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Wie lange darf Nianzou noch bleiben? „Er hat nicht wenige Chancen gekriegt“

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Mit Tanguy Nianzou ist Trainer Julian Nagelsmann beim FC Baern bislang noch icht so zufrieden.
Mit Tanguy Nianzou ist Trainer Julian Nagelsmann beim FC Baern bislang noch icht so zufrieden. © IMAGO / Sven Simon

Der FC Bayern hat eine Problemzone. Die Defensive zeigte sich jüngst sehr schwach. Zu wenig Chancen? Bayern-Coach windet sich raus.

München – Als Julian Nagelsmann (34) im vergangenen Sommer seinen Dienst als Trainer des FC Bayern antrat, hatte er bereits einen Arbeitsauftrag aus der Chefetage des deutschen Rekordmeisters erhalten: Der junge Fußballlehrer sollte die Defensive stabilisieren und weniger Gegentore kassieren als Vorgänger Hansi Flick (57).

Nach 33 von 34 Bundesliga-Spieltagen ist klar: Nagelsmann hat die Anweisung seiner Vorgesetzten erfüllt. Der deutsche Rekordmeister steht aktuell bei 35 Gegentoren, unter Flick waren es zum gleichen Zeitpunkt 42.

Trotzdem bleibt die Defensive der Sorgenbereich im Münchner Spiel. Das wurde beim 2:2 am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart einmal mehr deutlich. Das französische Abwehr-Duo Dayot Upamecano (23) und Tanguy Nianzou (19) wackelte stellenweise bedenklich. Vor allem Nianzou sah bei den Gegentreffern nicht unbedingt sattelfelst aus.

FC Bayern: Tanguy Nianzou zeigt schwache Leistung

Nach 63 Minuten war der Arbeitstag des französischen Nachwuchs-Nationalspielers beendet. Für ihn kam Niklas Süle (27) ins Spiel, der die Bayern nach der Saison bekanntlich Richtung Dortmund verlässt – und durch seinen Wechsel eine weitere Baustelle im bayerischen Defensivverbund hinterlässt. Doch wie sieht die Zukunft von Nianzou aus? Ist er mehr als ein Lückenfüller für den Bald-Dortmunder Süle? Ex-Münchner Wagner zerlegt den Bayern-Youngster live am Mikrofon.

Video: Transfer beim FC Bayern! Münchner holen Noussair Mazraoui

Trainer Nagelsmann ist sich selbst noch nicht sicher, wie er nach dem Suttgart-Spiel erklärte: „Es geht darum, die Spieler auch perfekt bewerten zu können. Tanguy hat jetzt nicht ganz wenige Chancen gekriegt, aber zu wenige, um ihn perfekt für die neue Saison bewerten zu können. Es geht immer auch darum, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen – was passt wie perfekt zusammen und was passt vielleicht nicht so gut zusammen.“

FC Bayern: Salihamidzic steht zu seiner Abwehr

Sportvorstand Hasan Salihamidzic lässt indes keine Debatten über die Abwehr nächste Saison zu und stellt klar: „Wir haben mit Lucas Her­nandez, Dayot Upamecano, Benjamin Pavard und Tanguy Nianzou vier sehr gute Innenverteidiger und ich kenne keine Mannschaft, die vier solche Verteidiger in ihren Reihen hat.“ Zur Erklärung: Durch den bevorstehenden Wechsel von Ajax-Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui (24) nach München könnte Pavard ab nächster Saison vorwiegend im defensiven Zentrum spielen. Diese Position bevorzugt der Nationalspieler ohnehin.

„Mini-Boateng“ - FC Bayern schaut sich weiter auf dem Transfermarkt um

Trotzdem schaut sich die sportliche Leitung weiter auf dem Transfermarkt um und hält nach einem deutschsprachigen Innenverteidiger Ausschau. Vielleicht werden sie in den nächsten Jahren zumindest in den eigenen Reihen fündig.

Denn: Mit Tarek Buchmann (17) spielt eines der größten Abwehrtalente Deutschlands in der U 19 des FC Bayern. Buchmann, der wegen seines äußeren Erscheinungsbilds und seiner Spielweise den Spitznamen „Mini-Boateng“ erhalten hat, wird der Sprung zu den Profis zugetraut.

Er ist, ähnlich wie Nianzou, ein überragender Kopfballspieler. Darüber hinaus ist er ruhig am Ball und gilt dementsprechend als starker Aufbauspieler. Außerdem besitzt er ein intelligentes Stellungsspiel und bringt im Zweikampf die nötige Schnelligkeit und Cleverness mit. Kein Wunder, dass ihn U 23-Trainer Martin Demichelis bereits auf dem Radar hat. Das Gute liegt oft so nahe.

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