Wettbewerbsnachteil für die Bundesliga?

Hoeneß hofft auf Netflix und Disney: „Da spielt eine Milliarde keine Rolle“

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Uli Hoeneß.

Uli Hoeneß hofft, dass der Fußball künftig von Global-Player-Firmen profitieren könnte. Außerdem spricht er über die mögliche Transfersumme von Leroy Sané.

München - 80 Millionen hat der FC Bayern für Lucas Hernandez ausgegeben. Für Leroy Sané waren 100 Millionen im Gespräch, doch dann kam die schwere Verletzung des Noch-Parisers dazwischen. Uli Hoeneß kann bei diesen Transfersummen nur den Kopf schütteln. 

"Wenn Sie mich vor drei Jahren gefragt hätten, ob der FC Bayern jemals 100 Millionen Euro für einen Spieler ausgibt, hätte ich gesagt Nein", sagte der Präsident der Münchner im Interview mit der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". "Und jetzt haben wir es doch überlegt." Ob Bayern nach wie vor über Sané nachdenkt, kommentierte Hoeneß nicht.

Auf die Frage, ob andere Bundesliga-Vereine mit diesen Summen überhaupt noch mithalten können, sprach Hoeneß die Vermarktungsperiode der Fernsehrechte 2021 an. Er spekulierte, dass die Periode mehr hergeben könnte für die Klubs. 

Hoeneß: „... dann könnten wir Dimensionen erreichen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können“

Hoeneß: "Vielleicht kommen eines Tages auch Amazon, Apple, Comcast, Disney, Google oder Netflix dazu. Das sind alles Firmen, die ihren Nutzern Inhalte zur Verfügung stellen. Wenn die den Fußball für sich entdecken, werden wir noch über ganz andere Beträge reden. Da spielt eine halbe Milliarde, eine Milliarde keine Rolle. Dann könnten wir Dimensionen erreichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können."

Hoeneß sieht einen Wettbewerbsnachteil für die Bundesliga im internationalen Vergleich. Trotz eines Umsatzes von 700 Millionen Euro starte der FC Bayern "mit einem Rückstand von 200 Millionen Euro gegenüber Manchester United in die Saison."

Nicht nur die Transfersummen bringen Hoeneß ins Grübeln. Außerdem bezeichnete Hoeneß den Abstieg einiger Traditionsvereine als „Drama“. Der Präsident: "Wenn wir diese Mannschaften dauerhaft in der Bundesliga hätten, wäre sie noch populärer und attraktiver."

Noch nichts Konkretes wollte Hoeneß zu seiner persönlichen Zukunft äußern: „Ich werde meine Entscheidung am 29. August dem Aufsichtsrat mitteilen. Vorher gibt es von mir dazu keine offizielle Erklärung“, sagte er.

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cg

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