Der Rekordmeister schafft es vor dem Derby gegen den TSV 1860 München nicht zu gewinnen

FC Bayern München: Als Spitzenreiter ins Derby

Auch gegen den 1. FC Magdeburg trifft der Toptorschütze der 3. Liga Otschi Wriedt.
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Auch gegen den 1. FC Magdeburg trifft der Toptorschütze der 3. Liga Otschi Wriedt.

Gegen den 1. FC Magdeburg zeigt der FC Bayern München II kurz vor dem Derby gegen den TSV 1860 München, dass sie auch noch Punkte liegen lassen können.

Magdeburg – Tabellenführung verteidigt, Generalprobe gelungen. Und dennoch offenbarten die kleinen Bayern fünf Tage vor dem Stadtderby am Mittwoch gegen den TSV 1860, dass auch sie nicht unverwundbar sind. Nach zuvor 16 von 18 möglichen Punkten seit dem Re-Start erkämpften sich die „Bayern-Amateure“ am Samstag beim 1. FC Magdeburg erst in der Schlussphase noch ein Remis. Dank eines finalen Kraftakts konnte in den Schlussminuten ein 0:2-Rückstand noch in ein 2:2 verwandelt und damit die erste Niederlage seit dem Wiederbeginn verhindert werden.

FC Bayern ohne sechs Leistungsträger gegen den 1. FC Magdeburg

Dabei war der zuletzt so formstarke Talentschuppen des Rekordmeisters in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts ohne Torhüter Christian Früchtl, Chris Richards, Sarpreet Singh, Oliver Batista Meier, Wooyeong Jeong und Jamal Musiala, die allesamt dem Profikader angehörten, gegen die rustikal und kompromisslos zu Werke gehenden Platzherren lange weitgehend chancenlos gewesen. Nachdem Torjäger Kwasi Okyere Wriedt zunächst Pech hatte, als ihm bei einem Eckstoß der Ball an die Hand sprang und Jürgen Gjasula per Strafstoß zur Magdeburger Führung traf (22.), erhöhte Daniel Steininger kurz vor dem Halbzeitpfiff per Kopf auf 2:0 (43.).

FC Bayern schockt 1. FC Magdeburg mit spätem Doppelpack

Auch in der Folge fanden die „Bayern-Amateure“ kein Rezept gegen den gut organisiert und diszipliniert auftretenden FCM, die spielerische Leichtigkeit der Vorwochen war nur noch in Spurenelementen erkennbar, die zuletzt so stabile Defensive wackelte teils bedenklich. Nach dem Seitenwechsel aber gab der 18-jährige Malik Tillman mit seinem Pfostenschuss (50.) zumindest schon mal einen ersten Warnschuss ab. Zählbares indes brachte der FCB-Nachwuchs erst in den Schlussminuten zuwege: Zunächst verkürzte Wriedt nach einem Foul an ihm selbst per Elfmeter zu seinem 23. Saisontreffer (87.), in der Nachspielzeit schließlich gelang Timo Kern der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleichstreffer (90.+1).

So durfte der Trainer nach der gerade noch gelungenen Derby-Generalprobe einen „Punkt des Willens“ verbuchen, nachdem seine Mannschaft, wie der 38-jährige Hoeneß einräumte, im ersten Abschnitt „noch überrumpelt worden war“. Zum Teil, so der Bayern-Coach, habe seiner Mannschaft zwar „die Frische im Kopf gefehlt“, insgesamt aber wollen seine „Jungs einfach zeigen, was sie draufhaben“. Bestimmt auch am Mittwoch, wenn die kleinen Bayern als Tabellenführer den Lokalrivalen empfangen. MATTHIAS HORNER

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