Möglicher Rekordtransfer

Vertragsverlängerung statt Wechsel zu Bayern? Sportchef optimistisch: „Bei uns perfekt aufgehoben“

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Timo Werner (vorne) im Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw, dahinter Emre Can.

Der FC Bayern München ist auf der Suche nach neuen Offensiv-Spielern. Ein Nationalstürmer gilt als heißer Kandidat, doch es könnte ganz anders kommen.

Timo Werner im Visier - verlängert er doch seinen Vertrag bei RB Leipzig?

Update vom 7. Dezember 2018: Timo Werner wechselt zum FC Bayern München - diese Meldung hätte in der Branche niemanden überrascht. Der Nationalstürmer passt perfekt ins Beuteschema des Rekordmeisters, der für den kommenden Sommer eine noch nie dagewesene Transferoffensive angekündigt hat: jung, schnell, torgefährlich, deutsch, auf dem Sprung zur Weltklasse, sein Vertrag läuft bereits 2020 aus. Doch kommt jetzt alles ganz anders?

Ralf Rangnick, zurzeit Trainer und Sportdirektor in Personalunion bei RB Leipzig, überraschte am Donnerstag mit einer sehr optimistischen Prognose über einen Verbleib des Torjägers in der Messestadt. Es sei "hoffentlich spätestens zur Winterpause so weit, dass Timo seinen Vertrag bei uns verlängert".

So weit hat sich Rangnick bislang noch nicht aus dem Fenster gelehnt, seit er vor gut einem Jahr die Verhandlungen mit Werner und dessen Beratern aufgenommen hatte. Die Bild-Zeitung spekulierte einen Tag später sogar über die wahrscheinlichen Rahmendaten: Laufzeit bis 2023, Gehaltsverdoppelung auf sechs Millionen Euro pro Jahr, eine mögliche Ausstiegsklausel in astronomischer Höhe.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass Timo auch in den kommenden Jahren perfekt bei uns aufgehoben ist", sagt Rangnick. Er sei sich zudem sicher, dass es auch für den Spieler "überhaupt keinen Grund gibt, über irgendwas anderes nachzudenken". Und was ist mit den mächtigen Bayern? Rangnick antwortet ganz entspannt: "Ich mache mir eher über unsere Transferoffensive Gedanken als über die der anderen Vereine."

Es ist kein Geheimnis, dass sich Werner in der Stadt Leipzig und im Verein wohl fühlt. Hier stieg er vom fast schon vergessenen Talent zum Nationalstürmer Nummer eins auf. Dass ab der kommenden Saison Julian Nagelsmann als Trainer bei RB übernimmt, war auch ein Signal an Werner und andere Spieler, die Begehrlichkeiten bei europäischen Topklubs geweckt hatten. "Mit der Verpflichtung von Julian Nagelsmann", sagt Werner selbst, "hat der Klub ein Ausrufezeichen gesetzt.“

Matthäus empfiehlt Werner: „Würde perfekt zu Bayern München passen“

Update vom 3. Dezember 2018: Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (57) legt seinem Ex-Klub Bayern München einen Transfer von Nationalspieler Timo Werner (RB Leipzig) ans Herz. "Timo würde perfekt zu Bayern München passen", schrieb der fünfmalige WM-Teilnehmer in seiner wöchentlichen Kolumne "So sehe ich das" bei skysport.de.

Matthäus glaubt, dass der FC Bayern die Fühler nach dem RB-Angreifer bereits ausgestreckt hat, "alles andere wäre sehr fahrlässig und würde bedeuten, dass sie in München ihre Hausaufgaben wieder nicht gemacht hätten", betonte Matthäus.

Ein Werner-Wechsel von Leipzig zu den Bayern würde laut Matthäus einen Rekord-Transfer bedeuten: "Wenn es die Bayern schaffen, ihn zu verpflichten, wird das alle Dimensionen sprengen, die es bei einem Wechsel innerhalb der Bundesliga jemals gegeben hat. Allein die Ablöse wird sich im sehr hohen zweistelligen Millionen-Bereich bewegen. Das ganze Paket wird sicherlich dreistellig."

Das Bestreben der Bayern sei es, immer die besten deutschen Nationalspieler in ihren Reihen zu haben, so Matthäus, "und Timo Werner gehört ganz klar dazu. Nur ein Mega-Angebot eines europäischen Top-Klubs könnte ihnen einen Strich durch die Rechnung machen."

