Tiger spricht Klartext

Gerland-Ende bei Bayern: Folgt er Flick zum DFB? Tiger packt selbst über Abschied aus

Der überraschende Abschied Hermann Gerlands vom FC Bayern löste wilde Spekulationen aus. Folgt er Hansi Flick zum DFB?

Update vom 26. Mai, 20.20 Uhr: Hermann Gerland geht, genauso wie Hansi Flick verlässt er den FC Bayern. Doch arbeiten sie künftig dennoch zusammen? Es kursieren Gerüchte, die Gerland mit dem DFB in Verbindung bringen, der neuen Arbeitsstelle von Flick.

Die Bild berichtet, dass Flick beim DFB den konkreten Wunsch hat, weiter mit dem „Tiger“ zusammenzuarbeiten.

Und das DFB-Interesse an Bayern-Mitarbeitern geht noch weiter: Fitness-Chef Prof. Dr. Holger Broich (46) erhielt laut der Zeitung ebenfalls eine Anfrage vom Verband. Da Neu-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann diesem aber signalisierte, dass er weiter mit ihm plane, wird er den Isarstädtern aber wohl erhalten bleiben.

Gerland-Ende: Tiger packt selbst über Abschied aus - und erzählt von Gespräch mit Rummenigge

Erstmeldung vom 25. Mai, 11.53 Uhr: München - Nach insgesamt 25 Jahren endet im Sommer die erfolgreiche Zeit von Hermann Gerland beim FC Bayern. Der Vertrag des Co-Trainers, der 1990 erstmals die Leitung der zweiten Mannschaft übernahm und später bei den Profis unter anderem als Assistent von Pep Guardiola oder Jupp Heynckes agierte, wäre eigentlich erst 2022 ausgelaufen. Dass Gerland genauso wie Chefcoach Hansi Flick und Co-Trainer Miroslav Klose aber schon in diesem Jahr geht, sorgte deshalb zunächst für Spekulationen.

Fans und Klublegenden kritisieren FC Bayern für Umgang mit Gerland

Die Befürchtung der Fans: Die Chefetage möchte die Klubstrukturen voll und ganz auf eine neue Ära mit Julian Nagelsmann ausrichten. Für verdiente Mitarbeiter soll demnach kein Platz mehr sein. Nicht wenige Anhänger geben Sportvorstand Hasan Salihamidzic die Schuld an dieser Situation. Scharfe Kritik an dem Umgang mit Gerland äußerte zuletzt auch Vereinslegende Sepp Maier. In einem Interview mit der Welt räumte der Tiger deshalb jetzt höchstpersönlich mit den Gerüchten auf und schilderte seine Sicht der Dinge.

Gerland zu seinem Abschied aus München: „Initiative ging von mir aus“

„Die Initiative ging von mir aus“, stellte der 66-Jährige in dem Gespräch klar. „Ich bin auf Karl-Heinz Rummenigge zugegangen.“ Er habe „tolle Jahre in München verbracht“, erzählt Gerland. Mit dem Vorstandsvorsitzenden sei er allerdings zu der gemeinsam Überzeugung gekommen, „dass wir den bis 2022 datierten Vertrag auslaufen lassen“. Nun beginnt die Suche nach einer neuen Herausforderung.

Nach Weggang vom FC Bayern: Der Tiger will Fußball-Geschäft erhalten bleiben

Denn wie es für ihn weitergeht, weiß der gebürtige Bochumer selbst noch nicht. Sicher ist aber: Sich zur Ruhe zu setzen kommt für Gerland nicht infrage. „Ich scherze immer: Ich werde bis 92 arbeiten, gehe dann erst in Altersteilzeit“, sagte er. Möglich wäre unter anderem eine Rückkehr zu Bundesliga-Aufsteiger VfL Bochum, bei dem Gerland seine gesamte aktive Karriere verbracht hatte.

„Mein Glücksgefühl ist unbeschreiblich: Ich bin aus dem Häuschen“, freut er sich über die Rückkehr seines Herzensklubs ins Oberhaus. Die Aufstiegsmannschaft sei ein gutes Gerüst. Jeder Neuling müsse sich aber verstärken, betonte Gerland. „Und da sind wir beim Problem. Es mangelt an den Finanzen. Wie damals, als ich gespielt und später den Klub trainiert habe, ist dies das große Manko.“ (jn)

Rubriklistenbild: © Matthias Schrader/dpa

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