Nur noch bis zum 5. Oktober Zeit

Salihamidzic im Transfer-Stress - Zaubert er jetzt etwa einen Brasilianer aus dem Ärmel?

Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic.
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Sportvorstand des FC Bayern: Hasan Salihamidzic.

Der Corona-Spielplan ist vollgepackt, derweil laufen den Bayern die Spieler weg. Es gibt noch einiges zu tun in der letzten Transferwoche für Sportvorstand Salihamidzic.

  • Erst sagt Wunsch-Kandidat Sergino Dest dem FC Bayern ab.
  • Dann will auch noch Michael Cuisance den Verein verlassen.
  • Sportvorstand Salihamidzic braucht dringend neue Spieler.

München - Selbst kurz vor dem Anpfiff in Hoffenheim griff Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic zum Handy. Kein Wunder, schließlich schließt das Transferfenster bereits in einer Woche – und noch sind keine weiteren Neuzugänge in Sicht, die sich Trainer Hansi Flick so sehr nach den Verpflichtungen von Torwart Alexander Nübel, Abwehrtalent Tanguy Nianzou und Königstransfer Leroy Sané wünscht.

Priorität hat weiterhin die Verpflichtung eines Back-Ups für Rechtsverteidiger Benjamin Pavard. Obwohl es Wunsch-Kandidat Sergino Dest (19) von Ajax Amsterdam allem Anschein nach zum FC Barcelona statt nach München ziehen wird, geht Brazzo cool in die letzte Transferwoche. „Wir halten uns viele Optionen offen. Lassen wir uns überraschen, was bis Ende der Transferperiode passiert“, sagte Salihamidzic am Sonntag.

FC Bayern: Salihamidzic ist den Druck zum Ende der Transferperiode gewöhnt

Selbst die vermeintliche Last-Minute-Absage von Transferziel Dest kann den Sportvorstand nicht aus der Ruhe bringen. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Münchner Scouting-Abteilung mit Max Aarons (20) von Norwich City eine weitere Rechtsverteidiger-Alternative in der Hinterhand hat. Trainer Flick brachte vergangenen Winter bereits den Brasilianer Dodo (21) von Schachtjor Donezk beim FCB ins Gespräch. Es mangelt also nicht an möglichen Alternativen. 

Für Salihamidzic sind Forderungen nach Neuzugängen aus den eigenen Reihen nichts Neues. Man erinnere sich nur an vergangenen Sommer, als gleich mehrere Leistungsträger wie Kapitän Manuel Neuer oder Superstürmer Robert Lewandowski öffentlich Verstärkung forderten. Im letzten Moment präsentierten die Bayern-Verantwortlichen die Leihspieler Ivan Perisic und Philippe Coutinho. Wie die Saison der Münchner in Lissabon endete, ist bekannt.

FC Bayern: Cuisance vor dem Sprung in die Premier League?

Dieses Jahr ist die Belastung der Spieler durch den voll gepackten Corona-Spielplan allerdings enorm. Heißt: Ein paar Optionen mehr in der Mannschaft wäre sicherlich kein Nachteil, um dem Stammpersonal Pausen zu gönnen. Da verwundert es allerdings schon, dass Flick in Hoffenheim unter anderem die Feldspieler Adrian Fein (21) und Michael Cuisance (21) kurzerhand aus dem Spielkader strich. Darauf angesprochen erklärte Flick, dass es keine Entscheidung gegen Cuisance, sondern für den jungen Jamal Musiala (17) gewesen sei: „Jamal hat auf der Außenposition sehr gut gespielt. Darum kam er in den Kader und Micka nicht.“

Parallel zur Nichtnominierung von Cuisance poppte in Frankreich die Meldung auf, dass der junge Franzose unmittelbar vor einem Wechsel zu Leeds United steht. Laut der französischen Sportzeitung L‘Equipe haben sich Leeds und der FCB auf einen Transfer verständigt, es steht eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro im Raum. Entscheidend soll vergangene Woche ein Gespräch zwischen Spieler und Trainer stattgefunden haben, in dem Flick Cuisance eröffnete, dass er zwar ein großer Fan seiner fußballerischen Fähigkeiten sei, ihm aber keine regelmäßige Spielzeit zusichern könne.

Mit einem Abschied von Cuisance und dem erwarteten Abgang von Javi Martinez würde die Kadergröße auf 19 Feldspieler schrumpfen – die Talente Musiala, Chris Richards und Joshua Zirkzee mit eingerechnet. Und was wäre, wenn bis zum 5. Oktober trotzdem keine Verstärkungen mehr nach München kommen? „Darüber mache ich mir keine Gedanken“, sagte Flick nach der Pleite in Hoffenheim.

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