Erinnerungen an Darmstadt

Werder-Profi gibt zu: Sperre für Bayern-Spiel war geplant

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Hat am kommenden Wochenende mehr Zeit für seinen Nachwuchs: Bremens Zlatko Junuzovic ist für das Spiel beim FC Bayern gesperrt.

München - Nach dem Auftritt in Dortmund schaut der FC Bayern voraus auf das Heimspiel gegen Bremen. Die Hanseaten reisen ohne zwei Führungsspieler an - wohl freiwillig.

Gegen die Roten rechnen sich die wenigsten Gegner realistische Chancen auf Zählbares aus. Das gilt anscheinend auch für Werder Bremen, am kommenden Samstag in der Allianz Arena zu Gast. Mit Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic fehlen den Grün-Weißen in München zwei absolute Säulen gelb-gesperrt.

So weit, so normal. Doch der Österreicher gab nach dem 4:1 über Hannover 96 zu, dass er sich seine fünfte Verwarnung der Saison nicht zufällig vor dem Bayern-Spiel eingehandelt hat. "Das war abgesprochen, das gebe ich zu. Aber ich mache es lieber so, als jemandem weh zu tun", outete sich Junuzovic bei Sky. Fritz, der schon seine zweite Gelb-Sperre absitzt, blieb zumindest etwas geheimnisvoller: "Wir haben noch einige Spiele vor uns, die wichtig werden können."

Erst vor einigen Wochen hatten sich fünf Darmstädter Spieler eine Woche vor der Reise zum Rekordmeister zu Sperren gefoult - freilich ohne anschließend etwas zuzugeben. Der DFB kündigte an, gegen beide Bremer ein ermitteln zu wollen.

Erinnerungen an den Fall Ordenewitz

1991 hatte der Verband bereits einmal eingegriffen. Damals hatte Kölns Trainer Erich Rutemöller zugegeben, seinen Spieler Frank Ordenewitz im Pokal-Halbfinale zu einer zweiten Gelben Karte animiert zu haben, weil er diese Strafe in der Liga absitzen konnte. Die drohende Gelb-Sperre hätte den Stürmer ums Pokal-Endspiel gebracht. Der DFB sperrte Ordenewitz jedoch wegen Rutemöllers Aussagen zusätzlich für das Finale.

Daran muss auch Markus Merk denken. Der Sky-Experte sagt zum Fall Junuzovic: "Eigentlich sollte Ehrlichkeit nie bestraft werden. Hier gibt es eine ehrliche Aussage, das erinnert an Frank Ordenewitz. Das war damals mein Spiel. Ich bin gespannt, ob das Sportgericht bei Junuzovic eingreift. Eigentlich ist es unsportlich, wenn auch ehrlich." Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer kritisiert den Bremer in der Bild: "Schön und sportlich ist das natürlich nicht. Wer glaubt, dass in der Bundesliga Fairplay oberstes Gebot ist, lebt in einer Traumwelt."

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