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Wieder alles gut? Müller trotz Union-Sieg noch immer gefrustet - „Stehen hier nicht locker-flockig“

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Von: Patrick Mayer, Florian Schimak, Christoph Klaucke

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Thomas Müller schaut sauer.
Thomas Müller war nach dem Pokal-Debakel trotz des Liga-Erfolgs noch gefrustet. © IMAGO / Revierfoto

Der FC Bayern war nach dem Pokal-Debakel in Gladbach auf Wiedergutmachungskurs. Bei Union Berlin musste ein Sieg her. Was sagten die Beteiligten?

München/Berlin - Über das Debakel vom vergangenen Mittwoch ist beim FC Bayern inzwischen genug gesprochen worden. Alle Beteiligten standen nach dem 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal nach der Partie unter Schock. Die Frage war nun: Bekommen die FCB-Stars aus den Köpfen? Ja!

An der Alten Försterei wartete mit Union Berlin ein unangenehmer Gegner. Wieder ohne Julian Nagelsmann, der noch immer nicht aus der häuslichen Isolation durfte und daher das Team wieder aus dem heimischen Wohnzimmer betreuen musste. Dino Toppmöller vertrat ihn also wie zuletzt auch.

Wir fassen für Sie die Stimmen auf Sky und der Pressekonferenz zusammen.

Thomas Müller (Torschütze, FC Bayern) nach der Partie über...

... das Positive aus der Leistung gegen Union: „Bei Plus steht unsere Herangehensweise ans Spiel, der Druck war enorm groß. Wir mussten eine Reaktion zeigen. Hier in diesem Stadion weiß man nie was passiert. Wir mussten die Zweikämpfe annehmen und Verantwortung übernehmen, dass jeder den Ball will.“

... die Leistung: „Wir haben ein sehr dominantes Spiel gemacht, es hätten auch ein paar mehr Tore fallen müssen. Dann kam das Union-Gesicht, sie haben sich gewehrt und noch mehr Aggressivität gezeigt, lange Bälle gespielt. Darauf haben wir uns eingelassen und nicht mehr die Ruhe gefunden. Wir haben aber mit den Toren die richtigen Antworten gegeben.“

... die Kritik nach dem Pokal-Debakel: „Man muss jetzt nicht jedes kleine Detail aufarbeiten. Wenn den FC Bayern mit 0:5 krachend aus dem Pokal rausfliegt, muss man auch was einstecken können, wir sind ja nicht aus Zucker. Da gibt‘s dann auch mal Kritik, die etwas unter der Gürtellinie ist. Wir stehen hier aber jetzt nicht lockerflockig. Aus dem Pokal sind wir trotzdem raus, der Wettbewerb war uns sehr wichtig. Es ist sicher nicht alles super jetzt.“

Dino Toppmöller (Vertretungstrainer, FC Bayer) nach der Partie auf der PK über...

... das Spiel: „Wir sind total froh, das wir die gewünschte Reaktion zeigen konnten. Wir wussten, dass der Gegner sehr heimstark ist, dass es mit dem Publikum nicht einfach für uns wird. Die ersten 30 Minuten hatten wir das Spiel im Griff, dann laden wir den Gegner zum Anschlusstreffer ein. Ich denke, insgesamt können wir mit der Leistung zufrieden sein.“

... die baldige Rückkehr von Coach Nagelsmann: „Ich nehme mich gar nicht so wichtig. Ich denke, dass wir alle im Trainer-Team Julian ordentlich vertreten haben. Wir sind froh, dass wir eine Reaktion gezeigt haben und Julian zufriedenstellen konnten.“

... die Leistung von Upamecano: „Für Upa war es ganz wichtig, dass er direkt die ersten Zweikämpfe gewinnt. Das hat er gut gemacht. Das Tor hat er wie ein Zehner vorbereitet, das hat er top gemacht. Wir haben nicht den Stab über ihn gebrochen am Mittwoch und wir werden ihn jetzt auch nicht nach der Vorlage in den Himmel loben.“

Robert Lewandowski (doppelter Torschütze, FC Bayer) über...

... die Gründe für den Sieg: „Wir haben von der ersten Minute gezeigt, dass wir hier sind, um zu gewinnen. Das erste Tor war wichtig. Bei Union zu spielen, ist nie einfach. Es ist immer eine heiße Atmosphäre. Wir haben auch Fehler gemacht, aber trotzdem drei Punkte geholt. Jetzt können wir den Fokus auf Dienstag richten.“

Kingsley Coman (Torschütze, FC Bayern) über...

... sein Eindruck zu seiner Leistung: „Ich fühle mich sehr gut, wir haben gut gespielt. Nach dem Gladbach-Spiel war es sehr wichtig, dass wir solch eine Leistung zeigen.“

Manuel Neuer (Kapitän, FC Bayern) nach der Partie über ...

... das Spiel: „Wir haben uns gewünscht, dass wir so loslegen, ärgerlich sind die Gegentore. Wir sind natürlich zufrieden, dass wir jetzt ein anderes Gesicht gezeigt haben.“

Dino Toppmöller (Trainer, FC Bayern) vor der Partie über ...

... die Reaktionen nach dem Debakel: „Uns war bewusst, dass wir nach so einem Spiel einen auf den Deckel bekommen. Aber zum Glück hatten wir nicht viel Zeit bis zur nächsten Partie. Wir konnten sofort den Fokus auf Union Berlin richten.“

... die Gründe für die Niederlage in Gladbach: „Obwohl Julian nicht da war, haben wir gewonnen. Vielleicht haben wir gedacht, es läuft von alleine. Wir müssen aber von Anfang an da sein und körperlich präsent sein. Heute darf‘s auch mal ein weiter Ball sein, das ist zwar nicht ‚bayernlike‘, aber wenn so eine Wucht auf einen zurollt, muss man zu der Lösung greifen. Obwohl wir eigentlich einen anderen Ansatz verfolgen. Wir wollen ein Reaktion zeigen und beweisen, dass uns das nicht umhaut.“

... Corentin Tolisso in der Startelf: „Coco hat herausragend trainiert, er hat eine super körperliche Präsenz. Wir wissen, was da auf uns zu kommt. Daher setzten wir heute auf ihn.“

... Benjamin Pavard und seinen Bankplatz: „Benji hat es in den letzten Wochen ordentlich gemacht. Wir sind froh, dass wir ihn haben. Aber heute kommt Josip Stanisic. Wir wollen damit keinen an den Pranger stellen, wir verlieren zusammen und wir gewinnen zusammen.“

Urs Fischer (Trainer, Union Berlin) vor dem Spiel über...

... die Entwicklung von Top-Stürmer Awoniyi: „Das gehört zum modernen Stürmer dazu. Er hat viel dazu gelernt. Auch das erste Spiel mit der Nationalmannschaft hat ihm auch sehr gut getan und er fühlt sich bei uns sehr wohl. Das merkt man.“

... das Fehlen von Max Kruse: „Wir verlieren mit Max zwar Kreativiträt und Spielwitz, aber Geraldo Beckers Schnelligkeit kann ihnen auch weh tun.“ (smk)

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