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Ancelotti - und wer noch? 7+2 Kandidaten für die Pep-Nachfolge

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München - Der FC Bayern wird wohl für den nächsten Sommer einen neuen Trainer brauchen. Denn vieles deutet auf einen Abschied von Pep Guardiola hin. Wir stellen mögliche Kandidaten vor.

Noch ist nichts offiziell, aber die Zeichen stehen auf Abschied. Pep Guardiola wird wahrscheinlich den FC Bayern nach drei Jahren verlassen. Was der Spanier im kommenden Sommer machen wird, steht genauso in den Sternen wie sein Nachfolger in München. Geht er nach England oder gar nach Paris? Macht er ein weiteres Sabbatical auf einem anderen Kontinent? Am Sonntag wissen wir mehr.

Dann wird nämlich der FC Bayern offiziell bekanntgeben, wie die Zukunft an der Säbener Straße aussieht, und dann könnte auch Guardiola sein Geheimnis lüften. Aber bis dahin darf fleißig spekuliert werden, wer denn den FC Bayern in den nächsten Jahren zu Titeln führen soll. Am Ende der Liste können Sie abstimmen, wer Ihr Favorit ist!

Carlo Ancelotti

Seit Donnerstag schwirrt ein Name durch nahezu alle Medien: Carlo Ancelotti. Der Ex-Coach von Real Madrid soll Trainer beim FC Bayern werden. Angeblich besteht schon seit Mai dieses Jahres Kontakt, der Italiener selbst soll vor Freunden gesagt haben, dass es zu "90 Prozent der FC Bayern" werde, wie "Sport1" berichtet. Auch die "Bild"-Zeitung will über eine mündliche Zusage Bescheid wissen.

Ancelotti kann auf jeden Fall gut mit Stars umgehen, hat viele Erfolge vorzuweisen und hat ein großes taktisches Know-How. Die Spieler schwärmen von der Arbeit mit Ancelotti, der Superstar Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic gezähmt hat. Es sprechen zwei Gründe gegen eine Verpflichtung des Titelsammlers. Einerseits beherrscht Ancelotti die deutsche Sprache nicht, was für den FC Bayern ein grundlegendes Einstellungskriterium ist. Weichen die Münchner erstmals von ihrer Politik ab und stellen dem Italiener einen Dolmetscher zu Seite? Andererseits meinte er selbst vor wenigen Wochen zu einer Zeitung, dass er keine Bayern-Spiele anschauen könne, weil sie zu langweilig seien.

Lucien Favre

In den vergangenen Jahren kamen regelmäßig die Gerüchte auf, dass Lucien Favre den FC Bayern übernehmen könnte. Der Ex-Gladbacher zeigte bei den Borussen sein großartiges taktisches Verständnis und stellte mit seinen gut eingestellten Teams die Münchner häufig vor Probleme. Ein Manko ist, dass der Schweizer in der Bundesliga keine Titel vorweisen kann und auch auf der großen internationalen Bühne wenig Erfahrung hat.

Joachim Löw

Ein weiterer Coach, der im Gespräch ist, heißt Joachim Löw. Der Der Münchner Merkur zufolge soll der FC Bayern Interesse am Bundestrainer haben. Angeblich gab es bereits erste Gespräche zwischen Kapitän Lahm und Löw.

Fraglich ist bei Löw jedoch, ob er nach einem Jahrzehnt bei der Nationalmannschaft sich rasch wieder an den Alltag einer Bundesligamannschaft gewöhnen kann. Fachlich hat der Bundestrainer definitiv bewiesen, dass er eine große Mannschaft trainieren kann. Aber: Sein Vertrag beim DFB gilt bis 2018.

José Mourinho

Seit Donnerstag ist ein weiterer großer Welttrainer wieder auf dem Markt: José Mourinho. Der Portugiese ist nach einem miserablen Saisonstart beim FC Chelsea gefeuert worden. "The Special One" würde mit seiner Art nicht zum FC Bayern passen. Außerdem spricht dagegen, dass Mourinho ein exorbitantes Gehalt verlangen würde, die Sprache nicht beherrscht und auch keine Anzeichen gemacht hat, Deutsch lernen zu wollen. Hinzu kommt, dass er wohl kaum ein Team seines Erzrivalen Pep Guardiolas übernehmen möchte.

Mark van Bommel/Mehmet Scholl

Nach Informationen des "Münchner Merkur" haben sich die Bayern-Bosse auch mit einem komplett neuen Modell beschäftigt. Ex-Bayern-Spieler und "Aggressive Leader" Mark van Bommel könnte im Verbund mit Mehmet Scholl den Rekordmeister übernehmen. Beide kennen den Verein gut, und es entspräche der Vereinsphilosophie, ehemalige Spieler in den Klub einzubinden. Auf der anderen Seite ist es nicht vorstellbar, dass die Münchner mit zwei Trainer-Novizen ein großes Risiko eingehen werden, die bislang keine Erfahrungen oder Erfolge vorweisen können.

Matthias Sammer

Bleibt immer noch die Option Matthias Sammer. Der aktuelle Sportdirektor hat seine Trainer-Qualitäten bei Borussia Dortmund 2002 schon unter Beweis gestellt, als er überraschend den Meistertitel an den Borsigplatz holte. Auch bei den Spielern genießt "Motzki" Sammer ein hohes Ansehen. Sammer selbst dementierte die hartnäckigen Gerüchte, wenn er in Interviews darauf angesprochen wurde. Anscheinend zieht es den 48-Jährigen nicht zurück auf die Trainerbank. Außerdem müsste sich der FC Bayern anschließend nach einem neuen Sportdirektor umsehen, und der freie Markt mit hochqualifizierten Kräften ist auch in diesem Fall spärlich.

Arsene Wenger

Ach, was wäre eine Trainerdebatte beim FC Bayern ohne Arsene Wenger? Der Elsässer war früher immer ein Kandidat, wenn die Münchner nach einem neuen Spielleiter gesucht haben. Mittlerweile ist das Interesse an Wenger zurückgegangen. Zu wenige Titel sammelte er in seiner fast 20-jährigen Laufbahn mit dem FC Arsenal. Allerdings sorgt ein pikantes Gerücht für neue Umstände. Laut "Daily Mail" steht Pep Guardiola bei den Gunners hoch im Kurs. Damit wäre Wenger frei. Kommt es zu einer Art Trainertausch mit dem FC Bayern? 

Markus Weinzierl

Ein weiterer Name, der gerne ins Spiel gebracht wird, ist Markus Weinzierl. Der Ex-Bayern-Spieler leistet beim FC Augsburg hervorragende Arbeit, führte den Abstiegskandidaten in die Europa League und dort sogar ins Sechzehntelfinale. In der Bundesliga hat sich das Team nach einem ersten Durchhänger gefangen und rangiert nun auf Platz 13. Allerdings hat Weinzierl ebenfalls das Problem, dass ihm die große internationale Erfahrung fehlt und er bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Weltstars umgehen musste. Außerdem hat der Augsburg-Coach vor, seinen Kontrakt bei den Schwaben zu verlängern.

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