Transfergerüchte an der Säbener Straße

Einst aussortiert, bald Lewandowski-Nachfolger? FC Bayern beobachtet Shooting-Star

Hasan Salihamidzic und Robert Lewandowski (l.) beim Training
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Robert Lewandowskis Vertrag läuft 2023 aus. Hasan Salihamidzic (r.) sucht möglicherweise schon jetzt einen Nachfolger.

Der Kader des FC Bayern für die aktuelle Saison steht. Doch die FCB-Bosse haben für die Zukunft offenbar ein Talent im Visier, das schon mal an der Säbener Straße kickte.

München - Es lief die 71. Spielminute am vergangenen Sonntag im WM-Quali-Spiel Deutschland gegen Armenien in Stuttgart, als Karim Adeyemi eingewechselt wurde. 19 Jahre jung, bei RB Salzburg unter Vertrag und in München geboren.

Ziemlich genau 20 Minuten später durfte der Youngster dann auch schon das erste Mal jubeln, als er nach einer feinen Passkombination mit Florian Wirtz das 6:0 erzielte - und damit im ersten Länderspiel auch gleich seinen ersten Treffer markierte. Klar, dass sich im Nachhinein alle Augen auf Adeyemi richteten.

Dieser zeigte sich danach auf der DFB-PK noch „geflasht“ von den Ereignissen. Möglicherweise war es der Startschuss in eine glorreiche Karriere, bei der vor allem sein Geburtsort eine wichtige Rolle spielen könnte. Denn klar, wenn ein sehr talentierter Angreifer aus München kommt und nicht beim FC Bayern spielt, werden ihn die FCB-Bosse bestimmt schon auf der Liste haben.

FC Bayern: Karim Adeyemi als Nachfolger für Robert Lewandowski? FCB hat DFB-Youngster im Visier

Zumal an der Säbener Straße in den kommenden Jahren eine große Lücke entstehen wird. Robert Lewandowski* ist der aktuelle Weltfußballer und auf dem Zenit seiner Schaffenskraft - mit inzwischen 33 aber auch nicht mehr der Jüngste. 2023 läuft der Vertrag des Polen aus, immer wieder gab es Gerüchte um seinen Abschied.

Rüstet sich der FC Bayern daher mit Adeyemi für die Zeit nach Lewy? Der Vertrag des neuen DFB-Shootings-Stars in Salzburg läuft noch bis 2024, sein Marktwert wird aktuell auf 20 Millionen beziffert. Günstiger wird er vermutlich eher nicht werden. Laut Bild beobachten ihn die Bayern-Bosse, haben ihn für einen möglichen Transfer in der Zukunft auf der Liste.

Die ganze Sache hat aber einen großen Haken, denn Adeyemi hat schon eine FCB-Vergangenheit. Er spielte in der Jugend beim Rekordmeister*, musste da aber gehen, weil unter anderem die Leistungen in der Schule nicht passten. Ob er deswegen auch eher Anhänger des BVB ist?

Video: Nach Traum-DFB-Debüt - Alle Infos zu Neuzugang Adeyemi

„In der Bundesliga bin ich Dortmund-Fan, wenn ich das so sagen darf. Mein bester Freund ist auch BVB-Fan. Wir verfolgen den Verein ein wenig“, sagte Adeyemi 2019 in einem Interview mit transfermarkt.de und traf dabei eine Aussage, die nicht viele FCB-Fans gerne hören dürften: „Zurzeit ist der FC Bayern nicht so mein Verein. Ich wünsche Dortmund, dass sie die Meisterschaft gewinnen, damit Bayern aufhört, die Liga zu dominieren.“

Immerhin hat Adeyemi am Sonntag etwas geschafft, was zwei ehemaligen und einem aktuellen Bayern-Star gelungen ist. Das Tor-Debüt im ersten Länderspiel schafften seit 2000 lediglich Miroslav Klose, Gerald Asamoah, Mario Gomez, Christian Pander, Serge Gnabry, Nico Schulz und Florian Neuhaus.

Karim Adeyemi beim DFB: Bundestrainer Hansi Flick schwärmt schon

Deswegen geriet auch Hansi Flick ins Schwärmen, als er über die Stärken von Adeyemi befragt wurde. „Er hat gezeigt, was er schon in Salzburg zu Beginn der Saison gezeigt hat“, erklärt der Bundestrainer: „Dass er im Strafraum einfach ein guter Vollstrecker ist, sehr selbstbewusst agiert.“

Eigentlich Attribute, die man beim FC Bayern sucht. Fraglich nur, ob Shooting-Star Adeyemi überhaupt nochmal an die Säbener Straße* möchte. Aber die Verantwortlichen dürften ihn schon zu überzeugen wissen, sollten sie wirklich Interesse am 19-Jährigen haben - davon darf man ausgehen. (smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIEN

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