Zukunftsentscheidung fällt im Sommer

Hoeneß: "Will erst einmal wieder Fan sein"

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Wie beim Basketball will Uli Hoeneß auch den Fußballern seines FC Bayern erst einmal als Fan zuschauen.

München - Uli Hoeneß will erst im Sommer entscheiden, ob er bei Fußball-Rekordmeister Bayern München ins Präsidentenamt zurückkehrt.

Das berichtet der kicker nach einem Gespräch mit dem 64-Jährigen, der am Montag aus der Haft entlassen wird. Seine Entlassung nahm ein Unternehmer aus Remscheid sogar zum Anlass, eine Feier für seine Mitarbeiter zu geben.

Hoeneß plane demnach für Juni einen großen Familienurlaub, in dem er sich abschließend über seine Zukunft Gedanken machen wolle. Bis dahin wolle er seinem FC Bayern als „normaler“ Zuschauer die Daumen drücken. In den nächsten Monaten, sagte er, „werde ich Fußball genießen, ins Stadion gehen und wieder Fan sein“.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat Hoeneß am 13. März in Mönchengladbach, wo er für seinen Freund Jupp Heynckes eine Laudatio halten wird. Der Münchner Triple-Trainer von 2013 erhält dann den Ehrenring seiner Heimatstadt. Drei Tage später möchte Hoeneß mit dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Juventus Turin wieder eine Begegnung in der Allianz Arena erleben.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

Hoeneß will Jugendabteilung treu bleiben

Hoeneß wird die JVA Rothenfeld am Montag 21 Monate nach Haftbeginn als freier Mann verlassen. Am 13. März 2014 war er vom Landgericht München wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Die Haft in Landsberg am Lech trat er am 2. Juni an, Anfang Januar 2015 wurde er Freigänger in Rothenfeld und arbeitete beim FC Bayern in der Jugendabteilung. Sein Vertrag dort endet mit der Haftentlassung am Montag. Das Gehalt, was Hoeneß in seiner Zeit als Freigänger verdient hatte spendete er komplett für eine guten Zweck.

Hoeneß, der in Haft 18 kg an Gewicht verlor, möchte sich ab kommender Woche zunächst zurückziehen und seine Haftzeit im Kreis der Familie verarbeiten. Der Jugendabteilung will er jedoch verbunden bleiben und mindestens einmal pro Woche am Klubzentrum in der Säbener Straße erscheinen. „Ich habe es jetzt verinnerlicht“, sagte er, „da bleibe ich dran.“

sid/mko

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