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Abwehr-Puzzle beim FC Bayern: Transfer von Dänemark-Star plötzlich ein Thema

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Wird der FC Bayern bis zum Ende Transferperiode noch einmal zuschlagen? Bedarf bestünde in der Abwehr. Aber welche Optionen gibt es?

München - Still ruht der See. So lassen sich die derzeitigen Aktivitäten am Winter-Transfermarkt treffend beschreiben. Für etwas Aufsehen sorgten in der Bundesliga lediglich die Wechsel von Ricardo Pepi (19) vom FC Dallas nach Augsburg und Marvin Friedrich (26), der Union Berlin den Rücken kehrte und sich Borussia Mönchengladbach angeschlossen hat.

FC Bayern: Nagelsmann ist ein Fan von Winter-Transfers

Beim FC Bayern haben die Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) bereits früh beschlossen, im Januar keine neuen Spieler nach München zu holen – obwohl sich Trainer Julian Nagelsmann (34) jüngst als Wintertransfer-Fan outete. „Du hast viele Vorteile dadurch. Du mixt ein bisschen die Mannschaft durch, schaffst ein bisschen neue Hierarchien“, sagte der gebürtige Landsberger und erklärte: „Vor allem gibst du Neuzugängen ein halbes Jahr Zeit, sich zu akklimatisieren. Und in der Sommervorbereitung ist er dann von Beginn an voll da.“

Doch Nagelsmann wird sich gedulden müssen, Sportvorstand Salihamidzic und sein Technischer Direktor Marco Neppe (35) treiben im Hintergrund vor allem die Kaderplanung im Hinblick auf das Sommer-Transferfenster voran. Das Duo erledigt seine Hausaufgaben für die neue Saison traditionell früh. Beispiel: Die Verpflichtung von Dayot Upamecano (23) wurde bereits im Februar 2021 fix gemacht. Kein Wunder, dass man im Aufsichtsrat äußerst zufrieden ist mit der Arbeit von Salihamidzic und laut Sport Bild demnächst eine Verlängerung des 2023 auslaufenden Arbeitsvertrags anvisiert. Überraschend kommt diese Entscheidung nicht.

Der FC Bayern hat gleich mehrere Optionen im Abwehr-Bereich

Die Abwehr ist auch heuer wieder die größte Transfer-Baustelle der Bayern. Unter anderem steht ein offensivstarker Rechtsverteidiger ganz oben auf der Wunschliste der Münchner. Bereits vergangenes Jahr hatte der deutsche Rekordmeister Interesse an Achraf Hakimi (23) gezeigt, sich letztendlich aber wegen des enormen Transfer-Volumens (Gehalt plus Ablöse) gegen einen Kauf entschieden. Hakimi wechselte für 60 Millionen Euro von Inter Mailand zu Paris Saint-Germain.

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Für eine Null-Euro-Ablöse wäre hingegen der dänische Nationalspieler Andreas Christensen (25) zu haben, dessen Vertrag beim FC Chelsea im Sommer ausläuft. Laut Sky Italia sollen sich Bayern und Barcelona intensiv um einen Transfer des Innenverteidigers bemühen.

Video: Bei diesen Bundesliga-Profis laufen die Verträge aus

FC Bayern: Noch ist unklar, wie es mit Niklas Süle weitergeht

Steht immer noch die Frage im Raum, wie es mit der Bayern-Zukunft von Niklas Süle (26) aussieht. In München wurde ihm bereits ein Angebot vorgelegt, mit dem Süle und sein Management jedoch noch nicht zufrieden sind, wie auch Trainer Nagelsmann bestätigte: „Er hat ein Angebot vorgelegt bekommen, was er noch nicht unterschrieben hat. Wenn es dem Verein egal wäre, hätten sie ihm kein Angebot gemacht.“ Sollte Süle den Klub am Saisonende wirklich ablösefrei verlassen, dann wohl Richtung Premier League.

Keine Steine würden die Verantwortlichen Rechtsverteidiger Bouna Sarr (29) in den Weg legen, der derzeit beim Afrika Cup für Senegal stark aufspielt. Laut französischen Medienberichten haben mit dem OSC Lille, Girondins Bordeaux, der AS Roma und dem FC Genua gleich vier Clubs zuletzt loses Interesse am Noch-Münchner gezeigt. Ein Abgang im Sommer scheint jedoch realistischer als ein kurzfristiger Winter-Wechsel.

Ein irrer Tweet versetzt derweil den FC Augsburg in Aufruhr: Es geht um ein vermeintliches Zitat von Neuzugang Pepi.

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