Douglas hängt Ribéry ab

Das sind die Gewinner und Verlierer der China-Reise

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Douglas Costa (r.) ist einer der Gewinner der China-Reise.

München - Nach acht Tagen in Fernost ist der FC Bayern am Freitag wieder in München gelandet. Neben zahlreichen PR-Terminen gibt es auch einige sportliche Erkenntnisse. Wir zeigen Ihnen die Gewinner und Verlierer.

Acht Tage war der FCB-Tross in China unterwegs. Auch wenn die vielen Marketingtermine in Peking, Shanghai und Guangzhou überwogen, gab es für Pep Guardiola sportliche Erkenntnisse in diesen Tagen. Sechs Trainingseinheiten und drei Testspiele absolvierten die Roten im Reich der Mitte, die tz zeigt die Gewinner und Verlierer des Trainingslagers.

Gewinner

Douglas Costa: Der Neuzugang war die Überraschung in den Testspielen. Schnell, wendig und dribbelstark – der Brasilianer vereint die Attribute, die ein guter Flügelstürmer mitbringen muss. Gegen Valencia sprintete er über links, gegen Inter über rechts. Beide Male war der 30-Millionen-Mann schwer zu bremsen. Pep ist hochzufrieden mit Costa, der die ganze Offensive aufwertet: „Er zeigt, dass er die Qualität hat, für diesen Verein zu spielen. Mit so einem Spielertypen sind auch Spieler wie Thomas Müller und Robert Lewandowski stärker.“

Thomas Müller: Der Außenminister des FC Bayern. Wurde in jeder Stadt gefeiert wie ein Popstar, die chinesischen Fans flippten regelrecht aus. Auch wenn er nicht zu Guardiolas Lieblingen zählt, kommt Pep nicht an ihm vorbei. Zum einen überzeugte Müller in China sportlich, zum anderen wurde seine Klasse durch das kolportierte Wahnsinnsangebot über 100 Millionen Euro von Manchester United aufgewertet. FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge stellte klar: „Er ist ein absoluter Superstar.“

David Alaba: Der Österreicher ist nach zwei Verletzungen in der Vorsaison wieder fit – und für Pep unverzichtbar. In den drei Testspielen stand Alaba 250 Minuten auf dem Platz. Mehr als jeder andere. Auf der linken Seite oder im Zentrum, in der Abwehr oder im Mittelfeld, Alaba ist überall einsetzbar. „Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt, und versuche der Mannschaft zu helfen“, sagt der 23-Jährige. Das tut er auch. Ist aus der ersten Elf nicht wegzudenken, das hat er in China eindrucksvoll bewiesen.

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Verlierer

Javi Martinez: Der Spanier plagt sich mit Patellasehnenproblemen an seinem linken Knie herum. In dem ging im August 2014 im Supercup gegen den BVB so ziemlich alles kaputt, vollständig ausgeheilt scheint die Verletzung noch nicht. An Training mit der Mannschaft war in China nicht zu denken. „Javi braucht Zeit, das Wichtigste ist seine Gesundheit“, sagte Guardiola. Den Saisonstart wird Martinez wohl verpassen.

Franck Ribéry : Das gleiche Schicksal wie Martinez trifft auch den Franzosen. „Es geht ihm besser, aber er wird zum Saisonauftakt nicht fit“, erklärte Pep. Schon seit Mitte März fällt Franck nun aus, die starken Leistungen von Douglas Costa erleichtern ihm die Rückkehr in die Startelf nicht.

Dante: Der Brasi zog sich in der Sommerpause beim Kicken einen Muskelfaserriss zu. Wie Ribéry flog er nicht mit nach China und musste zusehen, wie Medhi Benatia oder auch Alaba in der Innenverteidigung ihre Sache gut machten. War schon in der letzten Saison kein Stammspieler mehr, dieses Jahr wird es noch schwieriger für ihn.

Sven Westerschulze

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