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Dybala verlässt Juventus: Ablösefreier Superstar ein Kandidat beim FC Bayern?

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Von: Alexander Kaindl

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Paulo Dybala und Juventus Turin gehen getrennte Wege. Wo landet der argentinische Offensivkünstler jetzt? Er wurde einst auch beim FC Bayern gehandelt.

München - Für Karl-Heinz Rummenigge war er lange Zeit ein Wunschspieler. Jetzt ist er ablösefrei auf dem Markt! Die Rede ist von Paulo Dybala, jahrelanges Aushängeschild von Juventus Turin. Der Argentinier wird die Alte Dame zum Saisonende verlassen. Die Frage ist: wohin?

Paulo Bruno Exequiel Dybala
Geboren: 15. November 1993 (Alter 28 Jahre), Laguna Larga, Argentinien
Juventus Turin (Vertrag bis 30. Juni 2022)
Hängende Spitze, offensives Mittelfeld
Marktwert: 40 Millionen Euro

Paulo Dybala verlässt Juventus Turin: Transfer zum FC Bayern München ein Thema?

Wie Juve-Geschäftsführer Maurizio Arrivabene am Montag mehreren italienischen Medien mitteilte, wird der Verein dem 28-Jährigen, dessen Arbeitspapier im Juni ausläuft, keinen neuen Vertrag anbieten. „Mit der Verpflichtung von Vlahovic war seine Position nicht mehr so entscheidend. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern“, wurde Arrivabene zitiert. Dybala spielt seit 2015 bei Juve, zu Beginn dieser Saison wurde er zum Vizekapitän ernannt.

In 29 Spielen erzielte Dybala in dieser Saison wettbewerbsübergreifend 13 Tore, verpasste allerdings auch aufgrund verschiedener Muskelverletzungen viele Spiele. Im Januar hatten die Bianconeri für 70 Millionen Euro Dusan Vlahovic vom AC Florenz losgeeist, der Serbe ist mit 21 Treffern derzeit der Top-Torjäger der Serie A. Wie die Gazetta dello Sport berichtete, sollen bereits mehrere Vereine ihr Interesse an Dybala bekundet haben, darunter Inter Mailand und Atletico Madrid. Und die Bayern? Die sehen sich wohl anderweitig um.

So kennt man ihn: Paulo Dybala mit seiner Jubelpose.
So kennt man ihn: Paulo Dybala mit seiner Jubelpose. © NurPhoto / Imago

FC Bayern München: Interesse an Paulo Dybala wohl endgültig erloschen

In den vergangenen Jahren gab es etliche Gerüchte rund um eine mögliche Verpflichtung Dybalas. Der einstige Boss Rummenigge galt als großer Fan - der Offensivkünstler landete dennoch nie in München. Vielleicht ja jetzt, wo er ablösefrei zu haben wäre? Dass Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Hörer in die Hand nimmt und den Star-Spieler seines Ex-Klubs anruft, gilt als sehr unwahrscheinlich.

Das Problem, das einst schon Rummenigge selbst beschrieben hatte: „Seine Leistungen sind zu schwankend.“ Darüber hinaus ist Dybala verletzungsanfällig und ein hohes Gehalt gewohnt. Seit seiner Verlängerung im Jahr 2017 kassiert er rund sieben Millionen Euro pro Jahr, im Oktober 2021 soll es eine Vereinbarung mit Juve gegeben haben, dass man den 2022 auslaufenden Vertrag verlängern wolle - damals war dann von einem Nettoverdienst von acht Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen die Rede. Die Verantwortlichen beschlossen nun aber, das Angebot vom Tisch zu nehmen.

Paulo Dybala: Abschied aus Turin besiegelt - beim FC Bayern ist kein Platz

Schwankende Leistungen, Verletzungsanfälligkeit, ein hohes Gehalt und - das kommt bei ablösefreien Transfers immer dazu - ein üppiges Handgeld: all das sind Gründe für den FC Bayern, gar nicht erst in den Dybala-Poker einzusteigen. Zumal seine Position (hängende Spitze, offensives Mittelfeld) in München von einem gewissen Thomas Müller gespielt wird, der als unersetzbar gilt. Mit Jamal Musiala steht dessen Nachfolger ohnehin schon in den Startlöchern. Dybala beim FC Bayern? Auch in der Post-Rummenigge-Ära gibt es quasi keine Chance auf diesen Transfer. (akl/sid)

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