Brasilianer sprintet in die Herzen der Fans

Trotz Mega-Einstand von Costa: Robben vermisst Ribéry

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Ein Foto aus gemeinsamen Zeiten auf dem Rasen: Arjen Robben (l.) und Franck Ribéry.

München - Douglas Costa ist auf Anhieb zum Fan-Liebling geworden beim FC Bayern. Auch Arjen Robben freut sich über den neuen Top-Mitspieler. Er vermisst dennoch Franck Ribéry.

Schalte nach Südamerika: Douglas Costa nach der ­Partie gegen den HSV in der Allianz Arena.

Es war ein großer Aufruhr im Ausgangsbereich der Arena, wo Journalisten und Spieler zur Nachbesprechung aufeinandertreffen. Ein brasilianscher Reporter hatte mit seinem Team Stellung bezogen und war dabei, seiner Heimat in beeindruckender Lautstärke vom Klasse-Auftakt des FCB zu berichten. Natürlich begrüßte er auch kurz seinen Landsmann Rafinha, im Mittelpunkt der Berichterstattung stand aber jemand anderes: Douglas Costa.

Der neue Mann der Roten war natürlich gern bereit für ein ausgiebiges Interview, es gab ja genug zu erzählen. Zum Beispiel von seinem Tor, seiner Torvorbereitung – oder seiner neuen Rolle. Denn Costa ist schon jetzt Fan-Liebling der Münchner. Ganz bescheiden meinte er zunächst: „Es war ein gelungener Auftakt. Es ist sehr gut, dass ich meinen Teil zum Sieg beigetragen habe.“

Seine Kollegen waren da schon deutlicher. Arjen Robben nannte ihn eine „Extra-Waffe“, Thomas Müller sprach von einer „wahnsinnigen Energie“, die der Spieler auf den Platz bringt. Dass er sich auch daneben schnell zurechtfindet, darum kümmert sich Müller persönlich. „Ich schau’ schon, dass er gut integriert wird“, sagte der Ur-Bayer, der sogar aufklärte, wie man den neuen Brasi denn nun ausspricht: „Er heißt Doglas, nicht Dagläs und nicht Duglas“ (tz-Lautschrift).

Costa bestätigte: „Man hat es mir sehr einfach gemacht, mich einzuleben. Die Atmosphäre ist super. Die Stadt ist schön.“ Sein sportlicher Einstand macht natürlich vieles leichter. Den Fans, die den Neuzugang feierten und seine Aktionen mit umfassendem Raunen begleiteten, dürften bei so viel Spektakel kurzzeitig vergessen, dass ihr eigentlicher Liebling noch immer nicht mitmachen kann: Franck Ribéry. Der Franzose schaute beim Spiel von der Tribüne aus zu, wollte nachher keinen neuerlichen Einblick in den Heilungsverlaufs seines lädierten Knöchels geben. Dafür sprach Flügelpartner Robben. „Das ist ganz schwierig für ihn, schwierig für seinen Kopf“, sagte der Holländer über Ribéry. „Das ist frustrierend für ihn. Wir unterstützen ihn, das ist das Einzige, was wir für ihn machen können. Ich hoffe, dass er bald wieder auf dem Platz steht und dass wir zusammen spielen. Ich vermisse die Zeit, als wir zusammen auf dem Platz standen.“

Immerhin kann Neuzugang Costa diese Lücke bisher ganz gut füllen. In Hälfte eins als direkter Ribéry-Ersatz auf links, nach der Auswechslung für Robben rechts. Dort explodierte der Brasilianer dann auch so richtig, ließ Hamburgs Ostrzolek keine Chance. Ein perfekter Abend für den 24-Jährigen!

mic, sw

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