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FC Bayern: Nächstes Juwel wohl bald weg - Torben Rhein wechselt zu Berater von BVB-Star

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Von: Alexander Nikel

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Torben Rhein (r.) wird den FC Bayern München im Sommer wohl verlassen.
Torben Rhein (r.) wird den FC Bayern München im Sommer wohl verlassen. © Sven Leifer

Torben Rhein absolvierte die Vorbereitung mit den Profis des FC Bayern. Nun droht dem 18-Jährigen, der seinen Berater gewechselt hat, jedoch der Abschied.

München - In den vergangenen Jahren gehörte Torben Rhein zu den größten Talenten des FC Bayern* und Deutschlands. Infolgedessen wurde der gebürtige Berliner 2020 hinter Florian Wirtz, der inzwischen bei Bayer Leverkusen* in der Bundesliga* für Furore sorgt und zu den gefragtesten Talenten der Welt gehört, mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber als zweitbester U17-Spieler Deutschlands ausgezeichnet. Im Jahr 2017 bezeichnete Hermann Gerland Rhein als talentiertesten Spieler im Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters.

Torben Rhein überzeugt Nagelsmann angeblich nicht - Bahnt sich Abschied vom FC Bayern an?

In der Sommervorbereitung zur Spielzeit 2021/2022 gehörte der Rhein sogar zum Profikader und kam in mehreren Testspielen zum Einsatz, unter anderem gegen Borussia Mönchengladbach* und Ajax Amsterdam*. Doch im kommenden Sommer wird die Zeit von Rhein, der 2017 aus der Jugend von Hertha BSC* nach München kam, beim deutschen Rekordmeister vermutlich vorbei sein. Das berichten „Spox“ und „Goal“. Demnach habe der zentrale Mittelfeldspieler Trainer Julian Nagelsmann* bei seinen Auftritten nicht nachhaltig überzeugen können. Rhein sei zwar technisch begnadet, allerdings bei weitem nicht gut genug, um sowohl im Moment als auch in Zukunft eine Rolle in der Profiabteilung der Bayern eine Rolle zu spielen.

Der Vertrag von Rhein läuft noch bis zum Sommer 2022. Danach gibt es eine beidseitige Option, das Arbeitspapier ein weiteres Jahr auszuweiten. Stand jetzt sieht es nicht so aus, als sei der FC Bayern gewillt, diese Möglichkeit zu ziehen. Zudem soll Rhein monatliche eine fünfstellige Summe verdienen - sehr viel für einen Jugendspieler. Zu der sehr wahrscheinlichen Trennung passt auch, dass Rhein vor wenigen Tagen seinen Berater gewechselt hat. Der 18-Jährige wird nun von Dirk Hebel vertreten. Zu dessen Klienten gehört unter anderem auch Marco Reus*.

FC Bayern II: Nemanja Motika, Gabriel Vidovic und Eyüp Aydin drängen sich auf - Torben Rhein nicht

Statt Bundesliga-Alltag gehört Rhein weiterhin nur zum Kader der Amateure. Jedoch nicht einmal dort konnte der 18-Jährige zuletzt überzeugen. Rhein wurde bereits in der vergangenen Spielzeit in den Kader der zweiten Mannschaft befördert und bestritt zwölf Spiele in der 3. Liga (ein Tor, ein Assist). Dort sollte er als Nachfolger von Angelo Stiller*, dessen Abgang zu Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim* bereits feststand, aufgebaut werden. Doch im Abstiegskampf der 3. Liga tat sich Rhein schwer. Stattdessen fiel das eigentlich spielstarke Talent oftmals durch einfache Fehler und Ballverluste auf. Und auch in der Regionalliga Bayern drängten sich mit Nemanja Motika und Gabriel Vidovic bislang eher andere Spieler auf.

Selbst auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld wurde Rhein zuletzt vom zwei Jahre jüngeren Eyüp Aydin der Rang abgelaufen. Der 17-Jährige, der bei seinem ersten Auftritt für die zweite Mannschaft zu Saisonbeginn erst 16 Jahre alt war, war ursprünglich für die U19 eingeplant gewesen, nutzte jedoch seine Chance in der Vorbereitung als Rhein bei den Profis weilte. Inzwischen ist Aydin aus der Mannschaft von Martin Demichelis kaum mehr wegzudenken und wurde nun erstmals für die türkische U21-Nationalmannschaft nominiert. Auch, weil er trotz starker Leistungen in der Jugend und der Regionalliga Bayern zuletzt beim DFB* in diversen U-Nationalmannschaften immer außen vor war. Rhein hingegen, Kapitän der deutschen U19, verpasst die Länderspielreise aufgrund einer Corona-Infektion. (Alexander Nikel) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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