Der FC Bayern taumelt im Herbst

Hellseher Müller? Warum sein spaßig gemeinter Gruß an Heynckes jetzt unfreiwillig komisch wird ...

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Jupp Heynckes nimmt Thomas Müller aus dem Spiel gegen Hannover (Foto vom 02.12.2017).

Es ist Herbst und beim FC Bayern kriselt es - es klingt nach einem Déjà-vu von 2017. Häme und Spott im Netz ist die Folge, doch eine Botschaft von Thomas Müller ist wirklich bemerkenswert.

München - Thomas Müller ist ein Scherzkeks, das ist bekannt. Er ist nach dem Abschied von Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm der Vorzeige-Bayer beim Rekordmeister, das Gesicht der Roten. Sein Verhältnis zu Ex-Bayern-Trainer Jupp Heynckes war bestens, entsprechend war dessen Abschied aus München im Mai 2018 sicher auch ein besonderes Ereignis. Dass seine Abschiedsbotschaft aber fünf Monate später ein Gschmäckle bekommen würde, hätte Müller wohl nicht gedacht.

Rückblende: Am 12. Mai bestreitet der FC Bayern zu Hause gegen den VfB Stuttgart sein letztes Ligaspiel (1:4), verabschiedet zuvor Jupp Heynckes aufs Herzlichste. Der scheidende Coach erhielt einen Blumenstrauß und eine Collage mit Fotos seiner Zeit an der Isar, einige Spieler schrieben Grüße neben ihre Aufnahmen mit Jupp dazu. Manuel Neuer schrieb beispielsweise: „Freund, Trainer, Vorbild - danke Jupp!“

Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge (r.) überreichen Jupp Heynckes die Collage.

Müller Richtung Heynckes: „Danke, Trainer! Wir sehen uns im Oktober!“ 

Der Kommentar von Thomas Müller allerdings erhielt nun unfreiwillige Komik. Entdeckt hat ihn Journalist und Moderator Arnd Zeigler, der das ganze gleich in seiner TV-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ thematisierte. Müller schrieb nämlich auf die Collage „Danke, Trainer! Wir sehen uns im Oktober!“ - garniert mit einem Smiley. Was meinte der Weltmeister von 2014 damit? Wir erinnern uns: Jupp Heynckes trat am 9. Oktober 2017 die Nachfolge des am am 28. September entlassenen Carlo Ancelotti an. Müllers schelmischer Kommentar darf also ruhig als Anspielung darauf gewertet werden.

Internet lacht über Collage und witzelt über Heynckes-Rückkehr

Allerdings erhalten seine Zeilen mit Blick auf den derzeit taumelnden FC Bayern, den in die Kritik geratenen Coach Niko Kovac und der Tatsache, dass nun Oktober ist, eine unfreiwillige Komik. Zeigler: „Das würde ja bedeuten, dass jetzt schon wieder überlegt wird, wie oft Cando bellt und was genau im Hause Heynckes passiert. Aber ich glaube, ich kann sicher sagen, dass da nichts passieren wird.“ Heynckes hatte bei seinem Comeback 2017 gescherzt, dass sein Hund Cando zweimal gebellt hatte und ihm somit seine Freigabe für den FCB erteilt habe.

Ein erneutes Heynckes-Revival an der Säbener Straße wird es natürlich nicht geben. Dennoch witzelte bereits die Twitter-Gemeinde darüber, was sich in Mönchengladbach angesichts der kriselnden Bayern im Hause Heynckes aktuell zutragen könnte. Zudem stärkte Bayner-Präsident Uli Hoeneß seinem Trainer Niko Kovac nachhaltig den Rücken - und das mit klaren Worten.

fw

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