Die Zeit drängt für die Roten

Trainersuche beim FC Bayern: Machen‘s Tuchel und Flick gemeinsam? Das ist dran am Duo-Plan

Beim FC Bayern wird fieberhaft nach einer langfristigen Lösung auf dem Trainerposten gesucht. Kommt es sogar zur Doppellösung mit Thomas Tuchel und Hansi Flick? Eile ist geboten.

  • Der FC Bayern befindet sich auf der Suche nach einem langfristigen Nachfolger für Niko Kovac.
  • Es werden diverse Namen gehandelt - wie Thomas Tuchel oder Mauricio Pochettino.
  • Ist auch eine Doppellösung mit dem PSG-Coach und Hansi Flick eine Option?

München - Vertraut man der Statistik, könnte die Sache ganz einfach sein. Seit 2012 hat Paris St. Germain - beziehungsweise die katarische Investorengruppe dahinter - das Ziel ausgegeben, die Champions League zu gewinnen. Bisher haben es die Franzosen aber nie weiter als ins Viertelfinale geschafft.

In den vergangenen drei Spielzeiten war sogar schon im Achtelfinale Schluss. Das heißt: Ab Anfang März wurde jeweils darüber diskutiert, ob der richtige Trainer an der Seitenlinie steht.

Trainersuche beim FC Bayern: Tuchel wäre bei frühem Champions-League-Aus mit PSG wohl frei

Würde all das wieder so kommen, könnten die Verantwortlichen des FC Bayern die Pariser Achtelfinalspiele im Frühjahr entspannt verfolgen. Es ist kein Geheimnis, dass auch der bis 2021 vertraglich gebundene PSG-Trainer Thomas Tuchel ein weiteres frühes Scheitern in der Königsklasse nicht im Amt überleben würde.

Tuchel wäre im Sommer dann womöglich frei, und der FC Bayern könnte im zweiten Anlauf nach dem gescheiterten Versuch 2018 zuschlagen. Die Sport Bild berichtete über die Option, den PSG-Coach gemeinsam mit dem derzeitigen Interims-Trainer Hansi Flick agieren zu lassen. Als Duo, das sich kennt und schätzt, mit Flick als Co. Doch nach tz-Informationen existiert dieser Plan nicht.

Rückt er wieder ins zweite Glied? Hansi Flick übernahm den Job von Niko Kovac interimsmäßig.

Trainersuche beim FC Bayern: Flick hospitierte in Paris bei Tuchel

Die beiden Herren wirken grundverschieden, haben aber ähnliche Ansichten vom Fußball. Vor seinem Engagement als Assistent des entlassenen Niko Kovac hospitierte Flick bei Tuchel in Paris, die beiden stehen in Kontakt.

Vor allem Karl-Heinz Rummenigge - 2018 von Uli Hoeneß’ Werben um Jupp Heynckes überstimmt - hat immer Interesse an Tuchel, während Hasan Salihamidzic eher zum Engagement des vereinslosen Mauricio Pochettino neigt.

Dass Flick unter anderem von Heynckes als „idealer Mann“ für eine langfristige Beschäftigung bezeichnet wurde und auch die Profis sich für den 54-Jährigen aussprechen, macht die Sache noch verzwickter. Eine Trainer-Verpflichtung im Winter gilt inzwischen als nahezu ausgeschlossen. Irgendwann aber, im Frühjahr, muss und wird eine Entscheidung fallen.

Trainersuche beim FC Bayern: Hinter dem Abwarten der Bosse lauert eine Gefahr

Oberflächlich betrachtet mag es logisch erscheinen, Flick weitermachen zu lassen und abzuwarten, wie Tuchels Lage in Paris sich entwickelt. Allerdings birgt diese angebliche Option auch zahlreiche Gefahren, um genau zu sein: zu viele. Pochettino dürfte irgendwann vom Markt sein und auch keine Lust haben, als 1b- oder 1c-Lösung in München anzutreten. 

Und auch Erik ten Hag, im Moment an Ajax gebunden, würde als spät verpflichteter Kandidat zweiter Wahl Respekt einbüßen. Es wären die gleichen Fehler, die man vor zwei Jahren begangen hat, als Kovac verpflichtet wurde. Keiner will sie wiederholen.

Trainersuche beim FC Bayern: Fragen nach Weiterbeschäftigung von Flick häufen sich

Es ist nur logisch, dass die Verantwortlichen hinter den Kulissen nach der besten Lösung suchen, man wünscht sich endlich Kontinuität auf dem wichtigsten Posten. Ein Warten auf Tuchel würde die Personalie in die Länge ziehen.

Schon jetzt, einen guten Monat nach der Entlassung von Kovac, häufen sich die Fragen nach einer Weiterbeschäftigung Flicks, das Thema bestimmt nahezu jeden öffentlichen Auftritt eines Bayern-Protagonisten. Die Unruhe würde so lange anhalten, bis Tuchel aus der Champions League fliegt. In der Vorrunde übrigens hat PSG bisher kein Spiel verloren.

Pep Guardiola spricht nach einem Spiel von Manchester City plötzlich über den FC Bayern - und wundert sich selbst. Der Katalane könnte unfreiwillig einen Wechsel von Leroy Sané nach München begünstigen. Karl-Heinz Rummenigge teilt derweil gegen einen anderen Bundesligisten aus - und kassiert prompt einen Konter.

Hanna Raif

Rubriklistenbild: © AFP / FRANCK FIFE

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