„Ich bin keiner, der nachtritt“

Hoeneß plaudert Bayern-Details aus - BVB-Star war schon mit FCB einig, ein Trainer passte ihm gar nicht

Uli Hoeneß: Der Ehrenpräsident des FC Bayern München mit skeptischer Miene.
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Uli Hoeneß sprach überraschend offen über ehemalige Bayern-Trainer und verriet einen Fast-Transfer eines heutigen Stars.

FC Bayern: Ehrenpräsident Uli Hoeneß sprach kürzlich über den sicher geglaubten Bayern-Transfer eines BVB-Stars und die namhaften Trainer der letzten Jahre.

  • Uli Hoeneß sprach in einem Interview über die Bayern-Trainer der letzten Jahre.
  • Dabei erzählte er, wie Karl-Heinz Rummenigge eine Klopp-Verpflichtung verhinderte.
  • Außerdem verriet er, dass ein BVB-Star eigentlich dem FC Bayern zugesagt hatte.

München - In seiner Karriere als Spieler und Manager beim FC Bayern hat Uli Hoeneß einiges erlebt, darunter auch eine Vielzahl von Trainern, die nicht alle großen Erfolg hatten. Der Macher des FCB verriet nun, mit welchem Coach er nicht konnte und wieso einer der aktuell erfolgreichsten Trainer der Welt nicht nach München, sondern nach Dortmund wechselte. Einen momentan äußerst begehrten Star des BVB hatte man bereits praktisch verpflichtet, wie Hoeneß in einem FAZ-Interview verriet.

FC-Bayern-Macher Uli Hoeneß verrät, mit welchem Trainer er „menschlich nicht zurechtgekommen“ ist

Uli Hoeneß gelang es als Spieler gleich dreimal, den Europapokal der Landesmeister zu gewinnen. In seiner deutlich längeren Amtszeit als Manager bei den Bayern konnte er den Champions-League-Titel nur zweimal einfahren. Mit Trainern wie Pep Guardiola und Louis van Gaal stolperte man auf der Zielgeraden.

Besonders mit dem Niederländer wurde Hoeneß nie warm, man sei „menschlich nicht zurechtgekommen“. Jedoch rechne er ihm hoch an, „dass er hier eine große Fußballkultur gestartet hat. Die Art und Weise, wie wir heute Fußball spielen, hat auch damit zu tun, wie er die Mannschaft das Fußballspielen gelehrt hat“.

FC Bayern: Rummenigge verhinderte Klopp-Verpflichtung - Klinsi-Aus in Berlin „tut mir leid für ihn“

Sein Vorgänger Jürgen Klinsmann soll diesbezüglich keine Spuren hinterlassen haben und setzte lediglich auf Fitness. Negativ wollte er sich jedoch nicht über den Ex-Hertha-BSC-Coach äußern. „Ich bin keiner, der nachtritt“, meinte Hoeneß. „Die Geschichte in Berlin tut mir leid für ihn“, fügte der 68-Jährige hinzu. Hoeneß erwähnte im FAZ-Gespräch auch die folgenschwere Entscheidung, Klinsmann statt Jürgen Klopp zum FCB geholt zu haben.

Bereits im Winter 2008 hatte man Kontakt zum damaligen Mainz-Coach. „Er konnte sich vorstellen, zu Bayern zu kommen, und wir vertagten uns auf den 7. Januar, um dann konkret zu werden. Wenige Tage später kam Karl-Heinz mit der Klinsmann-Idee“, erinnert sich die Vereins-Ikone. Das Ende der Geschichte ist bekannt: Klopp unterschrieb beim Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund und gewann zweimal die deutsche Meisterschaft.

FC Bayern: Nicht nur bei Klopp kam der BVB den Bayern zuvor - Mega-Star entschied sich „im letzten Moment“ für Dortmund

Doch auch ohne Klopp scheinen die Dortmunder heutzutage den Bayern immer mal wieder die Butter vom Brot zu nehmen. Wie Hoeneß verriet, hatte man den Transfer eines Mega-Stars des BVB, der in dieser Transferperiode für einen dreistelligen Millionen-Betrag wechseln könnte, schon fast sicher. „Mit Sancho war bei uns alles klar, aber im letzten Moment entschied er sich für Dortmund“, enthüllte der Ex-Manager. Doch bei den Bayern „tut sich da gerade auch einiges“, wie der rasante Aufstieg von Alphonso Davies und die Verpflichtung von Nianzou aus Paris beweisen. Hoeneß kritisierte im selben Interview die Transferpolitik der Dortmunder. (ajr)

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