Ex-Präsident bricht sein Schweigen

Uli Hoeneß gibt Interview - zu einem Herzensthema

München - Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich in den vergangenen Monaten bewusst zurückgehalten mit öffentlichen Äußerungen. Jetzt gab er ein Interview - zu einem Herzensthema.

In den vergangenen Jahren wurde alles anders bei Uli Hoeneß. Der ehemalige Bayern-Macher wurde wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Anfang dieses Jahres wurde er Freigänger und muss inzwischen nur noch zum Schlafen in den Knast. Hoeneß arbeitet jetzt tagsüber in der Nachwuchsabteilung des FC Bayern, Anfang März 2016 könnte er endgültig auf freien Fuß kommen.

Der einstige Lautsprecher hat sich als Freigänger ganz bewusst zurückgehalten mit öffentlichen Auftritten und vor allem mit Äußerungen. Wohl weil er Demut zeigen will und nichts Falsches sagen möchte. Doch jetzt hat der 63-Jährige ein Interview gegeben. Und zwar der Schweizer Zeitung Blick. Zu einem Herzensthema. Es geht um Flüchtlinge.

Hoeneß: "Bayern will ein Zeichen setzen"

Der FC Bayern hat am Mittwoch 30 junge Flüchtlinge zum Training eingeladen. Sie durften unter der Anleitung von zwölf Nachwuchs-Trainern der Roten an der Säbener Straße üben. Auch die Bayern-Stars Thomas Müller, Jerome Boateng und Thiago kickten mit ihnen. An der Seitenlinie: Uli Hoeneß.

Er findet deutliche Worte: "Bayern will ein Zeichen setzen, dass wir uns für Flüchtlinge einsetzen, damit sie sich in Deutschland wohl fühlen", so Hoeneß. Der 63-Jährige unterstreicht die "integrative Wirkung" des Sports. Es gehe "um die Jugendlichen, nicht um den FC Bayern".

Auch durch einen etwas provokativen Satz lässt sich Hoeneß nicht aus dem Konzept bringen: Ob Bayern nicht einfach günstig Talente finden wolle, wird er gefragt. "Das ist überhaupt nicht der Zweck", so Hoeneß. "Es sind alles unbeteiligte Jugendliche. Ihnen wollen wir helfen. Es hat Jungs darunter, die vermutlich gar nicht wissen, wie man Fußball spielt."

lin

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Rubriklistenbild: © M.I.S.

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