TV-Bilder zeigen die Szenen

Ancelotti-Mittelfinger nach Spuck-Attacke: DFB ermittelt

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Der Foto-Beweis (ein Screenshot der ZDF-Aufnahmen): Ancelotti zeigte den Stinkefinger.

Berlin - Trainer Carlo Ancelotti vom FC Bayern München ist offenbar in Berlin beim 1:1 gegen Hertha BSC beim Gang in die Katakomben des Olympiastadions von Zuschauern bespuckt worden.

Eine halbe Stunde nach seinem kurzen Ausraster war Carlo Ancelotti wieder die Beherrschung in Person. "Ich werde mir den Tag rot im Kalender anstreichen, denn ich war das erste Mal in meinem Leben in Berlin. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, mir die Stadt anzuschauen", sagte der Trainer von Bayern München im gemütlichen Plauderton. Als sei nichts gewesen.

Dabei ist beim turbulenten 1:1 (0:1) des Rekordmeisters bei Hertha BSC in der aufgehitzten Stimmung etwas passiert, was die Fußball-Bundesliga bislang noch nicht gesehen hatte: Der sonst so coole Mister Ancelotti verlor für eine Sekunde die Fassung. Der Italiener zeigte auf dem Weg in die Kabine wütenden Hertha-Fans den Mittelfinger.

Ancelotti: „Ja, ich habe diese Geste gemacht“

"Ja, ich habe diese Geste gemacht, weil ich angespuckt wurde", gab Ancelotti in der ARD-Sportschau zu. Ob der 57-Jährige dafür eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) befürchten muss, war zunächst offen.

TV-Aufnahmen des ZDF (leider nicht im Internet zu sehen) beweisen tatsächlich, dass es am Tor zu den Katakomben zum Eklat kam: Man sieht, wie Ancelotti womöglich bespuckt wird und der sekundenlang mit dem Stinkefinger kontert.

DFB ermittelt

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird ab Montag die Vorfälle aus der Schlussphase des Spiels untersuchen. Das bestätigte der DFB dem SID. Auch Hertha-Torhüter Rune Jarstein, der unmittelbar nach dem späten Ausgleich von Robert Lewandowski (90.+6) aus kürzester Distanz Xabi Alonso an den Rücken geschossen hatte, muss sich gegenüber dem Kontrollausschuss äußern. Dem Norweger droht eine nachträgliche Sperre, sollte ihm eine Tätlichkeit nachgewiesen werden.

Jarstein hatte mit seiner Aktion auf dem Rasen einige Rudelbildungen ausgelöst. "Das gehört sich nicht, das ist kein Fair Play", kritisierte Bayern-Torhüter Manuel Neuer, der in den hektischen Szenen nach dem Schlusspfiff mittendrin war: "Es waren so viele Zuschauer da, da ist das kein gutes Vorbild. Da kann man sich auch mal beschweren."

Diese TV-Bilder zeigen Ancelottis Stinkefinger-Aktion

Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger.
Carlo Ancelotti zeigt Hertha-Anhängern beim Gang in die Katakomben den Stinkefinger. © ZDF

Rückendeckung von Watzke

Rückendeckung bekommt Ancelotti von hoher Stelle - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nahm ihn im ZDF-Sportstudio in Schutz. „Ich würde mich nicht davon freisprechen, dass es mir auch hätte passieren können, wenn mich einer bespuckt. Man sollte es idealerweise nicht machen, aber es gibt Situationen, da hast du einfach die Schnauze voll. Wenn dir von oben einer auf den Kopf rotzt, dann findest du das nicht so spannend", so Watzke. „Ich würde nicht den Stab über ihn brechen wollen.“

Die Bayern hatten in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch Robert Lewandowski noch den 1:1-Ausgleich erzielt. Es kam danach zu tumultartigen Szenen auf dem Platz.

lin/sid

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