Offene Frage nach Nachfolge von Heynckes

Trainersuche: Salihamidzic will's machen wie bei Pep und Carlo

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Wird in den kommenden Wochen einige Telefonate führen: Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic gehört der Trainerfindungskommission an.

Keine Frage bewegt Fußball-Deutschland derzeit mehr als die nach dem künftigen Bayern-Trainer. Die Antwort lässt laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht mehr lange auf sich warten.

München - Der FC Bayern will offenbar keine Zeit verlieren. Obwohl die Zahl der Kandidaten für die Nachfolge von Trainer Jupp Heynckes nach dieser Saison alles andere als üppig zu sein scheint, soll bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres die Entscheidung fallen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic nannte am Sky-Mikro vor dem 3:1 über Hannover 96 „Ende Januar, Anfang Februar“ als Deadline. Bis dahin „werden wir schon etwas bekannt geben. Da müssen wir langsam schauen, wer Trainer wird“, ergänzte der Bosnier.

Damit würden die Bayern an ihrer Strategie festhalten, den neuen Trainer bereits rund um den Jahreswechsel zu verkünden. So gingen die Bosse bei Pep Guardiola vor, dessen Verpflichtung 2013 rund ein halbes Jahr vor seinem Amtsantritt öffentlich wurde. Carlo Ancelottis Amtsübernahme 2016 wurde sogar schon vor Weihnachten 2015 kommuniziert - quasi zeitgleich mit Guardiolas Abschied. Mit dieser zeitigen Entscheidung und Präsentation unterbinden die Roten einerseits ein schier ewig langes Brodeln in der Gerüchteküche, schaffen Klarheit für die Spieler und verhelfen dem künftigen Coach zu einer langen Planungsphase.

Bilder: Bayern ringen Hannover nieder - Eine 1 und viele 3er

Spekulationen seit Heynckes‘ Amtsübernahme

Bereits seit der Rückkehr von Triple-Trainer Heynckes vor zwei Monaten wird spekuliert, wer die Roten in der Saison 2018/2019 und möglichst noch viele weitere Jahre anführen soll. Denn trotz Uli Hoeneß' öffentlich vorgetragener Avancen auf der Jahreshauptversammlung hat der 72-Jährige immer wieder klargestellt, dass im Sommer Schluss sein wird.

Als heißeste Anwärter gelten in der Öffentlichkeit neben dem bereits als Nachfolger von Ancelotti gehandelten Thomas Tuchel vor allem Julian Nagelsmann und Jürgen Klopp. Im Gegensatz zu Tuchel stehen Nagelsmann und Klopp jedoch derzeit unter Vertrag - bis 2021 bei 1899 Hoffenheim respektive bis 2022 beim FC Liverpool.

Zwei Kandidaten mit Bayern-Vergangenheit

Außerdem wurden auch die Namen des bis 2019 an RB Leipzig gebundenen Österreichers Ralph Hasenhüttl sowie des Kroaten Niko Kovac von Eintracht Frankfurt (ebenfalls Vertrag bis 2019) genannt - beide haben eine Vergangenheit an der Säbener Straße. Hasenhüttls Familie lebt sogar in Unterhaching. Also unweit des Trainingsgeländes der Roten.

Eines ist jedenfalls sicher: Mit seinen Aussagen hat Salihamidzic sich und die Bosse unter Zeitdruck gesetzt. Und für Hochspannung zum Start des Jahres 2018 hat er auch noch gesorgt.

mg

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