Massive Verluste beim Triple-Sieger

FC Bayern: Transfer-Alarm? Hainer enthüllt erstmals erschreckende Finanz-Details

Die Corona-Krise setzt auch dem finanziell als gefestigt geltenden FC Bayern mächtig zu. Präsident Herbert Hainer legt erschreckende Zahlen offen.

  • Der FC Bayern muss erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen.
  • Schuld daran ist die Corona-Krise.
  • Präsident Herbert Hainer macht eine alarmierende Bestandsaufnahme.

München - Dass nicht alles ausnahmslos rosig ist beim FC Bayern, haben die letzten Wochen gezeigt. Ein Spieler nach dem anderen wanderte ab, Neuzugänge halten sich in Grenzen. Nun schlägt auch noch FCB-Präsident Herbert Hainer Alarm - und nennt erstmals die konkreten Ausmaße des finanziellen Verlusts durch die Corona-Krise.

FC Bayern: Präsident Herbert Hainer verrät beunruhigende Finanz-Details

Gegenüber der Abendzeitung verriet Hainer, wie heftig die Krise auch dem Branchenprimus zugesetzt hat. „Wenn wir alles zusammenrechnen, dann fehlen uns Pi mal Daumen 100 Millionen. Und dem müssen wir auch Rechnung tragen“, erklärte der Präsident. Das ist wohl der Grund, warum sich der FC Bayern auf dem Transfermarkt so zurückhält.

Das Defizit komme vor allem von den wegfallenden Zuschauereinnahmen. „Wir haben keine Zuschauer in den Stadien. Das heißt, wir haben weniger Einnahmen“ sagte Hainer und rechnete vor: „Uns fehlen pro Heimspiel mehr oder weniger vier Millionen an Ticketing, an Essen, Trinken und Catering. Wir machen deutlich weniger Merchandising-Umsätze, weil die Leute keine Trikots kaufen, wenn sie nicht ins Stadion gehen dürfen“, klagte Hainer.

FC Bayern: Hansi Flick fordert Verstärkung - doch FCB hält sich zurück

Coach Hansi Flick machte dennoch einmal mehr deutlich, dass der Verein seine Ziele mit dem vorhandenen Kader nur schwer erreichen könne. „Wir müssen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, auch einen dementsprechenden Kader zur Verfügung haben“, stellte Flick klar. Bisher sind die 45 Millionen für Leroy Sané die einzige Ausgabe des Transferfensters. Der Thiago-Verkauf spülte 30 Millionen in die Kassen, Die teuren Gehälter von Ivan Perisic und Philippe Coutinho fallen weg. Zudem könnte Michael Cuisance für eine üppige Summe nach England wechseln.

FC Bayern: Lemar und Kramaric bei Münchnern im Gespräch

Auch Hainer schloss nicht aus, dass die Münchner nochmal aktiv werden. Gehandelt werden aktuell der Franzose Thomas Lemar von Atlético Madrid und Andrej Kramaric von 1899 Hoffenheim. Als wahrscheinlich gilt es, dass der Kader wie auch in der vergangenen Saison durch Leihspieler verstärkt wird. (epp)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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