Remis im Top-Spiel

FC Bayern wehrt Gladbacher Angriff nur mit Mühe ab

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Der FC Bayern um Mario Götze (r. im Duell mit Julian Korb) und Borussia Mönchengladbach sind nach dem direkten Duell weiter ungeschlagen.

München - Das Top-Spiel zwischen Borussia Mönchengbadnach und dem FC Bayern München endet torlos. Der Rekordmeister dominiert, aber die Elf von Trainer Favre war gefährlicher.

Es gibt also doch noch Mannschaften, die die Bayern ärgern können. Gladbach zum Beispiel. Das Pep-Team biss sich nach gefühlten Monaten der Torfestivals gestern die Zähne an den Fohlen aus, war am Ende mit einem 0:0 noch gut bedient. „Hätte Bayern Manuel Neuer nicht im Tor gehabt, hätten sie ein oder zwei schlucken müssen“, resümierte Gladbachs Weltmeister Christoph Kramer bei Sky.

Doch der Welttorhüter hielt hinten die null fest. Immer wieder sorgte er mit Glanztaten dafür, dass Kruse, Hahn & Co. nicht in Führung gingen – und das trotz der turbulenten Tage, die Neuer zuletzt über sich ergehen lassen musste. Der Keeper der Münchner war in die Schlagzeilen geraten – nur eben nicht aufgrund seiner sportlichen Verdienste. Es ging um die Trennung von seiner Freundin Kathrin Gilch, mit der Neuer nun schon seit längerer Zeit nicht mehr liiert ist. Ob ihn dieser Cut in seinem Leben auch während der 90 Minuten beschäftigte?

„Ich habe mich voll auf den Fußball konzentriert und auf meine tägliche Arbeit, die vernachlässigt man natürlich nicht. Ich habe schon die ganze Saison über gute Arbeit geleistet, habe auch gegen Rom nicht anders gespielt“, so der Keeper nach der Partie. Recht viel mehr wollte Neuer dann aber doch nicht über sein Privatleben plaudern. „Wir müssen aber auch nicht über mein Privatleben sprechen“, sagte der 28-Jährige der tz. „Lasst uns über Fußball reden, deswegen war ich ja heute auch hier.“

In der Tat. Ab Minute 45 avancierte der Schlussmann der deutschen Nationalelf zu Bayerns wichtigstem Mann. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff fuhren Kruse und Hahn einen Musterkonter auf Neuers Kasten, den Abschluss des Ex-Augsburgers konnte der Keeper des Rekordmeisters mit einer Glanztat entschärfen.

Und Neuer sollte auch in den Folgeminuten zu Bayerns wichtigstem Mann avancieren. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre legte in der zweiten Hälfte den Respekt vor dem großen FCB ab und brachte die Münchner Hintermannschaft immer wieder in Not. Mal kam Herrmann zum Abschluss (58.), mal zog Hahn ab (59.), mal wagte sich Dominguez vor und verwertete eine Ecke per Kopf – am Ende landetet das Leder aber immer bei Neuer. Auch Kruse (74.) und Raffael (78.) konnten den Welttorhüter nicht bezwingen. „Manu hat da schon gut aufgepasst“, lobte sein Mitspieler Thomas Müller. Womit Neuer auch einverstanden war.

„Ich spiele in den letzten Wochen schon gut“, meinte er selbst. „Das einzige, was mir passiert ist, war dieses Gegentor in Polen. Sonst habe ich in der ganzen Saison schon gute Leistungen gezeigt.“ Und weiter: „Es war nur so, dass ich nicht so häufig geprüft worden bin. Es war meist nur zwei, drei mal der Fall. Gegen Rom wurde ich auch das ein oder andere mal geprüft – von daher weiß ich, wo ich im Moment stehe.“ Ganz oben – da ist es auch egal, was privat so alles passiert…

mic, lop

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