Am Sonntag auf' s Oktoberfest

Bayern-Plan: Erst Heimsieg, dann Wiesn-Besuch

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Prost! Am Sonntag will der FC Bayern auf der Wiesn einen Heimsieg gegen Hannover 96 begießen.

München - Am Sonntag geht der FC Bayern auf die Wiesn. Darum soll unbedingt ein Heimsieg gegen Hannover her, der in Käfers Wiesn-Schänke dann ordentlich begossen wird.

Pep Guardiola möchte beim traditionellen Oktoberfestbesuch des FC Bayern unbedingt auf einen Sieg gegen Hannover 96 und die Tabellenführung anstoßen. Zwar will sich der Star-Trainer am Sonntag auf der Wiesn nur „wenige“ Maß Bier gönnen, ausreichend Anlass zum Feiern sah er aber schon vor dem Abschluss der ersten Englische-Wochen-Phase. „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft“, äußerte Guardiola vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96, bei dem Götze, Müller, Robben und Co. nach dem „Geisterspiel“ in Moskau wieder mit Lust und Laune vor 71 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena ihren Beruf als Fußballer ausüben können.

„Es ist eine gute Chance für uns, Erster in der Tabelle zu bleiben vor der Länderspielpause“, sagte Guardiola zur Ausgangsposition am 7. Spieltag. Die Titelkonkurrenten können womöglich sogar noch weiter distanziert werden. Nachlegen ist darum angesagt, wie Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge bemerkte: „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir die Stabilität aufrechterhalten, weil wir uns jetzt auch schon einen schönen Vorsprung speziell vor den vermeintlich großen Mitfavoriten erspielt haben.“

Sieben Punkte beträgt dieser bereits auf Borussia Dortmund, sechs auf Schalke 04. Guardiola hat den BVB jedoch noch lange nicht als Hauptkonkurrenten im Titelkampf abgeschrieben. „Dortmund ist immer in der Lage, fünf, sechs, sieben, acht, neun Spiele am Stück zu gewinnen. Sie werden zurückkommen.“ Tauschen aber wolle er dennoch nicht mit seinem Trainerkollegen Jürgen Klopp und der Borussia, räumte Guardiola auf Nachfrage ehrlich ein.

Pep hat Gladbach und Leverkusen im Blick

Der Meistercoach hat auch die unmittelbaren Verfolger Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen im Blick. „Pass auf bitte auf Borussia Mönchengladbach!“, mahnte er: „Wir haben nur zwei Punkte Vorsprung.“ Drei sind es auf Leverkusen. Und auch der aktuelle Gegner Hannover 96 liegt nicht weit zurück. Guardiola zeigte sich beeindruckt davon, was Kollege Tayfun Korkut dort „in kurzer Zeit“ geleistet habe: „Sie spielen immer in einer guten Organisation. Und sie haben nur vier Punkte weniger als wir.“

Groß rotieren will Guardiola anscheinend nicht. Weltmeister Jérome Boateng habe nach seiner Pause in Moskau wegen kleinerer Wehwehchen am Freitag wieder sehr gut trainiert. Er dürfte damit ins Abwehrzentrum zurückkehren. Guardiola sieht zwar noch erhebliches Steigerungspotenzial in der Spielweise seiner Mannschaft, aber angesichts der schwierigen Voraussetzungen zu Saisonbeginn hätten die Spieler ihre Sache sehr gut gemacht: „Wir waren immer da!“

Die mangelhafte Chancenverwertung, die auch Kapitän Philipp Lahm nach dem 1:0 gegen ZSKA Moskau in der Champions League einmal mehr monierte, beunruhigt Guardiola nicht. „Wir haben keine Zweifel an unseren Stürmern. Früher oder später werden sie wieder viele Tore schießen.“ Auf den letzten zehn bis 15 Metern des Spielfeldes wünscht aber auch er sich noch mehr Kreativität und Biss.

Nach der Länderspielpause soll sich auch das Verletztenlager langsam wieder lichten. Der Spanier Thiago sei nach seiner langwierigen Knieverletzung „im letzten Schritt zurückzukommen“, berichtete Guardiola. Auch Franck Ribéry sollte nach Knieproblemen demnächst wieder spielen können. Bei Weltmeister Bastian Schweinsteiger gibt es dagegen keinen Zeitplan für ein Comeback. Man wolle „keinen Druck“ erzeugen, sagte Guardiola. Nur eines sei derzeit gewiss, versicherte der Spanier: „Basti wird zurückkommen.“

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dpa

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