Macht der BVB dem FC Bayern Konkurrenz im Werben um Star-Stürmer?

Update vom 21. November 2018: 14 Spiele, acht Treffer, zwei Assists: Auch in dieser Saison gehört Timo Werner wieder zu den treffsichersten Stürmern in der Bundesliga. Sein Vertrag bei RB Leipzig läuft noch bis 2020, und dann? Seit einem Jahr versucht RB-Sportdirektor Ralf Rangnick seinen Star-Stürmer darüber hinaus zu binden. Bisher vergeblich. Nun könnten die Verhandlungen bald in die entscheidende Phase gehen, denn möchte Leipzig im Falle eines Werner-Abgangs noch Ablöse generieren, muss der Wechsel im kommenden Sommer erfolgen. 

Dass der deutsche Nationalspieler bisher kein neues Arbeitspapier bei RB unterzeichnet hat, liegt wohl vor allem an den namhaften Interessenten. Immer wieder wurde der FC Bayern mit Werner in Verbindung gebracht, insbesondere immer dann, wenn ein Abgang von Robert Lewandowski thematisiert wurde. Zuletzt haben sich aber andere europäische Schwergewichte in die Pole Position gebracht. 

Die beiden Madrider Vereine Atletico und Real gelten als interessiert, auch der FC Chelsea und Manchester United beobachten Werner sehr genau. Und sie sind nicht die Einzigen. Denn wie die Sport Bild berichtet, rechnet man bei den Leipzigern mit einem Vorstoß von Borussia Dortmund. Sollte der derzeitige Tabellenführer Ernst machen, dürfte RB das Nachsehen haben. Ähnliches gilt auch bei einer Offerte der Spitzenvereine aus der Premier League und La Liga. 

Timo Werner.

Immerhin hat Werner wohl vor allem aufgrund des großen Interesses an seiner Person bisher keinen neuen Vertrag bei RB unterzeichnet. Auch er weiß: Eine neuerliche Unterschrift würde potenzielle Interessen enorm abschrecken. Spätestens im kommenden Sommer ist eine Entscheidung zu erwarten.

Timo Werner nennt wichtiges Argument gegen einen Wechsel

Update vom 2. August 2018: Nach dem vorzeitigen WM-Aus machte Timo Werner erstmal Urlaub. Nun ist der Stürmer zurück bei RB Leipzig und absolviert die Vorbereitung. In einem kicker-Interview hat sich der pfeilschnelle Angreifer zu seiner Zukunft geäußert. Für Fans, die den 22-Jährigen gerne künftig beim FC Bayern sähen, gibt es keine so guten Nachrichten.

Angesprochen auf die Wechselgerüchte sagt Werner: „Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde: Ich werde damit nicht konfrontiert. Und wenn man mit 22 eine ordentliche Statistik hat, weckt man Interesse. Nach der WM ist es umso besser für mich, bei RB Leipzig zu spielen, ich fühle mich hier auch einfach extrem wohl. Bei einem neuen Klub mit vier Wochen Verspätung ins Training einzusteigen, wäre sowieso nicht förderlich. Am Ende der letzten Saison habe ich flüchtig mal darüber nachgedacht: Was bringt eigentlich die Zukunft? Aber diese Gedanken habe ich komplett abgeschaltet. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag, konzentriere mich voll auf das Fußballspielen und darauf, mit RB den größtmöglichen Erfolg zu haben und am besten wieder in die Champions League zu kommen.“ 

Zudem begrüßt Werner die Personalie Julian Nagelsmann, der ab 2019 Trainer bei den Leipzigern wird. Für den Stürmer ist der Noch-Hoffenheim-Coach „in Deutschland mit der beste Trainer, den es gibt. Viele andere wollten ihn auch. Für mich spielt das in meinen Überlegungen eine wichtige Rolle. Wenn ich nicht vorzeitig verkauft oder rausgeschmissen werde, wäre es reizvoll, mit ihm auch noch einige Jahre zusammenzuarbeiten.“ Klingt also nicht gerade nach einem baldigen Wechsel zum deutschen Rekordmeister.

