Nationalspieler mit Real in der Krise

Toni Kroos über Ex-Klub FCB: „Bayern ist im Moment besser als Real, aber ...“

Toni Kroos ist deutscher Rekord-Champions-League-Sieger und stellt klar: Aktuell ist Titelträger FC Bayern besser als sein Real Madrid. Er versieht diese Aussage dennoch mit einem „aber“.

München/Madrid - Toni Kroos hat im Klubfußball alles gewonnen, was man gewinnen kann. Seitdem er 2014 vom FC Bayern München zu Real wechselte, holte er sich drei Champions-League-Titel, ist in dieser Hinsicht mit vier Titeln der erfolgreichste Deutsche aller Zeiten. Aktuell jedoch sieht Kroos, der schon so manches Mal gegen seinen Ex-Klub nachgetreten hat, die Isarstädter stärker als seine Königlichen.

Es stimmt, dass sie besser sind als wir, aber momentan ist das kein Problem, weil wir nicht in ihrer Liga spielen und wir uns auch nicht in der Champions League gegenüberstehen – zumindest fürs Erste“, so der Mittelfeldspieler zur „Marca“. Bayern sei „im Rhythmus, ihr Gegenpressing ist sehr gut“.

Toni Kroos im Trikot seines Klubs Real Madrid.

Bayern das beste Team? Kroos: „Kein Zweifel“

Bayern sei das beste Team. Kroos: „Daran habe ich keinen Zweifel. Real Madrid war zwei oder drei Jahre lang die beste Mannschaft der Welt. Jetzt ist Bayern dran. Sie haben die Champions League gewonnen, und für mich ist das Team, das dort gewinnt, das beste, weil es der schwierigste Wettbewerb ist. Wenn man sieht, wie sie in den letzten Monaten gespielt haben ... es gibt kein Spiel, das sie nicht mit vier Toren gewonnen haben.“

Der aktuelle CL-Titelträger FC Bayern dominiert die Bundesliga in dieser Saison erneut, während Kroos mit seinen „Blancos“ nur auf Rang 4 steht. Auch in der Königsklasse trumpfen die Bayern weiterhin auf, während Real in drei Spielen erst einen Sieg eingefahren hat.

Uns fehlt etwas. Es ist kein Geheimnis. (…) Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, dann sind es zwei gute und ein schlechtes Spiel. Das musst du besser machen“, meinte Kroos.

Coronavirus: Real Madrid kauft nicht ein, sondern verkauft nur

Der Nationalpsieler weiter: „Wir leben in einer seltsamen Zeit. Wir spielen alle drei Tage, wir haben wenig Urlaub, haben die letzte Saison sehr spät beendet und konnten keine neuen Spieler verpflichten.“ Madrid kauft wegen Corona keine neuen Akteuer ein und gab Achraf Hakimi (22, Inter Mailand) und Sergio Reguilón (23, Tottenham) für etwa 100 Millionen Euro ab.

Kroos nennt weitere Gründe für Reals Ergebniskrise: „Jetzt gibt es einige verletzte Spieler, manche müssen wegen Covid pausieren, aber ich mag Entschuldigungen nicht. In jeder Partie stellen wir eine Startelf, die den Gegner besiegen kann. Warum tun wir das nicht? Wir müssen Lösungen finden und uns verbessern.“

Hoffnung gibt Kroos der Coach: „Mit Zinédine Zidane haben wir solche Phasen bereits überstanden. Vor ein paar Wochen sind wir nach den Niederlagen gegen Cádiz und Shakhtar zum FC Barcelona gefahren und haben ein großartiges Spiel abgeliefert. So ist unser Leben und der Trainer ist der erste, der weiß, was passiert, wenn dir die Ergebnisse fehlen. (…) Er wird Lösungen finden.“

Ob diese auch in einem möglichen Duell mit dem FC Bayern ausreichend sind, wird nur die Zeit zeigen ...

Rubriklistenbild: © Marius Becker / picture alliance / dpa

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