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Bayern-Macher Hoeneß teilt gegen Reporter aus: „Sie sind doch verantwortlich für den Tsunami“

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Von: Alexander Kaindl

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Beim FC Bayern München gibt es aktuell viele Gesprächsthemen. Nun schaltete sich auch Uli Hoeneß ein - mit einer Breitseite gegen die Medien.

München - Die Debatte rund um den aktuellen Impfstatus von Joshua Kimmich sorgt momentan im ganzen Land für Diskussionen. Der Mittelfeld-Star des FC Bayern München hatte in einem Sky-Interview bestätigt, dass er sich noch nicht gegen das Coronavirus habe impfen lassen - aus Bedenken wegen fehlender Langzeitstudien.

Daraufhin haben sich unzählige Experten und Nicht-Experten, Fußballer und Nicht-Fußballer, Politiker und Nicht-Politiker zu Wort gemeldet. Wenn Deutschland zu Beginn der Pandemie 83 Millionen Virologen und zur EM 83 Millionen Bundestrainer hatte, hat es derzeit 83 Millionen Kimmich-Meinungen („Geht Sie gar nix an“: FC-Bayern-Fans feiern Joshua Kimmich, weil er sich nicht impfen lässt).

Uli Hoeneß blafft wegen Joshua Kimmich Reporter an

Natürlich wird das Thema auch bei Kimmichs Arbeitgeber eifrig diskutiert. Von der Chefetage gab es schon erste Statements. Nun schaltet sich auch ein ehemaliger Boss ein: Uli Hoeneß.

Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters ging am Montag in den Angriffsmodus. Bei der Premiere der Amazon-Doku „FC Bayern - Behind The Legend“ teilte er gegen die anwesenden Reporter aus. Hoeneß sieht die Medien als Triebfeder der heftigen Impf-Debatte um Kimmich, sagte zu den Journalisten: „Sie sind doch verantwortlich für den Tsunami.“ Dass sich Kimmich wie wohl auch einige weitere Münchner Profis noch nicht impfen ließ, mochte Hoeneß nicht kommentieren. „Der einzige, mit dem ich in diesem Zusammenhang rede, ist der Joshua selbst“, sagte der ehemalige Vereinspräsident. Er habe aber eine Meinung dazu.

FC Bayern München: Fall Kimmich - Bosse betonen klare Haltung in Sachen Corona-Impfung

Kimmichs Bedenken wegen der fehlenden Langzeitstudien hatte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, im Interview der Deutschen Presse-Agentur zurückgewiesen. Er hatte unter Verweis auf Zulassungsstudien erklärt, dass es bisher nur „zu einigen Nebenwirkungen gekommen ist, die alle recht kurze Zeit nach der Impfung aufgetreten sind.“ Der Immunologe Carsten Watzl sprach in Bezug auf mögliche Langzeitfolgen von Impfungen von einem „Missverständnis“, das sich bei vielen Menschen halte.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer betonten bei der Doku-Premiere einmal mehr die Corona-Position des Klubs. „Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir eine klare Haltung haben, dass wir es allen nur empfehlen können, sich zu impfen. Das haben wir unterstrichen durch mehrere Aktionen“, meinte Kahn. Hainer wies erneut auf die Bedeutung einer hohen Impfquote zur Bewältigung der Corona-Pandemie hin. „Der FC Bayern unterstützt die Impfaktion nachhaltig. Am Ende des Tages gibt es keinen Impfzwang bei uns. Es ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen, und das muss man akzeptieren“, sagte Hainer. „Joshua Kimmich hat ja gesagt, vielleicht lässt er sich ja auch noch impfen. Mich würde das freuen.“ (akl/dpa)

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