Timo Werner über Wechsel zum FC Bayern

Update vom 14. Juni 2018: Sein Fokus richtet sich auf seine erste Fußball-WM, doch die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zum FC Bayern lassen Timo Werner auch in Russland nicht in Ruhe. „Wenn ich nichts sage, heißt es, er bleibt immer in Leipzig. Wenn ich etwas sage, heißt es, er spielt noch eine Woche bei RB und ist dann weg“, meint der Stürmer im Interview mit dem Kicker. „Ich habe gesagt, dass ich nächste Saison in Leipzig spiele, schließlich habe ich ja auch noch Vertrag. Mir gefällt es in Leipzig, und ich fühle mich dort sehr wohl.“

Werner aber weiß: „Der Fußball ist ja auch so schnelllebig. Wenn man ein Thomas Müller oder Mesut Özil oder Robert Lewandowski werden will, muss man vielleicht irgendwann zwangsläufig zu einem Verein, der in der Champions League ins Halbfinale kommt. So ehrlich muss man einfach sein. So ehrlich bin nicht nur ich, so ehrlich ist auch RB Leipzig, so ehrlich sind auch die Fans. Ich glaube, niemand ist in Leipzig böse, wenn ein Spieler irgendwann dann auch den nächsten Schritt machen möchte.“ Die Frage ist nur, wann er diesen machen wird.

„Es gab 2014 bezüglich Timo losen Kontakt nach München“

Update vom 13. Juni 2018: Nationalstürmer Timo Werner von RB Leipzig hat bereits vor einigen Jahren das Interesse von Rekordmeister Bayern München geweckt. "Es gab 2014, als Michael Reschke beim FC Bayern anfing, bezüglich Timo losen Kontakt nach München", bestätigte Werners Berater Karlheinz Förster der Sport Bild. Damals habe es aber nicht gepasst, erklärte Förster, "der Schritt wäre für Timo noch nicht der richtige gewesen", meinte der frühere Nationalspieler. Förster betonte auch, dass damals "alles korrekt verlaufen" sei.

Reschke habe damals das enorme Potenzial des pfeilschnellen Stürmers gesehen. Man entschied aber, dass ein Wechsel zu den Bayern zu früh sei. Werner ging 2016 vom VfB Stuttgart zu RB Leipzig und besitzt bei den Sachsen einen Kontrakt bis 2020. Über einen möglichen Wechsel sagte Förster: "Jetzt wollen wir erst einmal die WM abwarten."

Update vom 7. Juni 2018

Fußball-Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig hat offenbar das Interesse des AC Mailand geweckt. Der italienische Renommierklub hat laut der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport bereits Kontakt zum Sechsten der abgelaufenen Bundesliga-Saison aufgenommen. Der 22 Jahre alte Angreifer, der bei der WM in Russland im Sturmzentrum wohl die erste Wahl von Bundestrainer Joachim Löw ist, ist nach Angaben des Blattes einer der absoluten Wunschspieler von Milan-Trainer Gennaro Gattuso.

Allerdings ist Milan nicht der einzige Interessent an Werner, dessen Vertrag in Leipzig noch bis 2020 läuft. Auch Rekordmeister Bayern München, Champions-League-Sieger Real Madrid und der unterlegene Champions-League-Finalist FC Liverpool um Teammanager Jürgen Klopp sollen Interesse am 13-maligen Nationalspieler haben.

Update vom 3. Juni 2018

Zuletzt ließ Leipzigs Topstürmer Timo Werner mit der Aussage aufhorchen, dass er sich selbst noch nicht auf Weltklasse-Niveau sieht und stellte einen Wechsel zu „einer noch besseren Mannschaft“ in den Raum. Natürlich brodelte sofort die Gerüchteküche und Werner wurde bei einem etwaigen Lewandowski-Abgang von den Bayern als potenzieller Nachfolger gehandelt. 

Nun hat sich der Stürmer in Diensten Leipzigs gegenüber Sport1 nochmals zu den Spekulationen um seine Person geäußert. „Es ist egal, was ich sage, denn am nächsten Tag wird entweder geschrieben, dass ich bei Bayern spiele oder nie von RB Leipzig weg will. Ich konzentriere mich auf die WM. Alles was danach kommt, oder in den kommenden Jahren, ist jetzt für mich kein Thema“, so Werner. 

