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„Kein Selbstläufer, die Bayern zu trainieren“ – Nagelsmann will seine Stars mehr nerven

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Von: Manuel Bonke

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FC-Bayern Coach Julian Nagelsmann will „nerviger“ sein.
FC-Bayern Coach Julian Nagelsmann will „nerviger“ sein. © IMAGO/Philippe Ruiz

Julian Nagelsmann hat eine neue Videowand direkt auf dem Rasen bekommen. Der FC Bayern Coach will aber noch einiges ändern. Die Spieler müssen sich auf etwas gefasst machen.

München – Was bei Julian Nagelsmann (34) nach seiner ersten Saison als Cheftrainer des FC Bayern hängen geblieben ist? „Dass es kein Selbstläufer ist, Bayern zu trainieren“, lautete seine Antwort auf eine entsprechende Nachfrage am Freitag. Was Nagelsmann damit meint: Obwohl seine Mannschaft einem Star-Ensemble gleicht, wollen die Spieler vor allem im Training an die Hand genommen werden. Der Münchner Fußballlehrer formuliert das wie folgt: „Die Spieler wollen tatsächlich Unterbrechungen und gecoacht werden. Es ist eben nicht so, dass man sie nur laufen lässt und alles von alleine funktioniert. Sie lechzen danach, Inhalte zu kriegen. Das haben wir in der Theorie sehr viel gemacht, aber in der Praxis eher zu wenig.“

Das Trainerteam hatte da­rauf gehofft, dass die Spieler die Anweisungen vom Spielfeldrand von alleine umsetzen – das sei jedoch nicht immer der Fall gewesen. Darum kündigt Nagelsmann an: „Es wird nächstes Jahr auf alle Fälle einen nervigeren Trainer geben für die Spieler, der – entgegen der einen oder anderen medialen Berichterstattung – nicht weniger coachen sollte, sondern mehr. Das ist auch der Wunsch der Spieler!“

FC Bayern: Nagelsmann schwärmt von seiner neuen Videoleinwand

Einen ersten Einblick, wie dieses Vorhaben in der Praxis aussehen könnte, gab es bereits in dieser Woche. Nagelsmann ließ eine XXL-Leinwand zur Live-Videoanalyse installieren. „Sie wird installiert und war jetzt zu Testphasen da. Es wird ein wichtiges Tool für uns bei sehr wenigen Trainingseinheiten.“ So könne die Mannschaft Besprechungen auf dem Feld abhalten, „in den tatsächlichen Räumen, in denen sich der Spieler bewegen muss am Wochenende. So können wir einen schnelleren Übertrag von der Theorie in die Praxis gewährleisten.“

Der größte Vorteil aus Sicht von Nagelsmann: Durch die Leinwand könnten taktische Dinge sofort besprochen werden und Spieler und Trainer müssten nicht erst aus dem Auditorium „wieder auf den Platz stiefeln“.

Beim Saisonabschluss in Wolfsburg wird Julian Nagelsmann wohl nicht groß experimentieren. Ein Eigengewächs wird jedoch sicher in der Startelf stehen.

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