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Torwart-Beben beim FC Bayern: Tapalovic muss gehen – Neuer reagiert emotional

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Von: Vinzent Fischer

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Der FC Bayern trennt sich mit sofortiger Wirkung von Torwarttrainer Toni Tapalovic. Der 42-Jährige gilt als enger Vertrauter des verletzten Manuel Neuer.

Update, 22.05 Uhr: Nach seinem Aus beim FC Bayern hat sich Torwarttrainer Toni Tapalovic in einem Statement zu Wort gemeldet. „Nach mehr als einem Jahrzehnt endet heute überraschend meine Zeit beim FC Bayern München. Ich möchte mich bei allen bedanken, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen und mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte“, teilte der 42-Jährige bei Instagram mit.

Brisant: Er sprach von den „großartigen Trainern“, mit denen er in den 11,5 Jahren in München zusammenarbeiten durfte und lud von allen Bildern hoch – außer von Julian Nagelsmann.

Auch Bayern-Kapitän Manuel Neuer, privat wie beruflich in einem engen Verhältnis zu Tapalovic, wandte sich an den Torwarttrainer: „Mit dir verlässt nach 11,5 Jahren nicht nur ein absoluter Pionier des modernen Torwartspiels, sondern vor allem auch ein großartiger Mensch den Klub“, so Neuer. „Nicht zuletzt hast du auch mich und mein Torwartspiel geprägt und auf ein neues Level gehoben. Ich werde dich vermissen!“

Torwart-Ärger geht weiter: FC Bayern feuert Neuer-Vertrauten Toni Tapalovic

Erstmeldung vom 23. Januar, 20.13 Uhr: Paukenschlag beim FC Bayern. Der Rekordmeister trennt sich mit sofortiger Wirkung von Torwarttrainer Toni Tapalovic. Grund dafür sind offenbar unüberbrückbare Differenzen mit Trainer Julian Nagelsmann. Am Abend bestätigte der FCB die Trennung. Zunächst hatte die Bild darüber berichtet.

„Toni war als Torwarttrainer unserer Mannschaft an den Erfolgen der vergangenen Jahre beteiligt“, wird Sportvorstand Hasan Salihamidzic in einer knappen Mitteilung zitiert. „Insbesondere Differenzen über die Art und Weise der Zusammenarbeit haben jetzt dazu geführt, dass wir getrennte Wege gehen. Wir wünschen Toni Tapalović alles Gute für die Zukunft.“

Der FC Bayern trennt sich von Torwarttrainer Toni Tapalovic.
Der FC Bayern trennt sich von Torwarttrainer Toni Tapalovic. © IMAGO

Tapalovic gilt als enger Vertrauter von Manuel Neuer und war zuletzt wegen fehlender Kommunikation mit dem verliehenen Torwart Alexander Nübel angezählt. In der ZDF-Sendung „Das aktuelle Sportstudio“ berichtete der 26-Jährige über das frostige Verhältnis zu Tapalovic.

Ungewöhnlich schnell folgte darauf bereits eine erste Reaktion von Sportvorstand Hasan Salihamidzic. „Darüber werden wir natürlich intern sprechen“, kündigte der 46-Jährige unmittelbar nach dem Interview an und rügte Tapalovic. Das Gespräch hat jetzt wohl drastische Konsequenzen.

Toni Tapalovic ist Trauzeuge von Manuel Neuer

Schon beim Spiel gegen den 1. FC Köln sitzt Tapalovic nicht mehr wie gewohnt auf der Bayern-Bank. Seit 2011 ist er Torwart-Trainer beim FC Bayern. Damals war er gemeinsam mit Manuel Neuer vom FC Schalke an die Säbener Straße gewechselt. Tapalovic ist seit Jahren ein enger Vertrauter Neuers – privat wie beruflich.

Toni Tapalovic ist der Trauzeuge von Manuel Neuer und dessen damaliger Frau Nina. Die Ehe ist inzwischen wieder geschieden. Neuer auf der anderen Seite ist Taufpate von Tapalovic‘ Sohn. Beide pflegen auch neben dem Platz ein freundschaftliches Verhältnis.

FC Bayern: Was bedeutet das Tapalovic-Aus für Manuel Neuer?

Nach der Verletzung seines Kumpels Neuer geriet Tapalovic allerdings zunehmend in die Kritik. Doch nicht nur das Verhältnis zu Alexander Nübel war abgekühlt. Vor allem mit Julian Nagelsmann soll es zu Verwerfungen gekommen sein. Unter Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick stieg Tapalovic zum Assistenten auf und übernahm auch abseits des Torwarttrainings Aufgaben im Trainerstab.

Nagelsmann hingegen vertraut seinen Co-Trainer Dino Toppmöller und Xaver Zembrod mehr, mit denen er bereits bei RB Leipzig zusammenarbeitete. Ein möglicher Grund für den Zwist. Laut Bild habe es mehrmals Vermittlungsversuche von Hasan Salihamidzic gegeben – doch offenbar ohne Erfolg.

Für Manuel Neuer ist die Entlassung ein fatales Signal. Schließlich hat er einen starken Fürsprecher im Trainerteam verloren. Ob Neuer nach seiner Verletzung wieder ins Bayern-Tor zurückkehrt, steht damit mehr denn je in den Sternen. (vfi)

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