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Ausländischer Klub lehnte Thomas Müller ab – Präsident enthüllt seine kuriose Begründung

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Von: Antonio José Riether

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Spielt seit 2000 beim FC Bayern: Thomas Müller.
Spielt seit 2000 ununterbrochen beim FC Bayern: Thomas Müller. © Frank Hoermann/imago-images

Zu Beginn seiner Profikarriere wurde Thomas Müller einem ausländischen Klub angeboten. Der Verantwortliche erinnert sich an den Grund für die Absage an die Bayern.

München – Am Freitagabend bestreitet Thomas Müller beim FC Augsburg sein 600. Pflichtspiel für den FC Bayern, nur Sepp Maier und Oliver Kahn liefen öfter für die Münchner auf. Der Offensivspieler ist beim FCB nicht wegzudenken, und das nicht nur aufgrund seiner sagenhaften 220 Treffer und 230 Vorlagen, die ihm bisher im Trikot des Rekordmeisters gelangen. Wie ein Bericht aus der Schweiz offen legt, wäre die Identifikationsfigur beinahe in eine sportlich relativ bedeutungslose Liga abgeschoben worden, es sollte jedoch ganz anders kommen.

FC Bayern: Vereinslegende Müller landete beinahe im Ausland - „Man hat uns Thomas angeboten“

In der Saison 2008/09 fasste Müller als 18-Jähriger Fuß in der zweiten Mannschaft des FC Bayern: In der neu gegründeten dritten Liga traf er in 32 Saisonspielen 15-mal und legte weitere fünf Treffer auf. Unter Jürgen Klinsmann und Jupp Heynckes kam der Weilheimer in jener Spielzeit zu seinen ersten fünf Kurzeinsätzen. Die Bayern hatten offenbar vor, ihrem Sturmtalent höhere Spielpraxis zu ermöglichen und boten Müller in der Schweiz an.

„Das war tatsächlich so“, bejahte Ancillo Canepa, damals und heute Präsident des FC Zürich, gegenüber der Schweizer Zeitung Blick. „Man hat uns Thomas, der damals in der U23 von Bayern München spielte, angeboten“, erzählte er weiter, musste jedoch rückblickend einen Fehler einräumen. Canepa beschloss nach gemeinsamem Videostudium mit dem ehemaligen FCZ-Sportchef Fredy Bickel, Müller nicht zu verpflichten. Den Grund für die Absage an den FC Bayern erinnert sich Canepa noch im Detail.

FC Bayern: Thomas Müller wurde in der Schweiz angeboten - kurioser Vergleich verhinderte Transfer

Der 68-jährige Präsident begründete seine Entscheidung mit einem unschönen Tiervergleich. „Ich sagte: ‚Er ist so groß und läuft wie eine Ente.‘“, gab Canepa zu: „Ja … das habe ich gesagt“. Offenbar sahen die Züricher Verantwortlichen in Müllers unkonventioneller Spielweise nicht die Qualitäten, die der spätere Bayern-Coach Louis van Gaal bemerkte. Der heutige Coach der niederländischen Nationalelf machte ihn in der folgenden Saison zum Stammspieler, Müller wurde zur Vereinslegende.

Doch der Weltmeister von 2014, der später auch ein Angebot aus England ausschlug, ist nicht der einzige spätere Bayern-Star, den die Züricher ablehnten. „David Alaba hätten wir auch haben können“, verriet Canepa. Der Österreicher, der sich zur laufenden Saison Real Madrid anschloss, machte über den Umweg Hoffenheim seinen Weg. Für die Züricher lief es seither unrund, der Meistertitel aus der Saison 2008/09 blieb vorerst der letzte, zwischendrin stieg der Klub sogar für eine Spielzeit in die zweite Liga ab. (ajr)

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