Der 22-Jährige gibt zu, die Diskussionen über einen möglichen Wechsel mitzubekommen und lässt dabei Raum für weitere Spekulationen: „Ich bin keiner, der das liest. Aber ich werde damit natürlich konfrontiert von anderen Leuten. Jetzt stehen aber andere Dinge an als darüber nachzudenken. Spätestens nach der WM kann man mich vielleicht nochmal fragen.“ Eines steht fest: Sollte Werner nach einer starken Saison bei Leipzig mit 21 Toren in 45 Pflichtspielen auch eine gute Rolle bei der WM spielen, dann werden ihn auch andere Top-Vereine auf dem Zettel haben. Der Vetrag bei den Sachsen läuft noch bis 2020 - sein Marktwert liegt bei rund 60 Millionen. 

Update vom 2. Juni 2018

Fußball-Nationalstürmer Timo Werner sieht sich noch nicht auf dem obersten Angreifer-Level angekommen. "Weltklasse bin ich noch nicht. Weltklassestürmer sind für mich Lewandowski, Luis Suarez und Antoine Griezmann", sagte der 22-Jährige im Interview mit der Welt. Werner hatte in der vergangenen Saison 13 Tore für den Bundesligisten RB Leipzig erzielt, für die WM in Russland gilt er im deutschen Team als gesetzt.

"Um ein Weltklassespieler zu werden, muss ich auf Klubebene wahrscheinlich in einer noch besseren Mannschaft spielen. So ehrlich möchte ich sein. Naby Keita ist bei uns auch nicht Weltklasse geworden, das wird er jetzt vielleicht bei Liverpool", sagte Werner. An einen Vereinswechsel denke er deswegen aber nicht: "Ich habe noch vier oder fünf Jahre, um zu lernen. Und um dann Weltklasse zu werden."

Timo Werner als Lewandowski-Nachfolger? Leipzig fordert wohl horrende Ablöse

München - Wie die Bild-Zeitung erfahren haben will, läge die Ablösesumme von Timo Werner bei RB Leipzig bei 100 bis 120 Millionen Euro. Das Blatt bezieht sich dabei auf Scouting-Kreise. Offenbar würde Leipzig ihn unter dieser Summe nicht gehen lassen.

Das Thema ist allerdings brisant und wird im WM-Sommer wohl immer heißer. Denn Bayern-Stürmer Robert Lewandowski hatte zuletzt über seinen Berater den Abschied aus München forciert. Ihn zieht es zu einem Topklub wie Paris, Real oder Chelsea. Dank Vertrag bis 2021 werden ihn die Bayern wohl nicht unter einer dreistelligen Ablöse ziehen lassen.

Bayern könnte einen Vorteil haben - einen kleinen Vorsprung

Wie die Bild weiter berichtet, könnte Werner in das neue Team der Bayern auch deshalb so gut passen, weil Neu-Trainer Kovac variabler spielen lassen will. Wie einst unter Pep Guardiola sollen die Bayern-Stars künftig wieder zwischen Dreier- und Viererkette wechseln, dazu will Kovac offenbar mal mit „echtem“ Stürmer, mal mit „falscher Neun“ agieren lassen.

Lesen Sie auch: Das sind die möglichen Nachfolgekandidaten für Lewandowski bei den Bayern

Doch auch Leipzig dürfte Werner als Stoßstürmer in seiner Pressingmaschine brauchen und ihn nur schweren Herzens abgeben. Werner ist ein gefragter Mann - sein Marktwert könnte sich mit einer erfolgreichen Weltmeisterschaft in Russland noch einmal erhöhen. Der 22-Jährige dürfte die Aufmerksamkeit vieler europäischer Topklubs auf sich ziehen - doch Bayern hat vielleicht einen kleinen Vorteil: Sie hatten schon zu Werners Stuttgart-Zeiten den pfeilschnellen Stürmer beobachtet.

Lesen Sie auch: Horrende Forderung von Real? Bayern müsste wohl Rekordsumme für Bale zahlen

Timo Werner: „Beschäftige mich nicht mit Wechselgedanken“

Vor einer guten Woche erklärte Timo Werner, dass er sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft ganz auf die Mission Titelverteidigung konzentrieren will. „Ich beschäftige mich nicht mit irgendwelchen Wechselgedanken. Bei der WM geht es für mich nicht darum, für Barcelona, Madrid, Liverpool oder wen auch immer vorzuspielen, sondern ich will da Weltmeister werden“, sagte der Stürmer in einem Interview mit dem Sportmagazin „SOCRATES“ und betonte zugleich: „Und danach möchte ich wieder mit RB Leipzig angreifen.“

mke / nc

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