Müller & Co. setzen sich neue Ziele

16 Punkte Vorsprung: Darum werden bei den Bayern böse Erinnerungen wach

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Thomas Müller (M.) will sich in der Liga Selbstbewusstsein für die verbleibenden Wettbewerbe holen.

Der FC Bayern lässt sich gegen Hoffenheim nicht einmal von einem Katastrophen-Start beunruhigen und setzt sich nach dem 5:2-Sieg neue Ziele.

München - Der härteste Konkurrent der kommenden Wochen wird den Roten nicht etwa auf dem Rasen gegenüberstehen. Die Truppe von Jupp Heynckes muss angesichts des Mega-Vorsprungs von 16 Punkten höllisch aufpassen, dass sie den Fuß nicht vom Gaspedal nimmt. Thomas Müller meint mit Blick auf die sechste Meisterschaft in Serie: „Ich denke, dass da nichts mehr anbrennen wird, so wie ich uns kenne. Das wird kein enges Rennen mehr. Andererseits geht es darum, nicht einen Schlendrian reinzubringen.“

Die Liga-Langeweile als Spannungskiller! Da werden bei den Roten böse Erinnerungen wach. Zu oft in den letzten Jahren war die Meisterschale schon früh vergeben und der FCB ging anschließend in Champions League und DFB-Pokal baden. Robert Lewandowski: „Wir wissen, was in den letzten zwei, drei Jahren passiert ist, als wir viele Punkte Vorsprung hatten. Es ist schwer, in der Bundesliga mit 80 Prozent zu spielen und drei Tage später in der Champions League mit 100 Prozent.“

Müller: „Wir haben schon noch Ziele“

Kapitän Müller: „Wir müssen schauen, dass wir Woche für Woche nutzen, um zu zeigen, wie stark wir sind – auch uns selbst. Da können wir Selbstvertrauen aus den Partien ziehen – für Europa und auch für Paderborn. Wir haben schon noch Ziele.“

Wie die aussehen? Das eine glänzt golden (DFB-Pokal), das andere silbern (Champions League). Denn auf irgendwelche Bundesliga-Rekorde geben die FCB-Profis mal gar nichts. Lewy: „Für uns ist es egal, ob wir zehn, 16, 20 oder 25 Punkte Vorsprung haben.“

Aber: Ein leichter Schlendrian hat sich seit der Winterpause schon eingeschlichen. In den Heimspielen gegen Werder (4:2) und eben Hoffenheim brauchten die Heynckes-Stars einen Rückstand, um in Fahrt zu kommen. In drei Partien gab es satte fünf Gegentore. Zum Vergleich: Nach Jupps Antritt am 8. Spieltag kassierten die Bayern bis zur Winterpause genau vier Tore in der Bundesliga. Müller: „Natürlich machen wir uns Gedanken, dass wir in den letzten Spielen einige Gegentore gefangen haben. Da müssen wir uns sicherlich verbessern.“

Auch zwei frühe Gegentore können den Bayern nichts anhaben

Nervös wird beim FCB aber keiner – auch nicht nach zwei schnellen Gegentoren. Winter-Neuzugang Sandro Wagner bekam am Samstag etwas Nachhilfe in Sachen „Mia san mia“. Die Sturm-Kante erzählte verblüfft: „Ich saß da auf der Bank und habe geschaut, ob da jemand nervös wird. Aber es wurde keiner nervös, weil sich alle dachten: Das drehen wir schon. Respekt! Das ist einfach der FC Bayern. Die liegen 0:2 hinten und machen einfach weiter, das ist schon beeindruckend.“

Müller ganz sachlich: „Wir kennen unsere Stärken – und es ist etwas Überragendes, wenn du weißt: Selbst wenn du 0:2 hinten liegst, hast du ein Spiel noch nicht verloren.“ Dieses Gefühl kennt jetzt auch Wagner.

Das sagt ein Verfolger:

Video: Glomex

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