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FC Bayern: „Wie in Hollywood“ - Hoeneß kommt sich vor wie im Film

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Von: Philipp Kessler

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Sie staunen auf der Tribüne über den FCB: Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (re.) im Gespräch mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß.
Sie staunen auf der Tribüne über den FCB: Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (re.) im Gespräch mit Ehrenpräsident Uli Hoeneß. © Matthias Balk/dpa

Uli Hoeneß ist zwar nicht mehr Präsident des FC Bayern München, trotzdem verfolgt der Macher seinen Herzensklub noch mit Leidenschaft. Derzeit hat er viel Grund zur Freude.

München - Viele Stars, viele Geschichten, dazu divenhafte Auftritte, wenn es um das Vertreten von Eigeninteressen ging. Mitte der 90er-Jahre bekamen die Bayern – halb spöttisch, halb bewundernd – dafür den Spitznamen „FC Hollywood“ verliehen. Filmreife Darbietungen liefert der deutsche Rekordmeister auch jetzt wieder – aber im positiven Sinne und hauptsächlich auf dem Rasen.

Unter Trainer Julian Nagelsmann (34) begeistert die Mannschaft nämlich seit Wochen mit mitreißenden Leistungen und vielen Toren. Sehr zur Freude von Uli Hoeneß (69), wie er am Rande der Premiere der Doku-Serie FC Bayern – Behind The Legend, die ab 2. November bei Prime Video gezeigt wird, betonte.

„Wie wir Fußball spielen, ist ein Traum. Man sitzt da oben und denkt: ‚Das darf doch gar nicht wahr sein!‘“, schwärmte der Ehrenpräsident, der die Spiele des FC Bayern regelmäßig von der Tribüne aus verfolgt.

Hoeneß kommt sich als Zuschauer bei den Bayern vor „wie in Hollywood“

Bei den jüngsten Siegen gegen Leverkusen (5:1), Benfica Lissabon (4:0) und daheim gegen Hoffenheim (4:0) sei er sich als Zuschauer zeitweise sogar vorgekommen „wie in Hollywood“, verriet Hoeneß vor dem Zweitrundenspiel im DFB-Pokal der Münchner am Mittwoch bei Borussia Mönchengladbach.

„Das ist schon erstaunlich, wie traumwandlerisch die Mannschaft Fußball spielt“, sagte Hoeneß: „Und was mir am meisten gefällt, ist, dass sie bis zur letzten Minute heiß ist, Tore zu machen. Und das ist natürlich das, was der Zuschauer liebt. Der Zuschauer zahlt bei einem Elton-John-Konzert auch nicht nur für die ersten zehn Songs, sondern bis zum Schluss.“ Nagelsmann gefällt das Lob: „Es freut mich, dass Uli Hoeneß Spaß auf der Tribüne hat.“

FC Bayern München: Präsident Herbert Hainer lobt Trainer Julian Nagelsmann

In der Bundesliga ist der FC Bayern nach neun Spielen Tabellenführer. Auch in der Champions League stehen Robert Lewandowski (33) & Co. nach drei Partien mit einem Torverhältnis von 12:0 auf Platz eins. „Wir wurden ja am Anfang der Saison von den Medien relativ kritisch gesehen: Der Kader sei nicht tief genug, nicht qualitativ gut genug. Ich habe damals schon gesagt, dass ich das überhaupt nicht so sehe“, erinnerte Präsident Herbert Hainer (67) und fügte an: „Wir haben eine exzellente Mannschaft, eine individuelle Klasse. Julian Nagelsmann hat es verstanden, die aus den einzelnen Spielern auch rauszuholen.“

Auch James-Bond-Fan Karl-Heinz Rummenigge (66) ist mit den filmreifen Darbietungen der Münchner zufrieden. „Es sieht alles top aus. Julian scheint offensichtlich einen super Job zu machen, die Form der Mannschaft ist bestechend“, lobte der ehemalige Vorstands-Boss. Rummenigge sei überzeugt davon, dass der FC Bayern auch in dieser Saison wieder Meister werde. Es wäre die zehnte Schale in Folge für den deutschen Rekordmeister „Die Bundesliga ist für die Leute nicht emotional, wenn Bayern München jedes Jahr Deutscher Meister wird. Das weiß ich. Aber es liegt nicht an Bayern München“, erklärte Rummenigge gegenüber T-Online.

Eine Änderung der Vergabe der TV-Gelder sehe er aber nicht als Lösung, um mehr Spannung zu erzeugen. „Soll man Bayern München bestrafen für die gute Leistung?“, fragte Rummenigge und stellte kurz darauf klar. „Machen Sie einen Fehler nicht: Jeder Euro, der hier verdient wird, ist sauber und seriös verdient. Das wird, glaube ich, nicht in ganz Europa so gehandhabt wie hier in München.“

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