fest: „Thomas Müller wird ein großartiger Trainer - wie Pep [Guardiola]“. (jjf)

Auch interessant

Kommentare