Ur-Bayer witzelt im Bayern-Trainingslager

Müllers kurioser Einkaufszettel-Vergleich über Flick: “Ich vergleiche das gerne mit einer Frau ...“

Thomas Müller ist selten um einen Spruch verlegen. Auch im Trainingslager in Katar hat der Ur-Bayer dies bewiesen. Aber auch nachdenklich wurde er - beim Thema Niko Kovac.

  • Der FC Bayern München bereitet sich in Katar auf die Rückrunde vor.
  • Thomas Müller wagte sich an einen Vergleich, was die Arbeit von Trainer Hansi Flick angeht.
  • Müller macht kein Geheimnis daraus, dass er unter Niko Kovac unzufrieden war.

Doha - Kurioser Vergleich im Trainingslager: Thomas Müller erinnert die Arbeit von Hansi Flick an einen Lebensmittel­einkauf. „Hansi hat ganz klare Vorstellungen, die er umgesetzt haben will und an die sich die Spieler halten müssen. Es ist als Trainer ganz entscheidend, dass du klare Ansagen machst. Daran müssen sich alle halten. Ich vergleiche das gerne mit einer Frau oder einer Freundin, wenn sie dich zum Einkaufen schickt. Wenn du einen Einkaufszettel dabeihast, weißt du genau, was du zu tun hast. Wenn sie sagt ‚Geh mal Einkaufen, damit wir ein schönes Abendessen haben‘, ist die Gefahr groß, dass das Abendessen eher nix wird“, sagte Müller spitzbübisch.

Der Offensivspieler ist überzeugt: Wenn eine Mannschaft nach einem bestimmten Muster spielt und merkt, dass das funktioniert, sei man auch weniger abhängig von einzelnen Personalien. „Wenn das Gesamt-System funktioniert, ist es nicht entscheidend, welche Namen auf den Trikots stehen. Natürlich bringt jeder mit seiner individuellen Klasse verschiedene Profile auf den Platz, aber wenn schon mal wieder das Selbstvertrauen da ist, dass jeder weiß, was der Nachbar macht, dann kann jeder mit der Situation besser umgehen“, erklärte der Vizekapitän des Rekordmeisters.

Müller über Kovac: „Keine einfache Zeit“

Für ihn persönlich gab es vor allem unter Flick-VorgängerNiko Kovac eine Periode, in der er absolut nicht zufrieden war: „Wenn man mal von der Bank kommt, ist das kein Problem – aber da habe ich sechsmal in Folge nicht gespielt. Das war natürlich keine einfache Zeit.“ Alles in allem war es für Müller trotz aller Widrigkeiten unter Kovac trotzdem ein schönes letztes Halbjahr: „Es war eine Prüfung und ich habe diese zumindest vom Gefühl her gut bestanden. Und deswegen gehe ich eher gestärkt und mit ziemlich viel Selbstvertrauen aus dieser Situation heraus, als dass es mich zurückwirft. Wenn du nach all den Jahren etwas extremer auf den Prüfstand gestellt wirst und dir so ein bisschen selber die Bestätigung erarbeitest, dass du es noch immer draufhast, dann ist es ein gutes Gefühl.“

Aus Vereinssicht bewertet Müller die Hinrunde der laufenden Saison als turbulent. Er macht keinen Hehl daraus, dass die aktuelle Tabellenplatzierung für den Meisterschaftskampf nicht perfekt ist: „Wir standen schon mal besser da imTrainingslager in Doha. Auch wenn wir noch in allen Wettbewerben dabei sind, hängen wir in der Bundesliga zurück.“ Darum hofft Müller, dass die Münchner Aufholjagd auf Spitzenreiter RB Leipzig im Sommer ein erfolgreiches Ende findet – das richtige Rezept haben die Bayern-Stars dank Flicks Einkaufszettel-Taktik mittlerweile ja wieder parat. 

Manuel Bonke

Der FC Bayern München sucht auf dem Transfermarkt Verstärkungen. Wilfried Zaha aus der Premier League gilt als Kandidat. Doch es hakt an einer Stelle.

Robert Lewandowski gehört mittlerweile zur älteren Spielergeneration. Den Hype um immer jüngere Spieler

sieht er kritisch

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Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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