Nach Abschied aus München

FC Bayern lehnte Guardiolas Wunsch-Nachfolger ab - Jetzt packt ein Ex-Mitarbeiter aus

FC Bayern Meisterschale Pep Guardiola
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Pep Guardiola und die Meisterschale.

Nach dem Abschied von Pep Guardiola übernahm Carlo Ancelotti das Traineramt beim FC Bayern. Der Spanier hatte allerdings einen anderen Nachfolger im Sinn.

München - Mit den größtmöglichen Vorschusslorbeeren war Pep Guardiola 2013 zum FC Bayern gekommen. Schließlich hatte der Spanier bei seinem vorherigen Job den FC Barcelona zu einem der besten Fußballteams aller Zeiten geformt. In München ließ der Erfolgstrainer zwar ebenfalls schönen und erfolgreichen Fußball spielen. Den großen Wurf, den Triumph in der Champions League, schaffte er in seinen drei Amtsjahren allerdings nicht.

FC Bayern München: Ancelotti wurde Nachfolger von Guardiola

Ohne den Henkelpott ließ Guardiola seinen Vertrag auslaufen und zog zu Manchester City weiter. Die Mannschaft des FC Bayern übernahm dafür Carlo Ancelotti. Doch der erfahrene Italiener erwies sich als Flop und musste schon nach etwas mehr als einem Jahr wieder seinen Hut nehmen. Hatte Guardiola so etwas schon geahnt? Wie jetzt bekannt wurde, hätte der sich nämlich einen ganz anderen Nachfolger gewünscht.

Reschke: Guardiola wollte Thomas Tuchel zu den Bayern holen

Das verriet der ehemalige Technische Direktor beim FC Bayern, Michael Reschke, der Sport Bild.  Demnach soll Guardiola den heutigen Chelsea-Trainer Thomas Tuchel favorisiert haben. Der Deutsche wurde zu dieser Zeit auch immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. „Für Pep war Thomas sein natürlicher Nachfolger bei Bayern München. Er sagte zu mir: ‚Michael, du musst dafür sorgen, dass Thomas hier herkommt‘“, erzählte Reschke.

Die beiden Startrainer schätzen sich sehr. In Guardiolas letztem Jahr an der Säbener Straße trainierte Tuchel mit Borussia Dortmund den größten nationalen Rivalen des deutschen Rekordmeisters. Laut Reschke sollen sich beide in diesem Zeitraum immer wieder ausgetauscht haben. Schon das erste „Gespräch war von Anfang an auf Augenhöhe“, betonte Reschke. Demnach hatte „Pep gegenüber Thomas eine total natürliche Anerkennung, Respekt“.

Video: Guardiola gegen Tuchel - Trainer stehen sich bei Champions-League-Finale am Samstag gegenüber

Guardiola soll sogar ein regelrechter Tuchel-Fan gewesen sein. Reschke: „Für Pep wäre es der goldene Weg für die Zukunft des FC Bayern gewesen: mit Thomas Tuchel.“ Gekommen ist es bekanntermaßen anders. Der deutsche Coach betreut inzwischen den FC Chelsea - und trifft mit den Londonern am Samstag auf seinen Edelfan. Denn dann stehen sich Guadiolas Manchester City und Tuchels Blues im Champions-League-Finale gegenüber. (jn)

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