Flick warnt vor dem Kaltstart

Bayern-Coach Hansi Flick warnt vor dem Kaltstart nach der Corona-Pause

Es geht bald wieder los: Hansi Flick und der FC Bayern bereiten sich auf den Liga-Neustart vor.
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Es geht bald wieder los: Hansi Flick und der FC Bayern bereiten sich auf den Liga-Neustart vor.

Der FC Bayern hat beim ersten Mannschaftstraining seit der Corona-Unterbrechung komplett abgeschirmt. Coach Hansi Flick sieht im Liga-Neustart eine neue Herausforderung.

München - Hinterher weiß man immer mehr, heißt es. Und wenn man heute in den Zeitungen von Anfang März blättert, fühlt man sich tatsächlich wie in eine andere Zeit versetzt. Am 8. März, also am gestrigen Freitag vor zwei Monaten, hat der FC Bayern den FC Augsburg mit 2:0 besiegt – und man fragte sich: War das das vorerst letzte Bundesliga-Spiel des Tabellenführers vor Zuschauern? Der Rest der Geschichte ist bekannt. Die Saison-Fortsetzung folgt am Sonntag, den 17. Mai um 18 Uhr bei Union Berlin.

FC Bayern München: Echtes Training, Zweikämpfe 

Am Freitag fand das erste Mannschaftstraining statt, am Samstag begeben sich die Bayern in Quarantäne. Nach Wochen voller Unsicherheit und Kleingruppen-Einheiten wird der Fokus im Hotel Infinity in Unterschleißheim langsam, aber sicher wieder auf den Platz gelegt. Echtes Training, Zweikämpfe – all das muss im Schnelldurchlauf sitzen. Bei diesem komplizierten Kaltstart geht es für alle darum, „die Situation anzunehmen“, sagt Hansi Flick. Die Prognose des Bayern-Trainers: „Was vorher war in dieser Saison, interessiert nicht mehr. Jeder fängt bei null an.“

Am Freitag schottete sich der FC Bayern völlig ab.

Was aber bleibt: die Punkte. Die Bayern, die mit dem 2:0 gegen den FCA ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte ausgebaut hatten, gehen als haushoher Favorit auf die achte Meisterschaft in Serie in den Endspurt.

Zur Erinnerung: In den Tagen vor der Corona-bedingten Unterbrechung war das Wort „Triple-Traum“ offiziell gefallen, „unmöglich ist das nicht“, sagte etwa Thomas Müller. Und es gab auch noch so ein paar andere Themen und Fragen, die den Rekordmeister begleiteten.

FC Bayern: Lewandowski ist wieder genesen

Unter anderem Robert Lewandowski stand im Fokus. Vier Wochen Pause hieß es am 26. Februar, die 40-Tore-Marke von Gerd Müller schien in weiter Ferne. Inzwischen ist der Torjäger nicht nur erneut Vater geworden, sondern auch genesen. 25 Treffer sind es bis jetzt, neun Spieltage bleiben. Lewandowski wird sie nutzen wollen. Serge Gnabrys Rolle als Aushilfsstürmer war nur ein kurzes Intermezzo. Verändert hat sich zudem die Rolle von Philippe Coutinho, der Nutznießer des Lewandowski-Ausfalls war. Der letzte Spieltag ist für Ende Juni terminiert, ein paar Tage nach der Partie in Wolfsburg wird für Coutinho wohl Schluss in München sein.

Wer die Berechtigung hat, zu spielen, wird auch in der Abwehr interessant. Denn dort ging es vor der Unterbrechung vor allem darum, wann und wie Lucas Hernandez integriert werden kann. David Alaba ist als Abwehrboss nicht mehr wegzudenken, Jerome Boateng machte seine Sache neben ihm zuletzt sehr gut. Und weil auch Niklas Süle nun in der Reha zwei Monate Zeit gewonnen hat, könnte ein vierter Mann gegen Ende der Saison ins Team drängen.

Wer steckt hinter Hasan Salihamidzics „internationalem Star“, der im Sommer nach München wechseln soll? Gerüchte um einen Weltklasse-Kicker branden erneut auf.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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