Eine tz-Analyse

Warum Arjen Robben nicht zu halten ist

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Arjen Robben ist seit Jahren in gleichbleibend brillanter Form und geht bei ­jedem Spiel an die Grenze.

München - Arjen Robben scheint im Moment in der Form seines Lebens. In acht Spielen hat Robben jetzt schon insgesamt fünf Mal getroffen. Wir erklären das Erfolgsgeheimnis des Holländers:

Schnell, schneller – Arjen Robben! Der fliegende Holländer ist derzeit aus dem Guardiola-Team nicht wegzudenken. Nicht nur sein glänzender Auftriff und sein Doppelpack in Rom (tz-Note 1), der 30-Jährige scheint im Moment in der Form seines Lebens. Selbst gegen Ende der Spiele zieht er noch Sprints über 30 Meter an, scheint nie müde zu sein, will immer noch ein Tor machen. Und das nach den Strapazen der WM. In acht Spielen hat Robben jetzt schon insgesamt fünf Mal getroffen, dazu gehen auch noch zwei Assists auf sein Konto. Der Grund: Der Flügelflitzer hat sein Spiel umgestellt. Galt er früher noch als Ego-Robben, stellt er sich heute in den Dienst der Mannschaft.

Arjen Robben im Teamhotel in Rom.

Siehe sein Kommentar zum 7:1 in Rom. „Riesenkompliment an die Mannschaft und an den Trainerstab, der uns super eingestellt hat“, sagte Robben unmittelbar nach der Partie. „Wir haben ein super Spiel abgeliefert. Aber wir müssen mit beiden Beinen auf den Boden bleiben. Wir sind noch früh in der Saison. Das hört sich blöd an, aber es gibt noch immer Dinge zu verbessern.“ Es geht um die „Mannschaft“, das „wir“ – nicht mehr um Alleingänge, nicht abgespielte Bälle und Handgreiflichkeiten in der Kabine.

Doch damit nicht genug. Dass Robben heutzutage noch fitter, schneller und explosiver ist, hängt auch stark mit ihm selbst zusammen. Wenn die übrigen Spieler nach den Einheiten in der Kabine verschwinden und sich unter die heiße Dusche stellen, geht es für Robben erst richtig los. Der Holländer packt sich den nächstbesten Fitnesstrainer, lässt Hütchen aufstellen und arbeitet weiter an sich. Mit einer Disziplin, die seinesgleichen sucht.

Für Bayerns Ex-Präsident ist er „einer der besten Profis“, die er je an der Säbener Straße gesehen hat. Dass er heute aber mehr als drei Spiele machen kann, ohne danach drei Wochen auszufallen, ist auch Müller-Wohlfahrt geschuldet. Der Bayern-Doc machte den verletzungsanfälligen Holländer immer wieder fit, wenn der mal wieder einen Rückschlag einstecken musste. Heute zahl er das auf dem Platz zurück. „Wenn er den Ball hat, ist Alarmstufe rot“, so Karl-Heinz Rummenige. „Ich hoffe, dass er diese Qualität und Kreativität, die er momentan zeigt, so lange wie möglich aufrechterhält. Er ist nicht nur ein super Spieler, sondern ein guter Typ.“ Sehen die Gegner anders…

Bilder der Bayern-Gala in Rom: Viermal Note eins!

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LOP

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